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ESC-Schlappe von Cascada: Ist die deutsche Politik Schuld?

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Ist jetzt die Politik Schuld am deutschen ESC-Scheitern?

20.05.2013, 08:33 Uhr | jho/sgü/bas, dpa, t-online.de

Cascada-Frontfrau Natalie Horler wurde den Erwartungen beim ESC nicht gerecht. (Quelle: dpa)

Cascada-Frontfrau Natalie Horler wurde den Erwartungen beim ESC nicht gerecht. (Quelle: dpa)

Deutschland hat beim diesjährigen "Eurovision Song Contest" unterirdisch abgeschnitten. Dabei wurde für die 31-jährige Cascada-Frontfrau Natalie Horler ein Platz unter den Top-Zehn vorausgesagt. Am Ende landete sie auf Platz 21. Lag es an der Musik oder an der Interpretin? Jetzt kommt der ARD-Unterhaltungschef um die Ecke und hat eine ganz neue Begründung: Politische Gründe seien Schuld an der ESC-Schlappe in Malmö.

"Wir sind in einer schwierigen Situation. Es gibt sicher auch eine politische Lage", sagte Thomas Schreiber nach dem Grand-Prix-Finale. "Ich will nicht sagen '18 Punkte für Angela Merkel'". Aber man müsse eben auch sehen, das da nicht nur Cascada, sondern auch Deutschland auf der Bühne stand, sagte Schreiber. Diese Theorie betonte er mit Blick auf die Sparanstrengungen der deutschen Regierung in der Euro-Krise. Allerdings schränkte er auch ein: "Analysieren können wir das erst, wenn wir das Voting der Zuschauer und der Jurys kennen."

"Natürlich überrascht und enttäuscht"

Das deutsche Dance-Projekt Cascada kam nur auf den 21. Platz von 26 Finalteilnehmern, obwohl Sängerin Natalie Horler mit ihrem Song "Glorious" von den 11.000 Zuschauern in der Halle wild gefeiert wurde. Sie blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bei Buchmachern war der deutsche Beitrag im Vorfeld als Kandidat für die Top-Zehn gehandelt worden. "Natürlich sind wir alle überrascht und enttäuscht", sagte Cascada-Sängerin Natalie Horler. "Wir haben in der Woche ein viel besseres Feedback vom Publikum und den Medien bekommen."

Horler hatte ihr Lied in der großen Finalsendung im goldenen, mit Glitzersteinen bestickten Kleid sicher präsentiert und während der Darbietung das Publikum sogar noch zum Mitfeiern animiert. Von den 39 Ländern, die in diesem Jahr am ESC teilnahmen, gab es aber dennoch nur aus fünf Ländern Punkte für Deutschland.

Den Sieg holte die Favoritin Emmelie de Forest aus Dänemark mit dem Ohrwurm "Only Teardrops". Auf den zweiten Platz schaffte es Farid Mammadov aus Aserbaidschan mit seiner Ballade "Hold me". Rang drei belegte die ukrainische Sängerin Zlata Ognevich mit dem Lied "Gravity".

ESC: Ein Ereignis voller Überraschungen

"Natürlich hatten wir uns ein anderes Ergebnis erhofft, keine Frage", resümierte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. Für 2014 würden sich die deutschen ESC-Macher "noch mehr auf die Songauswahl konzentrieren".

Das deutsche Ergebnis verkündete in der Live-Fernsehsendung diesmal Lena Meyer-Landrut. Vor Millionen-Publikum unterlief ihr dabei ein peinliches Missgeschick, als sie bei der Punktevergabe Dänemark mit Norwegen verwechselte. "Das war ein Komplett-Ausfall. Es ist mir so unangenehm", sagte Meyer-Landrut wenig später in der ARD.

Bei den deutschen Fernseh-Zuschauern stieß das Musik-Spektakel in diesem Jahr nicht auf die Resonanz der vergangenen Jahre. 8,21 Millionen Zuschauer schauten sich die Übertragung an. Das war mit einem Marktanteil von 34 Prozent der Spitzenplatz bei der Samstagabend-Quote. Im Vergleich zu 2012 aber, als 8,29 Millionen den ESC in der ARD verfolgt hatten, war das Interesse leicht rückläufig.

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20.05.2013, 08:33 Uhr | jho/sgü/bas, dpa, t-online.de

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