07.12.2012, 16:10 Uhr | dpa
Darmstadt (dpa) - Der deutsche PEN hat ein Gedenken an den inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union verlangt.
In einem am Freitag veröffentlichen Brief an Norwegens König Harald schlägt die deutsche Schriftstellervereinigung bei der Zeremonie in Oslo am 10. Dezember ein "Innehalten" vor. Der PEN erinnert daran, dass Liu Xiaobo vor zwei Jahren den Preis nicht in Empfang nehmen durfte. "Damals schauten wir einen leeren Sitz an." Im deutschen PEN sind nach eigenen Angaben rund 700 Autoren organisiert.
Liu Xiaobo ist PEN-Ehrenvorsitzender in China. In einem Aufruf haben 134 Nobelpreisträger verlangt, ihn aus der Haft und dessen Frau Liu Xia aus dem Hausarrest zu entlassen. Der chinesische Literaturnobelpreisträger Mo Yan hatte sich auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Stockholm dieser Forderung nicht anschließen wollen.
Quelle: dpa
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