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Ron Sexsmith: Pop-Perfektion aus Kanada

04.05.2017, 14:38 Uhr | dpa

Musik - Ron Sexsmith: Pop-Perfektion aus Kanada. Ron Sexsmith wartet immer noch auf den großen Durchbruch.

Ron Sexsmith wartet immer noch auf den großen Durchbruch. Foto: Vanessa Heins. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Popkritiker-Phrase vom Weltklasse-Songwriter, den kaum einer kennt, ist ziemlich ausgelutscht. Bei Ron Sexsmith darf sie aber nochmal sein: Er ist (und bleibt wohl leider auch) einer der weltbesten weitgehend unbekannten Melodien-Erfinder.

Vielleicht liegt es an seiner nicht klassisch schönen, manchmal etwas leiernden Stimme oder auch an seiner notorischen Schüchternheit, dass es in 25 Jahren voll wunderbarer Alben und trotz viel Kollegen-Lobs für den Kanadier nie ganz zum Durchbruch reichte. Dabei schreibt Sexsmith spätestens seit den Meisterwerken "Cobblestone Runway" (2002) und "Retriever" (2004) pro Platte eine Handvoll Lieder für die Ewigkeit, auf einer Höhe mit Paul McCartney, Harry Nilsson, Randy Newman oder Elton John.

Zuletzt war freilich fast schon zu viel Wohlklang-Routine eingekehrt. Das Ende April erschienene Album "The Last Rider" (Cooking Vinyl/Sony) gehört nun aber zu den allerbesten Werken des 53-Jährigen. Ausnahmsweise sei hier einmal die Werbung zitiert, denn sie übertreibt nicht: "15 neue, fröhliche, traurige, romantische, bittersüße, erhebende, spirituelle und geistreiche Songs" gibt es zu hören.

Schönere Lieder als das streichergesäumte "Who We Are Right Now", das ähnlich prächtige "Shoreline", das herzzerreißende "Only Trouble Is" oder die nostalgische Hymne "Man At The Gate (1913)" wird man dieses Jahr lange suchen müssen. Andere Stücke wie "Breakfast Ethereal" oder "Every Last Word" gehören eigentlich mit all ihrer Beatles-Pracht in jedes gute Radioprogramm, und das beschwingte "Dreams Are Bigger" (mit Klimperklavier und Bläsern) erinnert wohltuend an den Sixties-Britpop der Kinks.

Ron Sexsmith (der - soviel zum oben erwähnten Kritikpunkt - auf diesem Album auch noch so gut singt wie nie zuvor) hat "The Last Rider" in der Nähe seiner Heimat Toronto mit einer bewährten Liveband aufgenommen, und so entspannt und harmonisch klingen diese meisterhaften Popsongs denn auch. Selbst wenn man die Hoffnung fast aufgegeben hat: Es wäre dem stets etwas traurig dreinblickenden Mann sehr zu wünschen, dass ihm mit dieser grandiosen Platte doch noch ein paar Pop-Gourmets mehr zuhören. Damit die ausgelutschte Kritiker-Phrase endlich ausgedient hat.

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