02.06.2010, 11:02 Uhr
Deputy Russell Clark (Joe Anderson), Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant), seine Frau Judy (Radha Mitchell) und Becca Darling (Danielle Panabaker) wollen aus dem verwüsteten Ogden Marsh, das durch Infizierte zerstört wurde, fliehen. (Foto: Kinowelt)
Ogden Marsh ist das Ideal der ländlichen Idylle: Eine beschauliche Kleinstadt im Mittleren Westen der USA, in der die Einwohner einander kennen und grüßen. Alles geht seinen gewohnten Gang. Dazu gehört auch das allwöchentliche Baseball-Spiel am Samstagnachmittag. Kein Wunder also, dass große Verwirrung herrscht, als Farmer Rory Hamill (Mike Hickman) urplötzlich auf dem Spielfeld auftaucht und mit seinem Gewehr auf Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant) zielt. Der Gesetzeshüter versucht beruhigend auf Hamill einzuwirken, doch der Farmer scheint völlig verwirrt. Er lässt sich die Waffe nicht abnehmen, so dass Dutton nichts anderes übrig bleibt, als den Angreifer zu erschießen. Erste Vermutungen, Hamill habe unter Alkoholeinfluss gestanden, werden durch den Autopsiebericht widerlegt. Dutton und sein Mitarbeiter Deputy Russel Clank (Joe Anderson) stehen vor einem Rätsel, vor allem, als weitere Fälle des unerklärlichen Wahnsinns auftreten.
Nachdem Farmer Bill Farnum (Brett Rickaby) in völliger geistiger Verwirrung sein Haus angezündet und dabei seine Familie getötet hat, finden Jäger kurz darauf einen toten Fallschirmspringer und ein abgestürztes Militärflugzeug im Wald unweit der Stadt. Schnell wird Dutton klar: Die Vorfälle im Ort müssen mit der Fracht des Flugzeugs zusammenhängen, welche sich in den See, der die Stadt mit Trinkwasser versorgt, ergossen hat. Doch noch bevor er irgendwelche Maßnahmen ergreifen kann, rückt das Militär an und versucht mit aller Gewalt, Ogden Marsh unter Quarantäne zu stellen. Zunächst werden Gesunde von Menschen mit Symptomen getrennt. Schnell gerät die Aktion außer Kontrolle, als die nicht infizierten Stadtbewohner versuchen, ihre Familienangehörigen aus der Isolation zu befreien. Das Militär beginnt, wahllos auf alle zu schießen, während immer mehr Menschen dem Wahnsinn verfallen und die Stadt in ein mörderisches Inferno verwandeln. Sheriff Dutton sieht als einzigen Ausweg die Flucht, dabei steckt seine hochschwangere Frau Judy (Radha Mitchell) mitten im Chaos aus Mord und Zerstörung und versucht verzweifelt, ihrem Verderben zu entkommen.
1973 schuf Autor und Regisseur George Romero mit "The Crazies" einen wahren Klassiker des Horrorgenres. Es barg also ein gewisses Risiko, sich dieses Stoffes für ein Remake anzunehmen. Als sich Regisseur Breck Eisner dieser Herausforderung stellte, waren die Erwartungen an das Ergebnis entsprechend hoch. Doch mit Hilfe seiner Drehbauchautoren Ray Wright ("Puls- Du bist tot, bevor du stirbst") und Scott Kosar ("Amityville Horror") sowie einer überzeugenden Besetzung - allen voran Timothy Olyphant als Sheriff David Dutton - ist Eisner eine würdige Neuauflage gelungen, die sowohl Kenner des Originals als auch dem noch unbedarften Publikum so manchen Adrenalinschub bescheren wird.
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