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Vierschanzentournee: DSV-Springer verpassen Podest in Garmisch

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Vierschanzentournee  

DSV-Springer verpassen Podest erneut - Jacobsen siegt

02.01.2015, 08:50 Uhr | dpa

Vierschanzentournee: DSV-Springer verpassen Podest in Garmisch. Anders Jacobsen holte sich den Sieg in Garmisch-Partenkirchen.

Anders Jacobsen holte sich den Sieg in Garmisch-Partenkirchen. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Nachdem die deutschen Topspringer Richard Freitag und Severin Freund den erhofften Raketenstart in das WM-Jahr 2015 verpasst hatten, zog der sichtlich angeknockte Bundestrainer ein schonungsloses Halbzeit-Fazit bei der 63. Vierschanzentournee.

"Die nackten Zahlen sind natürlich ernüchternd und nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir müssen feststellen, dass wir heuer wieder nicht so weit waren", sagte Werner Schuster nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Wie schon zum Auftakt flogen Freitag als Neunter und Freund auf Rang zehn am Donnerstag meilenweit an einem Podestplatz vorbei. Beim Sieg des Norwegers Anders Jacobsen blieb den deutschen Hoffnungsträgern nur die Rolle der fairen Gratulanten. "Das ist kein berauschendes Ergebnis. Mit unseren zwei Topleuten ist es wie verhext. Sie kriegen es nicht auf die Reihe", klagte Schuster. "Für sie ist deutlich mehr drin, auch das Podium."

Vor 20 000 Fans setzte sich Jacobsen mit Sprüngen auf 135,5 und 136,5 Meter vor Simon Ammann aus der Schweiz und dem Slowenen Peter Prevc durch. In der Tournee-Gesamtwertung katapultierte sich der Sieger von 2007/08 auf Rang vier vor und richtete eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Ich hoffe, auf diesem Level weitermachen zu können."

Die Gesamtführung behauptete der Österreicher Stefan Kraft mit 561,9 Punkten vor Prevc (560,8) und seinem Landsmann Michael Hayböck (554,8). Bester Deutscher ist Freund (515,2) auf Rang zwölf vor Freitag (513,2).

Zwar gab es für die deutschen Springer kein Debakel wie zum Auftakt in Oberstdorf, doch selbst Freund räumte nach dem durchwachsenen Auftritt ein: "Das war wieder nicht der erhoffte Befreiungsschlag, auch wenn wir auf einem besseren Weg sind."

Schon nach dem ersten Versuch auf 127,5 Meter winkte der Skiflug-Weltmeister enttäuscht ab. "Der Sprung war leider nicht so gut. Ich habe schnell gespürt, dass ich den Druck nicht auf die Kante gebracht habe", sagte der 26-Jährige. Mit 135,5 Metern gelang ihm im Finale immerhin eine deutliche Steigerung. "Der war okay", sagte Freund.

Auch Freitag hatte sein Lächeln nach dem zweiten Versuch auf 134,5 Meter wiedergefunden, nachdem er im ersten Durchgang mit 127 Metern gepatzt hatte. "Da ist seine Energie am Schanzentisch verpufft", urteilte Schuster. "Mit dem zweiten Sprung war ich ganz zufrieden. Aber das Halbzeit-Fazit fällt natürlich durchwachsen aus", meinte Freitag.

Schuster attestierte seinen beiden Vorzeigespringern zumindest Kampfgeist. "Sie geben alles. Für den Alltagsgebrauch reicht es ja auch", stellte er mit Blick auf die guten Leistungen im Weltcup fest. Auf den nächsten Stationen in Innsbruck am Sonntag und Bischofshofen (6. Januar) hofft er endlich auf den Tournee-Durchbruch. "Wir müssen die Emotionen hochhalten, um zwei Topsprünge in einem Wettkampf hinzubekommen", formulierte Schuster den Anspruch.

Dabei hatten die deutschen Topspringer und der Bundestrainer nach dem katastrophalen Start schon am Neujahrstag auf eine sportliche Wende gehofft. Doch im ersten Durchgang präsentierte sich lediglich Marinus Kraus so gut wie das Wetter. Der Team-Olympiasieger eröffnete den Wettbewerb mit einem gelungenen Satz auf 132 Meter und stellte danach freudestrahlend fest: "Ich stand voll unter Strom." Im Finale fiel der 23-Jährige dann jedoch mit 126,5 Metern vom neunten auf den 13. Rang zurück.

Debütant Stephan Leyhe auf Platz 16, Routinier Michael Neumayer als 23. und Andreas Wank, der 30. wurde, sammelten ebenfalls Weltcup-Punkte. Team-Olympiasieger Wank flog dennoch aus der siebenköpfigen Weltcup-Mannschaft und musste schon zur Tournee-Halbzeit die Heimreise antreten. "Wanks Olympia-Bonus ist aufgebraucht", sagte Schuster. Er nimmt stattdessen Daniel Wenig nach Österreich mit. Dort kann auch Markus Eisenbichler nach seinem Aus in der Qualifikation wieder angreifen. "Wir lassen ihn im Team, obwohl er bis jetzt desaströse Leistungen angeboten hat", so Schuster.

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