14.12.2012, 16:42 Uhr | mth, T-Online
Matt (Josh Peck), Robert (Josh Hutcherson) und Jed (Chris Hemsworth) beobachten die Eindringlinge (v.l.n.r.). (Quelle: Concorde)
John Milius' Actionkracher "Die rote Flut" (1984) zählt zu den härtesten Actionfilmen der achtziger Jahre - und hierzulande auch zu den umstrittensten. Stuntprofi Dan Bradley legt nun ein Remake vor, in dem die Jungstars Chris Hemsworth, Josh Hutcherson, Josh Peck und Adrianne Palicki die Rollen von Patrick Swayze, Charlie Sheen, C.Thomas Howell und Jennifer Gray übernehmen. Den Trailer und eine exklusive Filmszene sehen Sie jetzt bei t-online.de.
Die Handlung ist schnell erzählt: Nordkoreanische Truppen besetzten überraschend Teile der USA. In der Kleinstadt Spokane können lediglich einige Teenager der Gefangennahme entgehen. Unter der Führung des Ex-Marines Jed (Hemsworth) beginnen sie mit geklauten Waffen einen Guerilla-Krieg gegen die Invasoren.
Milius' in einer eisigen Phase des Kalten Kriegs entstandener Film setzte auf seine jugendlichen Hauptdarsteller - die anschließend erfolgreich durchstarten konnten - und auf knallharte Kriegsaction mit Explosionen und Geballer im Sekundentakt.
Eingebettet war diese Mischung in unverhohlene Kalter-Krieg-Propaganda. Die Gegner bestanden aus kubanischen, nicaraguanischen und sowjetischen Truppen, die gegenüber den heroischen US-Jugendlichen als barbarische Unmenschen dargestellt wurden. Dementsprechend war es in der Logik des Films moralisch unbedenklich, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Das alles passte zur Polemik der Reagan-Regierung wie die Faust aufs Auge. Kein Wunder, dass es aus dem Lager der Friedensbewegten harsche Kritik hagelte. In großen deutschen Städten gab es Protestkundgebungen gegen den Film, weshalb er aus vielen Kinos schnell wieder verschwand.
Eigentlich sollte Bradleys Remake bereits 2010 in die Kinos kommen. Allerdings war da noch China als böse Besatzungsmacht installiert gewesen. Infolge der Annäherung der USA an die asiatische Supermacht mit der starken Wirtschaft, war das dann den Machern offenbar zu heikel. Deshalb musste der komplette Film überarbeitet werden. Nun ist also Nordkorea der Bösewicht. Was die Handlung nicht unbedingt plausibler macht.
Sieht man von den ganzen politischen Implikationen ab, dann dürfte "Red Dawn" zumindest als Actionstreifen einiges zu bieten haben. Und das auch etwas "familienfreundlicher" als das Original. "Die rote Flut" stand bis ins Jahr 2001 auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien und besitzt immer noch eine FSK18-Freigabe.
Kinostart "Red Dawn": 27. Dezember 2012
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Quelle: mth, T-Online
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