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Cannes 2016: Ken Loach gewinnt die Goldene Palme

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Deutsche Favoritin geht leer aus  

Brite Ken Loach gewinnt Goldene Palme

23.05.2016, 16:50 Uhr | AFP

Cannes 2016: Ken Loach gewinnt die Goldene Palme. Ken Loach freut sich über die Goldene Palme. (Quelle: dpa)

Ken Loach freut sich über die Goldene Palme. (Quelle: dpa)

Der britische Regisseur Ken Loach hat beim diesjährigen Filmfestival von Cannes die Goldene Palme gewonnen. Der 79-Jährige erhielt den begehrten Preis am Sonntagabend überraschend für sein Sozialdrama "I, Daniel Blake". Damit ging die deutsche Regisseurin Maren Ade leer aus, die mit ihrer Tragikomödie "Toni Erdmann" zu den Favoriten gezählt hatte.

Loach überzeugte die Jury unter dem Vorsitz des Australiers George Miller mit seinem Film über den kafkaesken Kampf eines Schreiners um staatliche Unterstützung, nachdem er wegen eines Herzinfarkts nicht mehr arbeiten kann. Insgesamt hatten 21 Filme im offiziellen Wettbewerb um die Goldene Palme konkurriert, neben Ade galt im Vorfeld auch US-Regisseur Jim Jarmusch mit seinem Werk "Paterson" als Anwärter für den Preis.

Preisträger kritisiert "neoliberale Ideen"

In seiner Dankesrede kritisierte der linksgerichtete Filmemacher Loach scharf die "neoliberalen Ideen", die "uns der Katastrophe nahe gebracht haben". "Diese neoliberalen Praktiken haben Millionen von Menschen in die Armut getrieben, von Griechenland bis Portugal, während sich eine kleine Minderheit auf beschämende Art bereichert hat", sagte Loach. Zugleich betonte er, "wir müssen sagen, dass eine andere Welt möglich ist".

Loach ist bekannt für seine Dramen, in denen er die Schicksale sozial Benachteiligter darstellt und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten anprangert. 2006 hatte er bereits die Goldene Palme für das Kriegsdrama "The Wind That Shakes The Barley" gewonnen.

Kritikerpreis für Maren Ade

Auch wenn Maren Ade die Goldene Palme in diesem Jahr nicht gewinnen konnte, so konnte sie immerhin den Kritikerpreis der internationalen Filmpresse mit nach Hause nehmen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bedauerte in Berlin, dass es für Ade "trotz fantastischer Kritiken" nicht für die Goldene Palme gereicht habe. Er gratulierte der Filmemacherin aber zum Kritikerpreis, ebenso wie Ken Loach zu seiner Goldenen Palme.

Ades Hauptdarstellerin geht ebenfalls leer aus

Auch Ades Hauptdarstellerin Sandra Hüller war im Rennen für den Preis als beste Schauspielerin gewesen und musste sich der Philippinerin Jaclyn Jose geschlagen geben. Die 52-Jährige erhielt die begehrte Auszeichnung für ihre Leistung in dem Anti-Korruptions-Drama "Ma' Rosa" von Brillante Mendoza.

Bester Schauspieler wurde der Iraner Shahab Hosseini. Der 42-Jährige erhielt den Preis für seine Rolle in dem Film "The Salesman" von dem iranischen Regisseur Asghar Farhadi. "Dieser Preis gehört meinem Volk und ich gebe ihm von ganzem Herzen den Preis", sagte Hosseini in seiner Dankesrede.

Regisseur Farhadi wurde zudem für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Der 44-Jährige erzählt in "The Salesman" die Geschichte eines Schauspielerpaares, dessen Leben durch einen Angriff auf die Frau aus der Bahn geworfen wird. Farhadi und Hosseini hatten bereits für den Film "A Separation" von 2011 zusammengearbeitet, der den Oscar als bester ausländischer Film gewonnen hatte.

Großer Preis der Jury an kanadisches "Wunderkind"

Der Große Preis der Jury ging an den erst 27 Jahre alten Kanadier Xavier Dolan, der als Wunderkind der Branche gilt, für seinen Film "Juste la fin du monde". Darin versammelte er die Crème de la Crème des französischen Films: Marion Cotillard, Vincent Cassel, Léa Seydoux und Nathalie Baye.

Den Preis für die beste Regie teilen sich dieses Jahr der Rumäne Cristian Mungiu für seinen Anti-Korruptions-Film "Graduation" ("Baccalauréat") und der Franzose Olivier Assayas für seinen Thriller "Personal Shopper" mit US-Star Kristen Stewart.

Bereits zum dritten Mal erhielt die Britin Andrea Arnold den Preis der Jury, sie war in diesem Jahr mit "American Honey" angetreten. Der Franzose Jean-Pierre Léaud erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Léaud spielte in zahlreichen Filmen des verstorbenen Mitbegründers der Nouvelle Vague, François Truffaut.

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