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Vierschanzentournee 2014: Freund & Freitag scheitern

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Skispringen  

DSV-Adler um Freund & Co. enttäuschen bei Kraft-Sieg

30.12.2014, 14:08 Uhr | dpa

Vierschanzentournee 2014: Freund & Freitag scheitern. Severin Freund konnte die hohen Erwatungen nicht erfüllen.

Severin Freund konnte die hohen Erwatungen nicht erfüllen. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Oberstdorf (dpa) - Severin Freund winkte entnervt ab, Richard Freitag schüttelte nur den Kopf und Bundestrainer Werner Schuster gefror das Lächeln.

Im dichten Schneetreiben von Oberstdorf sind die deutschen Hoffnungen auf den ersten Triumph bei der Vierschanzentournee seit 13 Jahren schon zum Auftakt zerstoben. Bei der Wiederholung des 24 Stunden zuvor abgebrochenen Start-Wettkampfes fanden die als Mitfavoriten gehandelten Freund und Freitag am Montag nicht in die Erfolgsspur und büßten beim ersten Weltcupsieg des Österreichers Stefan Kraft so gut wie alle Chancen im Gesamtklassement ein.

"Wir haben einen katastrophalen Wettkampf gemacht und sind heute kläglich gescheitert. Ich habe mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen können, dass unsere Topleute so schlecht springen können. Der Sport schreibt immer wieder neue Geschichten", sagte Schuster sichtlich entsetzt.

Als bester DSV-Springer landete Skiflug-Weltmeister Freund nur auf dem 13. Platz. Der 26-Jährige sprang 126 und 124,5 Meter weit und nimmt einen Rückstand von knapp 37 Punkten auf Kraft zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit. Der Österreicher setzte sich mit 136,5 und 129 Metern vor seinem Landsmann Michael Hayböck und dem Slowenen Peter Prevc durch. "Die Sprünge waren einfach schlecht. Schade, ich habe gedacht, dass ich weiter bin", räumte Freund frustriert ein.

Ähnlich war die Gefühlslage bei Freitag. "Der Frust ist ziemlich groß. Ich weiß nicht, warum es ausgerechnet bei der Tournee nicht hinhaut. Es hat heute einfach nicht gereicht", sagte er. Nach seinem Weltcupsieg bei der vorweihnachtlichen Generalprobe in Engelberg war der Sachse als Geheimfavorit gehandelt worden, doch 124,5 und 125 Meter reichten nur zu Rang 15. "Die Sprünge waren nix. Es fehlten einige Meter. Das ist einfach ärgerlich", erklärte Freitag.

Es gab aber noch weitere Favoritenstürze. Der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz fiel im ersten Durchgang nach der Landung bei 133 Metern kopfüber in den Schnee und schied aus. "Ich hatte einen guten Flug, aber im Auslauf hat es wegen des Neuschnees gestockt", berichtete Ammann. Der zweimalige Tournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer aus Österreich landete nur auf dem 17. Platz und ist ebenfalls aus dem Rennen.

Seit nunmehr 48 Wettbewerben warten die DSV-Adler nun schon vergeblich auf einen Tagessieg bei der Prestigeveranstaltung. Den letzten Erfolg hatte Sven Hannawald auf den Tag genau vor zwölf Jahren an gleicher Stätte errungen. "Das war nicht der Start, den man sich gewünscht hat", sagte Martin Schmitt, der in seiner Karriere dreimal in Oberstdorf siegte. "Severin und Richard haben nicht zu ihren Sprüngen gefunden. Das wird schwierig für sie."

Schon zur Halbzeit herrschte Ernüchterung im weiten Rund, dass mit 12 000 Fans gut gefüllt war. Freund verpatzte seinen Versuch übte danach Selbstkritik: "Der Sprung war gar nix. Ich war viel zu spät." Ausreden suchte er trotz seiner großen Enttäuschung nicht. "Ich war allein Schuld", sagte der Bayer.

Marinus Kraus wurde 18. und präsentierte sich nach seinem Fast-Sturz beim abgebrochenen Springen am Vortag unerschrocken. "Wahrscheinlich waren alle anderen mehr besorgt um mich als ich selbst", sagte der Team-Olympiasieger.

Tournee-Debütant Stephan Leyhe, Routinier Michael Neumayer und Daniel Wenig aus der nationalen Gruppe lieferten eine ordentliche Leistung im Rahmen ihrer Möglichkeiten ab. Vor allem Leyhe überzeugte mit 120 und 119,5 Metern als 19.

Einen schwarzen Tag erwischte dagegen Markus Eisenbichler. Nach seiner frühen Landung bei 107 Meter und dem Aus im ersten Durchgang riss sich der 23-Jährige frustriert die Skibrille vom Kopf und haderte: "Das war nicht mein Tag. Ich bin schlecht gehupft." Damit musste der Saisonaufsteiger schon beim Auftakt seine Hoffnungen auf eine Top-Ten-Platzierung im Gesamtklassement begraben. "Jetzt heißt es abhaken und in Garmisch neu angreifen", gab Eisenbichler das Motto für das gesamte Team vor.

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