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Chaos in Innsbruck: Freitag bei Windlotterie Elfter

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Vierschanzentournee  

Chaos in Innsbruck: Freitag bei Windlotterie Elfter

04.01.2014, 16:58 Uhr | sid, dpa

Chaos in Innsbruck: Freitag bei Windlotterie Elfter. Richard Freitag kam in Innsbruck auf den elften Rang. (Quelle: imago)

Richard Freitag kam in Innsbruck auf den elften Rang. (Quelle: imago)

Anssi Koivuranta reichte ein Sprung zum Sensationssieg, die deutschen Adler flogen wieder nur hinterher und Thomas Diethart behauptete auch nach einem turbulenten Tag die Gesamtführung: Am Ende des chaotischen Springens in Innsbruck gab es jede Menge Gesprächsstoff.

Während Koivuranta in der Windlotterie den Hauptgewinn zog, haderten die deutschen Skispringer beim dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee mit ihren Leistungen. In Innsbruck wurde der Wettbewerb während des zweiten Durchgangs abgebrochen, somit zählte lediglich der erste Sprung für das Endergebnis. Bester DSV-Adler des Wettkampfs war Richard Freitag mit 117,3 Punkten auf Rang elf.

Marinus Kraus (114,6) sicherte sich Rang 13, der vor der Tournee als Mitfavorit gehandelte Severin Freund (113,3) musste sich mit Rang 15 zufrieden geben. Andreas Wellinger schaffte es im ausverkauften Stadion vor 22.150 Zuschauern über den Dächern Innsbrucks auf Rang 18.

Bundestrainer: "Sand im Getriebe"

"Bei uns ist immer noch Sand im Getriebe. Wir haben versucht, uns ranzukämpfen, aber das ist uns nicht ganz gelungen", sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD: "Wir haben keinen vorne reingebracht, jetzt wollen wir unsere Chance zum Abschluss in Bischofshofen nutzen."

Freund versuchte nach dem Wettbewerb, der wegen starker Böen mehrfach unterbrochen werden musste, trotzdem das Positive zu sehen: "Der zweite Sprung gibt mir Selbstvertrauen." Und Freitag sagte: "Das waren extreme Unterschiede beim Wind, aber ein faires Springen wird es bei natürlicher Luft nie geben."

Am Ende konnte überraschend Koivuranta über seinen ersten Tournee-Tagessieg jubeln. Dem 25-Jährigen (127,5 Punkte) reichte sein Flug auf 132,5 Meter, direkt dahinter landete Oberstdorf-Sieger Simon Ammann aus der Schweiz (126,3) vor dem Polen Kamil Stoch (126,2). Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs wurde das Springen abgebrochen.

"Das ist weit entfernt von Fairness"

Damit behält der Österreicher Thomas Diethart, der auf seiner Heimschanze Fünfter wurde, die Führung in der Gesamtwertung. Der Shootingstar der Austria-Adler liegt vor dem letzten Wettbewerb mit 716,1 Punkten vor Ammann (706,7) und Olympiasieger Thomas Morgenstern (700,7), der in Innsbruck Achter wurde.

Die schwierigen Windverhältnisse machten einen regulären Wettkampf fast unmöglich. "Das ist weit entfernt von Fairness. Wenn der Föhn geht, ist es einfach ganz schwierig, und normal kann man da nicht springen", sagte Österreichs Nationaltrainer Alexander Pointner.

Morgenstern winkt ab

Bereits in den Tagen vor dem Springen war starker Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde angekündigt worden, trotzdem wurde der erste Durchgang relativ schnell durchgezogen. Allerdings hatten Top-Athleten wie Weltmeister Anders Bardal viel Pech. Der Norweger schüttelte enttäuscht den Kopf, nachdem seine Hoffnungen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung förmlich vom Winde verweht worden waren.

Auch Thomas Morgenstern winkte enttäuscht ab, nachdem ein weiter Sprung für ihn unmöglich gewesen war. "Was er aus den Verhältnissen gemacht hat, war einzigartig und Wahnsinn", sagte Pointner. Auch der fünfmalige Tourneesieger Janne Ahonen reagierte nach seinem zweiten "Hüpfer" auf 99 Meter genervt und küsste höhnisch in Richtung Fernsehkamera.



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