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Dr. Mark Benecke über Vampirjäger, Weichspülvampire und echte Blutsauger

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Dr. Mark Benecke im großen Blutsauger-Gespräch

01.10.2012, 13:59 Uhr | mth, t-online.de

Dr. Mark Benecke über Vampirjäger, Weichspülvampire und echte Blutsauger. Dr, Mark Benecke kennt sich mit Vampiren aus. (Quelle: braindrain photography for benecke.com)

Dr, Mark Benecke kennt sich mit Vampiren aus. (Quelle: braindrain photography for benecke.com)

Am 3. Oktober startet mit "Abraham Lincoln Vampirjäger" von "Wanted"-Regisseur Timur Bekmambetov ein weiterer Film in den deutschen Kinos, in dem die untoten Blutsauger eine überaus wichtige Rolle spielen. Offenbar liegen Vampire zurzeit schwer im Trend, und das nicht erst seit dem Welterfolg der "Twilight"-Roman- und Filmserie. Warum das so ist, das wollten wir von Deutschlands bekanntestem Kriminalbiologen und ausgewiesenem Vampir-Spezialisten Dr. Mark Benecke wissen. Mit ihm sprachen wir über Vampirjäger, Weichspülvampire und echte Blutsauger.

In "Abraham Lincoln Vampirjäger" tragen die Vampire zwar durchgehend Sonnenbrillen, können sich aber im Tageslicht bewegen. Ob das nicht dem klassischen Vampirmotiv widerspricht, interessierte uns als erstes. "Dass Vampire nicht im Tageslicht gehen können, wurde für Hollywood entwickelt", sagt Dr. Mark Benecke. "Bei 'Dracula'-Autor Bram Stoker können sich Vampire problemlos im Licht bewegen. Sie verfügen dann nur über weniger Kräfte. So gesehen sind auch die Vampire in 'Abraham Lincoln Vampirjäger' Rückgriffe auf ganz klassische Vampirmotive: Monster, die im Licht gehen und sich als Menschen tarnen können."

"'Twilight'? Weichspülvampire ..."

Weit weniger gut gefallen Benecke die "Weichspülvampire" aus der erfolgreichen "Twilight"-Serie. "Das ist die Vampir-Version für Kinder und frustrierte Hausfrauen", sagt er. Allerdings sei es auch so, dass sich das Vampirmotiv dauernd neu erschaffe. Dabei seien die jeweiligen Autoren eher Werkzeuge dieses tief verwurzelten Motivs. Eines Motivs, "das jeder Mensch verstehen kann: ewige Liebe, ewige Verbundenheit, und dass man aus Liebe etwas Hässliches tut. So gesehen kann ich auch mit 'Twlight' leben, Und eigentlich ist es ja ganz nett, dass sich eine neue Generation mit diesem Motiv auseinandersetzt."

"Die Faszination für Vampire war schon immer da"

Filme wie "Abraham Lincoln Vampirjäger" oder eben auch die "Twilight"-Reihe stehen für eine seit längerer Zeit zu beobachtende große Beliebtheit der Blutsauger in Literatur, TV und Film. Wie erklärt sich Mark Benecke diesen Trend? "Ich glaube, die Faszination für Vampire war schon immer da. Der Roman 'Dracula' hat das Motiv dann für die moderne Welt verfügbar und auch verdaulich gemacht", sagt er. "Dennoch hätte 'Dracula' auch schnell wieder in Vergessenheit geraten können, denn Bestsellerautoren gab es zu Stokers Zeit im angloamerikanischen Raum genügend. Das Vampirmotiv macht aber den Unterschied. Damals ist also losgebrochen, was seitdem nie mehr aufgehört hat. Jetzt hat sich das alles nur in ganz neue Gefäße ergossen."

Und diese Gefäße unterscheiden sich sehr stark, weiß Benecke. "Jetzt hast du Vampire für Kinder, Vampire für sehnsüchtige Hausfrauen, Vampire für Leute, die es mal richtig krachen lassen wollen, Real-Life-Vampyre, die wirklich Blut trinken. Das alles finde ich gut. Diversifizierung begrüße ich", sagt er.

Vampire unter uns

In den beiden Bänden seines Buchs "Vampire unter uns!" hat sich Mark Benecke intensiv mit der kleinen Szene der Real-Life-Vamypre (das "y" im Namen markiert den Unterschied zu den Vampiren aus Film und Literatur) beschäftigt. Das seien zumeist sensible, intelligente Menschen, die häufig unter Angstzuständen, Depressionen oder auch unter schwierigen Kindheitserlebnissen gelitten hätten.

Das Besondere an dieser Subkultur sei, dass die Sehnsucht nach bestimmten Aspekten des Vampirmotivs - wie eben das Trinken von Blut - bei den Vampyren schon vorher da war, "und erst dann haben sie Filme mit Vampire gesehen - oft schon mit acht oder neun Jahren heimlich hinter dem Sofa der Eltern sitzend - und gemerkt: Jetzt verstehe ich das. Das ist das, was ich bin".

Basierend auf den Werken der US-Autorin Anne Rice habe sich dann die Vampyr-Szene gegründet. Vor allem der Roman "Interview mit einem Vampir" und die gleichnamige Verfilmung mit Tom Cruise und Brad Pitt habe die Ästhetik der Szene geprägt. "Es gab in den 1990er Jahren einen großen Vampyr-Ball, da war Anne Rice auch dabei, und da ging das dann durch die Decke", sagt Benecke. "Und diese heimlichen, schönen und romantischen Vampyr-Bälle irgendwo im Wald, die gibt es auch heute noch."

Das komplette Interview mit Dr. Mark benecke können Sie hier lesen.

Kinostart "Abraham Lincoln Vampirjäger": 3. Oktober 2012

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