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Neujahrsspringen 2016: Meistert Freund die Angst-Schanze?

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Mit altem Schwung ins neue Jahr  

Freund ohne Angst auf den Zitter-Bakken

01.01.2016, 13:07 Uhr | sid

Neujahrsspringen 2016: Meistert Freund die Angst-Schanze?. Severin Freund trifft im ersten Durchgang des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen auf seinen großen slowenischen Rivalen Peter Prevc. (Quelle: imago/Eibner Europa)

Severin Freund trifft im ersten Durchgang des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen auf seinen großen slowenischen Rivalen Peter Prevc. (Quelle: Eibner Europa/imago)

Ein kurzes Prosit, ein paar gute Vorsätze und dann flugs zur Nachtruhe: Severin Freund und Bundestrainer Werner Schuster ordneten auch in der letzten Nacht des Jahres dem großen Ziel Vierschanzen-Tournee alles unter. "Ich bin jetzt seit 35 Jahren dabei, in 33 davon war Silvester für mich eher uninteressant", sagte Schuster: "Mir sind Kracher auf der Schanze deutlich lieber."

Schuster dürfte dabei vor allem an seinen Vorflieger Freund gedacht haben. Auf den Skisprung-Weltmeister wartet beim traditionellen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) eine wahre Herkulesaufgabe: Auf der von ihm wenig geliebten Olympiaschanze will Freund seine knappe Tournee-Führung verteidigen.

Die Generalprobe klappte immerhin vorzüglich: Freund gelangen an Silvester zwei starke Trainingssprünge, der 27-Jährige verzichtete auf die anschließende Qualifikation. "Es war nicht selbstverständlich, dass ich in Garmisch so gut springe. Aber es war das erklärte Ziel, und das habe ich geschafft. Ich habe die Energie aus Oberstdorf gut mitgenommen", sagte Freund. Zur "Strafe" trifft er nun im K.-o.-Duell auf Topfavorit Peter Prevc.

Freunds schlechte Erinnerungen an Garmisch-Partenkirchen?

Dabei hat Freund auf dem Beton-Bakken auf dem Gudiberg bislang meist gepatzt, wenn es ernst wurde. Mehr als Rang sieben sprang für den Skiflug-Weltmeister an Neujahr nie heraus, vor zwei Jahren verpasste er gar den zweiten Durchgang.

Warum die Schanze so besonders ist, erklärt Schuster mit zwei Aspekten: "Erstens ist der Übergang vom Anlauf zum Schanzentisch deutlich schneller und schärfer. Der Athlet hat weniger Zeit, sich auf den Sprung vorzubereiten. Und dann ist es mehr eine Fliegerschanze. Man muss hier schnell eine optimale Flugposition einnehmen. Das macht es knifflig."

Kann Freund die Konkurrenz auf Distanz halten

Immerhin: Im Herbst wurde Freund in Garmisch-Partenkirchen mit großem Abstand Deutscher Meister. "Das waren die besten Sprünge, die ich von ihm dort gesehen habe. Mit dieser Leistung wäre er am Freitag vorne dabei", sagt Schuster. Größte Aufgabe wird es, in der Gesamtwertung nicht zu viel an Boden zu verlieren. Aktuell führt Freund mit 307,2 Punkten knapp vor dem Österreicher Michael Hayböck (304,2) und Topfavorit Peter Prevc aus Slowenien (299,9).

Gut möglich also, dass Prevc und Freund sich ein Privatduell liefern werden, wie so oft in den vergangenen zwei Jahren. "Wir hatten ein paar Erlebnisse mit Peter, die weh taten. In Sotschi hat er im zweiten Durchgang gezaubert und Severin die Medaille weggeschnappt", sagt Schuster. Dafür schlug Freund in der vergangenen Weltcup-Saison zurück und gewann die große Kristallkugel in einem dramatischen Finale vor dem punktgleichen Slowenen.

"Peter hat unter Druck schon Fehler gemacht"

Unschlagbar ist Prevc jedenfalls nicht, das hat Oberstdorf bewiesen. "Peter hat unter Druck schon Fehler gemacht. Aber es wird eine große Aufgabe, diesen Mann in Schach zu halten", sagte Schuster, ehe er sich wieder ganz seinem Vorflieger Freund und der anstehenden Herkulesaufgabe widmete: "Entscheidend für Severin wird, seine Qualität auf die Schanze zu bringen. Danach können wir dann nach Innsbruck schauen."

. (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

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