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Musik - Wasserfuhr-Brüder: Von Hückeswagen nach New York

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Musik  

Wasserfuhr-Brüder: Von Hückeswagen nach New York

28.02.2017, 06:02 Uhr | dpa

Musik - Wasserfuhr-Brüder: Von Hückeswagen nach New York. Julian und Roman Wasserfuhr haben sich von New Yorker Jazz-Größen begleiten lassen.

Julian und Roman Wasserfuhr haben sich von New Yorker Jazz-Größen begleiten lassen. Foto: Jimmykatz/ACT. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Die Idee mit New York hatte ihr Produzent - und Julian und Roman Wasserfuhr sagten sofort zu.

"Ich war vorher schon einmal in New York", sagt Julian im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben vor zwölf Jahren eine Zeit in Boston studiert und da habe ich einmal mit der Hochschulbigband in New York gespielt, aber da sieht man ja nicht so viel."

Diesmal war alles anders: Das berühmte Systems Two-Studio in Brooklyn, mit Musikern wie Donny McCaslin und Tim Lefebvre, die zuvor bei David Bowies letztem Album dabei waren. Herausgekommen ist "Landed in Brooklyn", ein groovig-melodiöses Jazz-Album.

"Das ist natürlich echt ein gutes Erlebnis, wenn man nach New York fährt, da wo Jazz halt ein ganz anderes Level hat", sagt Roman Wasserfuhr. Einige Stücke hatten die Brüder schon vor dem New York-Plan fertig, für den Rest haben sie sich von der Energie der Millionenmetropole inspirieren lassen - und das Finale kam dann im Studio. "Das ist ein ganz anderer Spirit, ganz andere Vibes. Der Produzent kommt ja auch aus Brooklyn, das ist einfach eine andere Mentalität."

Berühmte Musiker wie McCaslin und Lefebvre für das Projekt gewinnen zu können, sei ein Traum gewesen, sagt Roman. "In Deutschland ist immer alles auf Prestige und Geld und alles schick und hier sind die halt einfach sehr cool und haben Bock zu spielen. Wenn die das cool finden und da Bock drauf haben, dann machen die das einfach." Auch über Bowie sei im Studio gesprochen worden. "Man unterhält sich schon darüber, wie das so war für die, weil das ja auch eigentlich mit Jazz gar nicht so viel zu tun hatte, aber es ging mehr darum, dass jeder so seine Eindrücke und Erfahrungen mitbringt und da spielt das natürlich auch eine Rolle, weil das ja auch ein Einfluss für die Musiker ist."

Lefebvre und McCaslin, für den die Wasserfuhr-Brüder erstmals eigene Saxofon-Songs schrieben, und der Schlagzeuger Nate Wood hätten ihre eigenen Ideen in das Album eingebracht, sagt Roman Wasserfuhr. "Das ist genau das, worauf es ankommt, der Song bekommt dann nochmal eine ganz andere Nuance, das ist das spannende." Ihre Musik habe sich dadurch weiterentwickelt. "Wir waren vorher ein bisschen seicht und jetzt hat alles seinen festen Beat." Mit dem Album, ihrem inzwischen fünften, gehen die Brüder den Rest des Jahres auf Tour.

Aber trotz aller New York-Begeisterung: Zuhause ist und bleibt Hückeswagen, ein 15 000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Köln. Dort sind die beiden aufgewachsen, der Vater ist klassischer Klarinettist, die Mutter Sängerin. Julian wird dieses Jahr 30, Roman 32, aber ans Ausziehen denken sie nicht. "Das ist ganz cool, wenn man auf Tour ist, viel erlebt, und sich dann an einen Ort zurückziehen kann, wo nicht so viel Action ist. Wir haben ein großes Haus mit drei Etagen, in der Mitte leben unsere Eltern, wir haben oben so unsere WG und unten ist im Basement unser Studio." Und natürlich gibt es auch eine Familienband. "Ja klar, das machen wir immer noch. Meine Mama hat vor einem halben Jahr auch noch angefangen, Tuba zu lernen."

Ihre Alben schreiben die Brüder zusammen. "Meistens fängt es an mit irgendwelchen Chords, einer macht die Melodie", sagt Julian Wasserfuhr. "Meistens an anderen Instrumenten als unseren eigenen, da entstehen mehr Ideen, manchmal hat man eine Melodie und singt die ins Handy ein, manchmal arbeiten wir das auch erst Jahre später aus." Die Musik habe sie zusammengeschweißt, auch wenn sie sich trotzdem manchmal auf die Nerven gingen. "Aber musikalisch passt es immer." Ihr gemeinsames Ziel: "Das Jazz-Publikum in Deutschland verjüngen und möglichst viele Eindrücke sammeln, die Musik weiterentwickeln und uns selbst weiterentwickeln."

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