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Sturz von Simon Ammann war trauriges Vierschanzentournee-Ende

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Skispringen  

Trauriges Tournee-Ende für Ammann - Im Krankenhaus

08.01.2015, 11:32 Uhr | dpa

Sturz von Simon Ammann war trauriges Vierschanzentournee-Ende. Der Schweizer Simon Ammann war in Bischofshofen gestürzt und hatte zwischenzeitlich das Bewusstsein verloren.

Der Schweizer Simon Ammann war in Bischofshofen gestürzt und hatte zwischenzeitlich das Bewusstsein verloren. Foto: Angelika Warmuth. (Quelle: dpa)

Bischofshofen (dpa) - Die vielleicht letzte Tournee-Attacke von Simon Ammann endete auf dramatische Weise im Krankenbett.

Der schwere Sturz beim Finale in Bischofshofen vor den Augen seiner entsetzten Ehefrau Yana mit dem drei Monate alten Söhnchen Theodore im Arm könnten bei dem sympathischen Schweizer möglicherweise Rücktrittsgedanken auslösen.

Vorerst kämpft der viermalige Skisprung-Olympiasieger im Krankenhaus in Schwarzach aber erst einmal um seine Gesundheit. Bei der heftigen Bruchlandung hatte sich der 33-Jährige Prellungen und eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen, wie der Schweizer Skiverband nach den Untersuchungen bestätigte. Ammann bleibt zunächst im Krankenhaus und braucht absolute Ruhe, um sich zu erholen.

Der Sturz löste nicht nur im Schweizer Lager Betroffenheit aus. "Das hat nicht gut ausgesehen. Ich meine erkannt zu haben, dass er kurz bewusstlos war. Ich hoffe, dass er nicht zu schlimme Verletzungen davongetragen hat", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Für Ammann sollte sich bei der 17. Tournee-Teilnahme endlich der Traum vom ersten Gesamtsieg erfüllen. Doch schon beim Auftakt in Oberstdorf stürzte der Weltmeister von 2007 im ersten Versuch und verspielte damit alle Chancen. "Dort hat ihm der langsame Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hier war es eher der glatte Aufsprunghang, wo es ihm die Ski auseinandergerissen hat. Das sah schon ziemlich brutal aus", erklärte Schuster.

Als Ammann kopfüber auf den eisigen Schnee prallte und blutüberströmt im Auslauf liegenblieb, verstummte die Party-Stimmung an der Paul-Außerleitner-Schanze urplötzlich. "Die Landegeschwindigkeit liegt so um die 120 km/h. Bei 120 Sachen mit dem Gesicht den Schnee zu polieren, ist nicht ratsam. Da erkennt dich deine Frau nicht mehr", beschrieb Schuster die fatalen Auswirkungen.

Bereits im Vorjahr war Ammann beim Weltcup in Lillehammer zweimal gestürzt. Damals trug er nur ein paar Schrammen davon. "Er riskiert sein letztes Hemd, hat eine extreme Vorlage und enorme Geschwindigkeit in seinem Sprung. Aber er hat jetzt schon ein paar Mal diese Landungsschwierigkeiten gezeigt. Das hat mit der Bindung und dem Umbau der Schuhe zu tun", analysierte Schuster. "Der Simon hat ein sehr extremes Material. Das erschwert das Ganze, wenn man mal die Balance verliert."

Seiner Ansicht nach hatte Ammann die Situation in Bischofshofen im entscheidenden Moment falsch eingeschätzt. "Er wollte aufs Podium und den Sprung unbedingt stehen. Wenn er sich gleich hätte hinfallen lassen, wäre vielleicht nichts passiert. Doch er hat gedacht, er kriegt es noch in den Griff, und ist dann im denkbar schlechtesten Moment in den Radius hineingestürzt", sagte Schuster.

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