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Musik  

Punk Revisited: The Damned und Buzzcocks

09.03.2017, 06:02 Uhr | dpa

Musik - Punk Revisited: The Damned und Buzzcocks. The Damned in action.

The Damned in action.Foto: John Ingham. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Zwei Toilettenhausreiniger (Rat Scabies, Captain Sensible), ein Totengräber (Dave Vanian) und ein Visconti-Fan (Brian James) - ein bessere No-Future-Bio, wie The Damned sie besitzt, bekommt man kaum hin.

Und diese Band von Loosern hat Punk-Geschichte geschrieben. Mit "New Rose" veröffentlichten The Damned 1976 nicht nur die erste britische Punk-Single, mit "Damned Damned Damned" (BMG/ADA) hatten sie vor 40 Jahren (18. Februar 1977) auch bei den Alben die Nase vorn. Jetzt ist das erste britische Punk-Album, das auf dem legendären Stiff-Label erschienen war, neu aufgelegt worden.

Bei aller historischer Glorie - ihre Songs, "meistens im Tempo eines gehetzten Waldaffens vorgetragen" ("Sounds"), zünden auch heute noch. "Neat Neat Neat", "Fan Club", "Born To Kill" oder "New Rose" - alles Hits für die Pogo-Mania.

Und dazu ein kongeniales Cover, das längst ikonischen Charakter gewonnen hat. Heute sehen die vier Jungspunde mit Tortenresten im Gesicht zwar mehr nach rotznasigem Kindergeburtstag aus, 1977 verhieß das Artwork vor allem aber eins: Aufruhr!

All die öden Fantasy-Cover der damaligen Top-Grafiker wie Roger Dean (Yes) oder Hipgnosis (Pink Floyd) - mit einem Schlag weggefegt und durch eine neue Schmuddel-Ästhetik ersetzt.

Zu diesen frühen Bilderstürmern gehörten auch die Buzzcocks, die den Pop in den Punk zurückbrachten und durch die Hintertür die Beatles wieder hereinließen, nachdem The Damned die Fab Four mit ihrer Version von "Help" (B-Seite von "New Rose") noch vom Sockel stießen.

Von den geschliffenen und harmonischen Melodien sind die Buzzcocks in ihrer Anfangszeit noch ein gehöriges Stück weit entfernt. Die raue Unmittelbarkeit der DIY-Kultur spiegelt sich in dem Demo-Album "Time's Up" (Domino) wieder, das bisher nur als Bootleg kursierte und jetzt auch regulär veröffentlicht wird.

Und während die Rock-Dinosaurier sich monatelang im Studio einschlossen und Unsummen verbraten haben, ging es bei den Buzzcocks ratzfatz. Am 18. Oktober 1976 ging das Quartett ins Studio, spielte 11 Songs ein und knallte 45 Pfund auf den Tresen.

Fertig war eine Handvoll lauter, ungehobelter und ungestümer Songs, die den Geist des Punk atmen: Einfach machen, Spaß haben, nicht an Morgen denken und schauen, was passiert. Ob man seine Instrumente beherrschte - völlig egal. Diesen Charme und die ganze Energie des Punk kristallisiert sich auf "Time's Up", ein Schlag ins Gesicht für alle Sound-Ästheten.

Wenig später betraten die Buzzcocks mit der inzwischen auch neu veröffentlichten EP "Spiral Scratch, ein Destillat von "Time's Up", ganz offiziell die Bühne.

Und wer einen komprimierten Blick über die Wurzeln des Punk erhalten will, der sollte nochmal zu dem Damned-Album greifen, das mit einem profunden Essay im liebevoll gestalteten Booklet aufwartet.

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