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Mal was Neues wagen: Lightning Dust mit "Fantasy"

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Mal was Neues wagen: Lightning Dust mit "Fantasy"

17.07.2013, 08:07 Uhr | dpa

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. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Weg vom Indie-Folk, hin zum Synthie-Pop: Die kanadische Band Lightning Dust bleibt mit ihrem dritten Album "Fantasy" auf dem Minimal-Pfad, wagt aber auch Neues.

Lightning Dust - das sind die kanadischen Künstler Amber Webber und Josh Wells. Die beiden kennen sich von der Zusammenarbeit in der Rockband Black Mountain. Als Lightning Dust grenzen sich beide klar ab. "Wir wollten etwas Minimalistisches machen, mit viel Raum. Es sollte eher dramatisch oder theatralisch sein", so Webber gegenüber dem Musikmagazin "Exclaim."

Auf den ersten beiden Alben, "Lightning Dust" und "Infinite Light", hatte das noch eher nach Indie-Folk geklungen: Webbers zarte Stimme mit viel Vibrato, unterstützt von sanftem Gitarreneinsatz.

Das neue Album "Fantasy" hält, was der Name verspricht: Die Band entwickelt sich spielerisch und sehr atmosphärisch weiter. Inspiriert wurden die beiden Künstler unter anderem durch die Filmmusik von Horror-Spezialist John Carpenter, die stark von Synthesizern lebt. Besonders der Einsatz von Wells MPC 2000, einem alten Hardwaresequenzer, ist aus dem neuen Album herauszuhören.

Stark ist die Band, wenn sie sich etwas zutraut. "Loaded Gun" ist eines dieser Stücke: Ungewohnt hart ist der Beat hier, mit einem deutlichen Staccato am Anfang. Danach sorgt die spielerische Abwechslung von Webbers zarter Stimme und den synthetischen Beats für unerwartete Momente. Oft überraschen Webber und Wells in ihren Liedern positiv: "In The City Tonight" oder "Mirrors" sind Beispiele dafür. Auch die ruhigen Töne gelingen der Band: Sei es in "Agatha" oder in "Moon", wo neue Wege zwar gegangen, aber nicht mühsam erzwungen werden.

Doch es klappt nicht immer: Wie in dem Stück "Fire Flesh and Bone" können Experimente auch scheitern. Dann wirkt das Zusammenspiel der beiden Künstler noch nicht harmonisch, überdeckt die Elektronik Webbers Stimme. So bleibt es trotz interessanter Ideen bei sich wiederholenden Fragmenten. Minimalistisch ist das ohne Frage, in Teilen aber leider schlichtweg redundant.

Webber und Wells sagten, sie seien am Ende der Produktion beide überrascht gewesen, wie elektronisch ihr neues Werk geworden sei. Man darf gespannt sein, wohin es die Band als nächstes zieht.

17.07.2013, 08:07 Uhr | dpa

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