20.12.2012, 16:49 Uhr | mth, t-online.de
Ein Hauch von "Drive": Tom Cruise gibt im Sportwagen aus den Siebzigern den schweigsamen Typen. (Quelle: Paramount)
Jack Reacher ist ein Gerechtigkeitsfanatiker. Wer Unrecht tut, den bestraft er mit brutaler Härte und tödlicher Konsequenz. Bewaffnet ist der stoische Einzelgänger dabei nur mit seinen Fäusten - und einer Reisezahnbürste, die er auf seiner Odyssee durch die Vereinigten Statten stets mit sich führt.
Jetzt schlüpft Tom Cruise in die Rolle des erbarmungslosen Ex-Militärpolizisten. Dabei zeigt sich der ewige Sunnyboy von seiner bisher grimmigsten Seite in einem bemerkenswert geradlinigen Actionthriller.
Erfunden wurde Reacher vom britischen Autoren Lee Child, der den Kämpfer für Gerechtigkeit 1997 im Roman "Killing Floor" (dt. "Größenwahn") auf seinen ersten Einsatz schickte. Mittlerweile ist die Buchreihe weltweit erfolgreich und besitzt eine große Fangemeinde. Und die reagierte erwartungsgemäß kritisch auf die Ankündigung, dass ihr Held, der in der Buchreihe körperlich eher in der Schwarzenegger-Liga spielt, in der Kinoadaption nun von Tom Cruise verkörpert werden soll.
Das weiß auch Regisseur und Drehbuchautor Christopher McQuarrie ("Die üblichen Verdächtigen"). Er ist sich aber gewiss, dass die Fankritik verstummen wird, sobald man Cruise in Aktion sieht. "Tom spielt hier eine Rolle, die er noch nie zuvor gespielt hat", sagt McQuarrie dem britischen Filmmagazin "Empire". "Und diese Rolle ist dem viel ähnlicher, wie Tom wirklich ist."
Tatsächlich steht ein komplett durchtrainierter Cruise im Film in allen zum Teil sehr körperlichen Actionszenen seinen Mann. Und den knallharten Einzelgänger nimmt man ihm ebenfalls ab, auch wenn dies für Fans von Cruises "freundlicheren" Filmen sicherlich gewöhnungsbedürftig sein dürfte.
"Jack Reacher" basiert auf dem Roman "One Shot" (dt. "Sniper"), dem neunten der Reihe. Der Film beginnt mit der Attacke eines Heckenschützen, der mehrere Menschen zum Opfer fallen. Der mutmaßliche Täter, ein ehemaliger Soldat, äußert im Verhör nur einen Satz: "Holt Jack Reacher." Also machen sich die Behörden auf die Suche nach dem untergetauchten Ex-Militärpolizisten.
Als Reacher schließlich auf der Bildfläche erscheint, stellt er eigene Ermittlungen zu den Morden an. Mit seiner skrupellosen und unnachgiebigen Art zieht er schnell den Zorn der ortsansässigen Polizei auf sich. Und auch die Graue Eminenz der Stadt, genannt "The Zec" (verkörpert von Deutschlands Star-Regisseur Werner Herzog bei einem seiner seltenen Ausflüge vor die Kamera), ist von Reachers Suche nach der Wahrheit alles andere als begeistert.
"Jack Reacher" startet zu Beginn eines Jahres in den Kinos, das zu einem der erfolgreichsten in der langen Karriere von Tom Cruise werden könnte. Seitdem er in "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" (weltweites Einspielergebnis rund 700 Millionen Dollar) sein wiedererlangtes Kassen-Potenzial beweisen konnte, fliegen ihm die Blockbuster-Rollen geradewegs zu.
Am 18. April 2013 wird er im Science-Fiction-Film "Oblivion" von "Tron: Legacy"-Regisseur Joseph Kosinski als Hauptdarsteller zu sehen sein. Dem Genre bleibt er in "All You Need Is Kill", der ebenfalls noch in diesem Jahr anlaufen soll, treu. Außerdem wird er Hugh Jackman als "Van Helsing" beerben. Darüber hinaus ist eine weitere Fortsetzung für "Mission: Impossible" angekündigt.
Kinostart "Jack Reacher": 3. Januar 2013
Quelle: mth, t-online.de
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