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Musik  

Lowly verbinden Elektropop und Polit-Frust

26.02.2017, 16:39 Uhr | dpa

Musik: Lowly verbinden Elektropop und Polit-Frust. Bei Lowly hört man Radiohead durch.

Bei Lowly hört man Radiohead durch. Eigenständig ist die Band aus Dänemark gleichwohl. Foto: Bella Union/[PIAS] Cooperative. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Hochmelodischer Indie-Pop mit viel Elektronik und vertrackten Rhythmen ist das Metier von Lowly, dem dänischen Quintett um die Sängerinnen Nanna Schannong und Soffie Viemose aus Aarhus.

Nicht nur für ein Debütalbum sind die elf mitunter an Radiohead, Kate Bush oder die Cocteau Twins erinnernden Songs von bemerkenswerter Reife und eindringlicher Wucht.

Der Albumtitel "Heba" verweist indes auf eine weitere, eine politische Dimension der Lowly-Lieder. Denn Heba, das ist auch der Name einer syrischen Freundin von Schannong, Viemose und Keyboarder Kasper Staub.

"Sie kam nach Dänemark, um hier mit ihrem Mann zu leben und vor dem Krieg in Syrien sicher zu sein", erzählt Staub über den Hintergrund des Albums. "Wir sind eigentlich keine sehr politische Band, aber wir nahmen die Platte auf, als Tausende Menschen flohen und getötet wurden. Der Frust über Europa und unser eigenes Land, das Hilfe verweigert, weil Bürokratie wichtiger ist als Menschenleben - das hat uns tief berührt und beeinflusst. Davon handeln die Texte, aber es gibt auch ganz normale Liebeslieder - dafür ist Heba ja ebenfalls ein Symbol."

Musikalisch ist "Heba" ein Album, das große Gesten nicht scheut, mit teilweise bombastischen Art-Pop-Melodien, viel Hall und Effekten in Liedern wie dem tollen Opener "Still Life" oder dem berauschenden "No Hands". Gelegentlich ist spürbar, dass Radiohead die einzige Band sind, auf die sich alle fünf Lowly-Leute einigen können - aber für einen Erstling ist die Platte letztlich doch ziemlich eigenständig.

"Es gibt da draußen keine zweite Band wie sie, das ist ziemlich aufregend", sagt Simon Raymonde (ex-Cocteau Twins), der Lowly für sein Qualitätslabel Bella Union gewinnen konnte. "Wer schon so früh solch emotionale Musik macht, der hat grenzenlose Möglichkeiten vor sich."

Konzerte: 3.4. Köln, 4.4. Berlin, 5.4. Hamburg

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