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    Zero Dark Thirty ist der Aufreger der Filmsaison - Jagd auf Osama

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    Politthriller "Zero Dark Thirty": die Abgründe im Krieg gegen den Terror

    04.02.2013, 17:35 Uhr | t-online.de, dapd

    Zero Dark Thirty ist der Aufreger der Filmsaison - Jagd auf Osama. Nacht-und-Nebel-Aktion: Elitesoldaten auf dem Weg zu Terrorführer Bin Laden (Quelle: Universal)

    Nacht-und-Nebel-Aktion: Elitesoldaten auf dem Weg zu Terrorführer Bin Laden (Quelle: Universal)

    In der Nacht zum 2. Mai 2011 wurde Osama Bin Laden von einem Trupp US-Navy SEALS im pakistanischen Abbottabad erschossen. Das Actiondrama "Zero Dark Thirty" schildert im Detail die zehnjährige Jagd nach dem saudischen Millionärssohn und Terroristen. Mit ihrem dokumentarisch anmutenden Abriss dieser Geheimdienstaktivitäten, zu denen auch das berüchtigte "Waterboarding" zählt, sorgt Regisseurin Kathryn Bigelow für den Aufreger dieser Filmsaison.

    In den Mittelpunkt ihres fünfmal Oscar-nominierten Films stellt Bigelow jedoch eine fiktive Figur, die junge CIA-Agentin Maya, aus deren Perspektive die Suche meist gezeigt wird. Mit ihr wirft die Filmemacherin auch den Zuschauer gleich ins kalte Wasser. Der Film beginnt 2001 mit den per Handy übermittelten Hilferufen der in den brennenden Türmen des World Trade Centers eingeschlossenen Menschen. Und wechselt unvermittelt ins Jahr 2003 und zur "Waterboarding"-Folter in geheimen Gefängnissen, in denen CIA-Agenten mutmaßlichen Al-Kaida-Mitgliedern Informationen abzupressen versuchen. 

    Filmbilder aus "Zero Dark Thirty"

    Nach jahrelanger Suche eine heiße Spur nach Pakistan 

    Einer der Zuschauer ist CIA-Neuling Maya, eine schöne Rothaarige. Sie hat sich nicht um den Einsatz beworben und ist schockiert von den brutalen Verhörmethoden. Doch auf der zehnjährigen Jagd entwickelt sie, im Zuge weiterer Attentate und blutiger Rückschläge, kaltblütige Entschlossenheit. Die Analystin wird zur treibenden Kraft der Verfolger und macht ihren zögerlichen Chefs Feuer unterm Hintern. Eine scheinbar erkaltete Spur erweist sich als heiß und führt, über zahllose Umwege, schließlich zur Enttarnung jenes unscheinbaren Gebäudes, in dem sich Bin Laden mit seiner Familie versteckt.

    Wie Bigelows Oscargekröntes Irakdrama "Tödliches Kommando" ist auch "Zero Dark Thrity" von jener paradoxen Stimmung aus Nüchternheit und Leidenschaft geprägt, die nur eine von Männerwelten faszinierte Frau hinbekommt. Tatsächlich wird die für den Oscar nominierte Jessica Chastain in der Rolle der Maya zu einem "positiven" Macho. Als die Suche aussichtslos scheint, setzt sie sich mit unerwartetem Temperament gegen ängstliche Bürohengste durch. So kommt der Thriller in drei Phasen - zuerst das Stochern im Nebel, dann die scheinbare Sackgasse, schließlich der Sturm auf Bin Ladens Versteck - allmählich auf Betriebstemperatur. 

    Öffentliche Kontroverse um Folterszenen 

    Die Spionagearbeit wird zwar vorrangig als zäh und frustrierend geschildert. Da werden erfolglos Überläufer angeworben und Telefone überwacht, Scharen von Analysten diskutieren kleinste Regungen verdächtiger Personen, spekulieren endlos über Wahrscheinlichkeiten. Dokumente werden verbaselt, Namen verwechselt, befreundete Kollegen in Bombenanschlägen getötet. "Action" findet vor allem beim Showdown mit dem mit Nachtsichtgeräten und fast in Echtzeit gezeigten Zugriff auf den bärtigen Terrorpaten statt. Doch riskant sind vor allem die ausführlichen Folterszenen, die in den USA zu einer erbitterten Kontroverse führten. 

    Viel Feind, viel Ehr': Bigelow wird von der einen Seite vorgeworfen, mit ihrer neutralen Darstellung das "Water Boarding" zu legitimieren und zu wenig Distanz zum Geheimdienstapparat zu haben. Die andere Seite lässt untersuchen, ob sie sich unerlaubt Zugang zu Top-Secret-Material verschafft hat. Doch es scheint, als ob mit der unerschrockenen Regisseurin die Überbringerin der schlechten Nachricht - dass eben Folter als Mittel zur Informationsbeschaffung eingesetzt wurde - abgestraft werden soll. Dabei besteht die Größe dieses Meisterwerks gerade in seiner moralischen Ambivalenz, die den Zuschauer mehr berührt als ein billiges Gut-Böse-Schema. 

    Kinostart "Zero Dark Thirty": 31. Januar 2013

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