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Severin Freund gewinnt nach Abbruch in Lillehammer

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Zu viel Wind  

Freund gewinnt nach Abbruch in Lillehammer

05.12.2015, 19:16 Uhr | sid

Severin Freund gewinnt nach Abbruch in Lillehammer. Severin Freund hat in Lillehammer die Nase vorn. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Severin Freund hat in Lillehammer die Nase vorn. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Skispringer Severin Freund hat beim nach dem ersten Durchgang abgebrochenen Wind-Weltcup in Lillehammer seinen ersten Saisonsieg gefeiert.

Nach einem mehr als zwei Stunden langen und immer wieder wegen starker Böen unterbrochenen Durchgang lag der 27-Jährige mit einem Sprung auf 94,5 Meter und 129,7 Punkten hauchdünn vor dem Norweger Kenneth Gagnes (129,6). Dritter wurde dessen Landsmann Andreas Sterjnen.

Für Freund, der bei wenig Aufwind einen tadellosen Sprung zeigte, war es der 19. Weltcup-Erfolg, damit ließ er Sven Hannawald (18) hinter sich. Mehr Weltcupsiege haben nur Jens Weißflog (33) und Martin Schmitt (28) auf dem Konto. Bereits in der Vorwoche hatte es in Kuusamo/Finnland ein abgesagtes und ein abgebrochenes Springen ohne Wertung gegeben.

Vier Norweger disqualifiziert

Marinus Kraus belegte nach einem Sprung auf 97,0 Meter Platz fünf, die weiteren DSV-Springer fielen bei der Wind-Lotterie ein wenig ab. Richard Freitag (92,0) kam nicht über Platz 16 hinaus, Andreas Wellinger (91,0) holte als 20. ebenso noch Weltcup-Punkte wie Andreas Wank (97,0) auf Platz 24. Für Stephan Leyhe (90,0) reichte es nur zu Rang 39.

Der Norweger Daniel Tande, Sieger beim zuvor einzigen gewerteten Springen in Klingenthal, wurde nur Sechster und verlor damit die Führung im Gesamtweltcup an Freund, der die große Kristallkugel im Vorjahr gewonnen hatte. Gastgeber Norwegen sorgte beim Heimspiel für eine Farce: Gleich vier Norge-Springer wurden wegen nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert, darunter der Tagesweiteste Joachim Hauer (105,0 Meter).

Springen auf kleinere Schanze verlegt

Wie am vergangenen Wochenende prägten Wetterkapriolen den Wettbewerb in Lillehammer. Wegen der erwarteten Winde war der Wettkampf auf die kleinere und weniger anfällige Normalschanze verlegt worden, doch auch dort kam es immer wieder zu langen Verzögerungen.

Auf die bereits am Vortag abgesagte Qualifikation wurde komplett verzichtet, nach einem Trainingssprung nahmen 73 Starter den ersten Durchgang in Angriff. Nach einer Stunde Wettkampfzeit war erst etwas mehr als ein Drittel der Springer vom Bakken gegangen.

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