21.11.2012, 13:52 Uhr | Florian Genau / Intro
Kaum eine Band diesseits der Rolling Stones hat es so lange zusammen ausgehalten wie die Puhdys. Im mittlerweile 43. Jahr ihrer Bandgeschichte wollen es die Ostrocker noch einmal wissen. Mit "Es war schön" erscheinen nun 13 neue Songs der Band um den Sänger Dieter "Maschine" Birr.
Die Puhdys sind Kult. So sehr, dass es neben dem Tivoli in Freiberg, wo die Band einstmals ihren ersten Auftritt hatte, seit zwei Jahren sogar einen Gedenkstein zum 40-jährigen Bandjubiläum gibt. Da sich die Band aber nicht auf alten Erfolgen ausruhen will, gibt es vier Jahre nach dem letzten Album "Abenteuer" nun mit "Es war schön" ein neues Werk der fünfköpfigen Band aus Brandenburg.
Der Spagat zwischen den eigenen Wurzeln und dem Willen zur Weiterentwicklung ist für viele Bands ein schwieriges Thema. Leider sind die Puhdys den falschen Weg gegangen und bekommen es hin, selbst Themen wie Alzheimer oder Tod textlich in die Belanglosigkeit zu treiben. "Der Himmel grau und trist, wo du jetzt auch bist / das was wahr, scheint ewig lange her." Der Versuch eine Tiefe zu vermitteln, die nicht vorhanden ist, scheitert gnadenlos. Musikalisch ist das Album handwerklich zwar nicht schlecht, aber außergewöhnlich gut ist hier kein einziger Song.
Die Zeit hat an den Puhdys gezehrt und die großen Zeiten sind lang vorbei. Was übrig bleibt, ist nur noch eine verblichene Kopie der Kultband. Texte, für die sich selbst Lyrik-Legastheniker wie Unheilig schämen werden, begleitet von zu oft gehörten Melodien. Der Titel "Es war schön", könnte das Album nicht passender umschreiben. Die Betonung muss hier aber leider auf dem "war" liegen, denn der Jetzt-Zustand ist alles andere als "schön".
Quelle: Florian Genau / Intro
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