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Deutschlandpremieren beim Filmfestival Braunschweig

05.11.2016, 13:50 Uhr | dpa

Film: Deutschlandpremieren beim Filmfestival Braunschweig. Gleeson bekommt den Hauptpreis des Filmfestivals Braunschweig.

Gleeson bekommt den Hauptpreis des Filmfestivals Braunschweig. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Braunschweig (dpa) - Den Chancenlosen, die dennoch weiterkämpfen, widmet das diesjährige Internationale Filmfestival Braunschweig seine Aufmerksamkeit. Bei der 30. Ausgabe des Events buhlen zehn Produktionen von Film-Neulingen aus neun verschiedenen Ländern um die Auszeichnung "Der Heinrich".

Neun der Produktionen sind Deutschlandpremieren. Das Publikum kann während des Festivals vom 7. bis 13. November aus den zehn Filmen seinen Liebling wählen. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 10 000 Euro.

Die Filme zeigten Menschen, die kaum Erwartungen an ihre Zukunft hätten, erklärte Festivaldirektor Michael Aust. "Wenn sich ihnen eine Chance zum Aufbruch bietet, versuchen sie diese dennoch zu ergreifen - und müssen dann erkennen, dass ihre Hoffnungen enttäuscht werden und sie kämpfen und sich deutlich weiter entwickeln müssen, um weiterexistieren zu können."

Der mit 15 000 Euro dotierte Hauptpreis des Festivals geht in diesem Jahr an den irischen Schauspieler Brendan Gleeson. Der 61-Jährige bekommt den Europa-Preis für seine herausragenden Leistungen für die europäische Filmkultur, begründeten die Organisatoren. Gleeson ist bekannt aus den Filmen "Braveheart", "Edge of Tomorrow" oder "Am Sonntag bist du tot".

Filmkomponist Patrick Doyle wird für sein Lebenswerk mit dem "Weißen Löwen" ausgezeichnet. Der Schotte hat die Musik zu Filmen wie "Thor", "Cinderella" oder "Bridget Jones" komponiert. Am 10. November spielt Doyle mit dem Staatsorchester die deutsche Premiere seines Stummfilms "It - Das Gewisse Etwas" im Schloss. Bereits zur Eröffnung des Festivals spielt das Orchester live zu Shakespeares Historiendrama "Henry V.", das Laurence Olivier 1944 verfilmte.

Das Festival zeigt an sechs Tagen insgesamt 344 Filme aus 50 Ländern, darunter sind 48 Deutschlandpremieren. Dazu kommen Musikvideos und fünf Filmkonzerte.

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