28.03.2011, 10:05 Uhr | Henrik Hamelmann / Intro, t-online.de
BAP sagen: Alles "Halv su wild". (Foto: Gaudenz Danuser / EMI)
Am 30. März feiert Wolfgang Niedecken seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass erscheint – aus dem Blickwinkel vieler BAP-Fans: endlich – seine Autobiographie mit dem Titel "Für ’ne Moment". Fast wirkt es, als sei das zeitgleich veröffentlichte neue BAP-Album "Halv su wild" dadurch zur Nebensache verkommen. Ist es das wirklich?
Es ist mehr als nur eine Binsenweisheit, dass man BAP nur dann vollkommen verstehen kann, wenn man selbst mal in oder um Köln gelebt hat. Denn kaum eine Band, die dem Genre populärer Musik zugerechnet werden möchte, betont ihre lokalen Bezüge so sehr wie sie. Ihnen daraus außerhalb Kölns einen Strick zu drehen, kontern sie mit einem gelassen kölschen "Halv su wild". So heißt ihr neues, 16. Studioalbum, das genauso seelenruhig mit Vorwürfen umgeht, BAP würden sich mittlerweile in ihren Songs nur noch wiederholen. Ja, sie tun das, und zwar voller Stolz.
Nüchtern ausgedrückt, ist "Halv su wild" ein BAP-Album wie am Reißbrett erdacht. Es hat rockige Nummern ("Karl-Heinz"), romantische Balladen ("Noh all dänne Johre") und etwas für den Karneval ("Un donoh ess dä Karneval vorbei"), alles nach bewährtem Muster. Kölsch ausgedrückt, fahren BAP in guter Brauchtumsmanier all das auf, was das Herz berührt. Ganz in ihrer unnachahmlichen Weise. Man kann sich seine Lesart gerne selbst aussuchen.
Warum die Kölner ihren "Wolfjang" so verehren, ist leicht zu erklären: Er gibt ihnen mit seinen Songs das Gefühl, dass ihre geliebte Stadt tatsächlich das Zentrale ist, was es auf dem ganzen Erdenrund zu entdecken gibt. Bestes Beispiel ist die luftig-leichte Reggae-Nummer "Chlodwigplatz", eigentlich ein überraschendes, schönes Stück über Niedeckens Jugend. Im Refrain heißt es entsprechend aus dem Blickwinkel des kleinen Jungen: "Der Nabel der Welt ist der Chlodwigplatz". Und die Kölner werden genau diese Zeile nur allzu gern missverstehen, sie so allgemein gültig wie lauthals mitsingen. Und eben darin liegt der Schlüssel, um das kölsche Gemüt und den Reiz einer BAP-Platte zu verstehen. Wie heißt es so schön in Artikel 3 des kölschen Grundgesetzes? "Et hätt noch immer jot jejange". "Halv su wild" ändert daran nichts.
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28.03.2011, 10:05 Uhr | Henrik Hamelmann / Intro, t-online.de
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