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Film - "Der Wert des Menschen": Ausgebeutet und gedemütigt

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"Der Wert des Menschen": Ausgebeutet und gedemütigt

14.03.2016, 10:21 Uhr | dpa

Film - "Der Wert des Menschen": Ausgebeutet und gedemütigt. Vincent Lindon als Thierry Taugourdeau in einer Szene aus dem Film "Der Wert des Menschen" .

Vincent Lindon als Thierry Taugourdeau in einer Szene aus dem Film "Der Wert des Menschen" . Foto: temperclayfilm/dpa. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) – Nach 20 Monaten Arbeitslosigkeit wird Thierry als Sicherheitsmann in einem Supermarkt angestellt. Er soll nicht nur auf die Kunden obersvieren, sondern auch die Angestellten. Dem Supermarkt geht es schlecht und die Direktion sucht Gründe, Mitarbeiter wegen Diebstahl oder anderer Delikte zu entlassen.

Doch in seiner Rolle als Spitzel fühlt sich Thierry immer unwohler. "Der Wert des Menschen" zeichnet das Porträt eines Arbeitslosen, der den gnadenlosen Gesetzen des Kapitalismus ausgesetzt ist und dennoch versucht, seine Würde zu behalten.

Thierry ist 51 Jahre und seit 20 Monaten arbeitslos. Damit zählt er zu jener Alterskategorie, die auf dem Arbeitsmarkt als "schwer vermittelbar" gilt. Thierry hat eine Frau und einen behinderten Sohn zu versorgen, was seine Situation nicht einfacher macht. Stéphane Brizé stellt in seinem Film, der in Cannes 2015 unter dem Titel "La loi du marché" (Das Gesetz des Marktes) Weltpremiere feierte, ungeschönt den Alltag von Thierry dar: sein frustrierendes Gespräch auf dem Arbeitsamt, die herabwürdigende Behandlung von Job-Vermittlern und die allmähliche gesellschaftliche Ausgrenzung.

Obwohl sich Thierry innerlich gegen die soziale Ungerechtigkeit sträubt, kontrolliert er seine Empörung. Doch Rentner und Kassiererinnen zu denunzieren, die Kleindiebstähle aus der Not heraus begehen, lösen in ihm ein moralisches Dilemma aus. Denn auch das Gesetz des Marktes hat seine Grenzen.

Das Sozialdrama Film hat der französische Regisseur Brizé mit Schauspieler Vincent Lindon und mit Laien besetzt, Arbeitern und einfachen Leuten, die im Grunde ihre eigene Rolle verkörpern. Das sei das erste Mal, dass ihn eine Figur wirklich bewege, sagte Lindon in einem Interview.

Mit Menschlichkeit und Nüchternheit zugleich ist er in die Haut einer der mehr als 3,5 Millionen Arbeitslosen in Frankreich geschlüpft. Davon sind mehr als 800 000 Langzeitarbeitslose und Arbeitslose über 50 Jahre. Für seine schauspielerische Leistung wurde der 56-Jährige ("Welcome") in Cannes dann auch als bester Darsteller ausgezeichnet und vor wenigen Wochen mit dem französischen Filmpreis César.

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