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Viel Beatles-Aroma im Blackberries-Sound

16.06.2016, 16:07 Uhr | dpa

Musik: Viel Beatles-Aroma im Blackberries-Sound. Die Blackberries mögen es psychedelisch.

Die Blackberries mögen es psychedelisch. Foto: Jens Vetter. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Auf der deutschen Pop- und Rock-Landkarte ist Solingen bisher noch nicht groß aufgefallen. Mit den Blackberries könnte sich das jetzt ändern. Wobei sich ihr Sound genausogut irgendwo zwischen London, Sheffield und Liverpool verorten ließe.

Denn Julian (Gesang/Gitarre), Piet (Bass/Gesang), Joscha (Keyboards) und Sebastian (Schlagzeug) - so die Vornamen der vier Brombeer-Jungs aus der 160 000-Einwohner-Stadt im Bergischen Land - machen auf "Greenwich Mean Time" (Unique/Groove Attack) klassisch-zeitlosen Britpop. Mal mehr, mal weniger retro, aber stets auf hohem Niveau.

In "Flowers Paint The Sky" gelingt ihnen eine formidable Beatles-Hommage, die jenseits des leckeren Aromas von "Strawberry Fields Forever" noch mindestens dreimal die Richtung wechselt, einmal gar mit einer energiegeladenen Krautrock-Exkursion. Sowas Feines gelingt nichtmal auf der Insel allzu vielen jungen Bands.

Neben den "Fab Four" dürften sich im Plattenregal der Blackberries auch alte Scheiben von The Zombies, The Kinks oder Love finden. Der hohe Psychedelia-Anteil ihrer Musik - etwa in "Mrs. Lavande" oder dem prächtigen Chor-Arrangement des Album-Highlights "Slow Down" - liefert für diese Vermutung so manchen Beleg.

Dass hier Bands wie die ihrerseits Brit-Psychedelia-beeinflussten Shack oder aber - berühmter und aktueller - die Arctic Monkeys Spuren hinterlassen haben, ist ebenfalls spürbar (Anspieltipp: "Demons"). Die Lieder der Blackberries machen es sich dabei nie zu einfach, sie vermeiden jede billige Anmache als "deutsche Beatles" à la Fool's Garden.

Nimmt man noch eine Prise Prog-Rock hinzu (etwa im komplex zerdehnten elfeinhalbminütigen Closer "My Love Still Shines"), etwas Westcoast-Pop und unaufdringlich eingestreutes Doors-Georgel, dann hat man den Sound des Quartetts aus der NRW-Provinz ganz gut eingegrenzt. Dass die Blackberries mit Julian Müller auch noch einen mit Recht sehr selbstbewussten, kompetenten Sänger haben, macht das Glück für Britpop-Verehrer perfekt.

Nur eines passt nicht in dieses kunterbunte Band-Puzzle: Ihr Bison-Albumcover lässt eher auf eine Countryrock-Truppe schließen. Sei's drum.

Tourdaten: Bonn (9.7.), Burg Herzberg Festival (29.7.), Bonn (6.8.) und Metropolis Festival, Kiesgrube Pfafingen (13.8.)

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