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Hanekes "Happy End": Ein Film über emotionale Blindheit

09.10.2017, 11:52 Uhr | dpa

Film - Hanekes "Happy End": Ein Film über emotionale Blindheit. Michael Haneke: "Die Menschen waren nie besonders gut.

Michael Haneke: "Die Menschen waren nie besonders gut." Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Michael Haneke (75) hat mit "Happy End" einen Film gedreht, in dem es um eine bürgerliche Familie in Calais in Nordfrankreich geht, die plötzlich mit der Flüchtlingskrise konfrontiert wird.

Um Immigration geht es in dem Drama aber nicht. Er habe einen Film über die emotionale Blindheit der Menschen gedreht, wie der österreichische Regisseur in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Frage: In Deutschland wurde mit der Thematik der Flüchtlinge teilweise anders umgegangen - dort entstand das Wort der Willkommenskultur. Vielleicht ist die Menschheit doch nicht so schlecht?

Antwort: Das Thema des Films ist nicht Immigration. Es geht darum, dass die Menschen sich vor allem um sich selbst kümmern. Es geht um die eigene Nabelschau, um emotionale Blindheit, die sich nicht nur gegen Immigranten richtet.

Frage: Halten Sie diese emotionale Blindheit kennzeichnend für unsere heutige Gesellschaft?

Antwort: Ich empfinde das so. Die Menschen waren nie besonders gut. Die emotionale Blindheit ist ein Charakteristikum unseres Jahrhunderts. Die Menschen sind überfordert und verschließen sich.

Frage: In dem Film sind zahlreiche Szenen nicht mit der Kamera gedreht, sondern mit einem Smartphone. War das technisch interessanter für Sie?

Antwort: Wenn wir über uns und unsere Gesellschaft reden, dann können wir dieses Medium nicht ausblenden. Es bestimmt den Alltag der Menschen.

Frage: In welcher Sprache fühlen Sie sich mehr Zuhause? In Deutsch oder Französisch?

Antwort: Ich schreibe auf Deutsch, übersetzt wird dann auf Französisch. Aber die erotischen Dialoge sind auf Französisch leichter und eleganter. Deutsch ist keine Sprache der Erotik. Das wird dann entweder vulgär oder prüder. Frankreich hat eine lange Tradition erotischer Literatur. Spannend war für mich die Synchronisierung der erotischen Dialoge.

ZUR PERSON: Der österreichische Filmemacher und Drehbuchautor Michael Haneke wurde am 23. März 1942 in München geboren. Aufgewachsen ist der Sohn eines Schauspielers aus Düsseldorf und einer österreichischen Burgschauspielerin in der Nähe von Wien. Sein erster Kinofilm "Der siebente Kontinent" erschien Ende der 80er Jahre. Haneke wurde in Cannes bereits mit zwei Goldenen Palmen ausgezeichnet, im Jahr 2012 für das Drama "Liebe" und 2009 für "Das weiße Band".

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