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Wolfgang Herrndorf: Sein Blog erscheint als Buch bei Rowohlt

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"Arbeit und Struktur"  

Wolfgang Herrndorf beging Selbstmord - Sein Blog soll als Buch erscheinen

29.08.2013, 14:54 Uhr | dpa

Wolfgang Herrndorf: Sein Blog erscheint als Buch bei Rowohlt. Wolfgang Herrndorf ist tot.

Wolfgang Herrndorf ist tot. (Quelle: dpa)

Wolfgang Herrndorfs Blog, in dem der krebskranke Autor über sein Leben schrieb, soll als Buch veröffentlicht werden. Dies sei auch der Wunsch des Schriftstellers gewesen, teilte der Rowohlt Verlag auf Anfrage mit. "Es erscheint bei uns." Ein Termin stehe noch nicht fest.

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In dem Internet-Tagebuch "Arbeit und Struktur" erzählte Herrndorf von seinem Leben mit dem Tod, was viele Leser sehr bewegte. Der Schriftsteller starb am Montag im Alter von 48 Jahren in Berlin.

Sein bekanntestes Buch ist die Ausreißer-Geschichte "Tschick", die sich 1,2 Millionen Mal verkaufte und auch erfolgreich als Theaterfassung gezeigt wird. Ob und wie sie verfilmt wird, steht nach Angaben des Verlages nicht fest.

Das Internet-Tagebuch beginnt am 8. März 2010, nach einer Einlieferung in die Psychiatrie, und endet am 20. August 2013. Es ist ein ebenso erschütterndes wie bitter-komisches Dokument von Wut und Verzweiflung, Angst und Überlebenskampf.

Die Frage "Warum ich?", die sich angeblich viele Krebskranke stellten, sei ihm noch nicht gekommen, schreibt Herrndorf im Januar 2011. "Warum denn nicht ich? Willkommen in der biochemischen Lotterie."

Ein Eintrag einige Wochen vor seinem Tod lautet: "Am liebsten das Grab in dem kleinen Friedhof im Grunewald, wo auch Nico liegt. Und, wenn es nicht vermessen ist, vielleicht ein ganz kleines aus zwei T-Schienen stümperhaft zusammengeschweißtes Metallkreuz mit Blick aufs Wasser, dort, wo ich starb."

Mit "Nico" meinte Herrndorf möglicherweise die Sängerin von Velvet Underground, die auf besagtem Friedhof begraben ist. Am "Schluss" des Blogs steht: "Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen."

Ähnliches hatte seine Kollegin und Weggefährtin Kathrin Passig zuvor bei Twitter veröffentlicht. Sie hatte erklärt, Herrndorf sei nicht an Krebs gestorben.

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