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Die neue Joni? Nein, The Weather Station!

19.10.2017, 08:02 Uhr | dpa

Musik: Die neue Joni? Nein, The Weather Station!. Tamara Lindeman alias The Weather Station ist ein Meisterstück gelungen.

Tamara Lindeman alias The Weather Station ist ein Meisterstück gelungen. Foto: Label. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Joni Mitchell ist ein, wenn nicht der Monolith unter den nordamerikanischen Songwriterinnen. Erst recht für jemanden, der wie Mitchell aus Kanada stammt. Was kann eine Musikerin wie Tamara Lindeman alias The Weather Station also tun?

Am besten irgendwann ein Album aufnehmen, das qualitativ zumindest in die Nähe der 73 Jahre alten Folk-Ikone kommt. Und das hat Lindeman nun mit ihrem selbstbetitelten vierten Werk getan. "The Weather Station" (Paradise Of Bachelors/Cargo) ist ein veritables Meisterstück der 32-jährigen Singer-Songwriterin aus Toronto, der Experten schon länger eine Menge zutrauen.

Die auf dem Cover selbstbewusst dreinblickende Künstlerin setzt sich von Mitchells zeitweiligen Free-Jazz-Experimenten verbal gleich mal ab. "Ich wollte eine Rock 'n' Roll-Platte machen", sagt sie - um gleich verschmitzt hinzuzufügen: "Aber natürlich eine, die nicht nach Rock 'n' Roll klingt."

Verzerrte Gitarren haben auf diesem mit einer erstklassigen Band eingespielten Album durchaus ihren Platz (etwa gleich im Opener "Free"), aber auch akustische, mit Lindemans schöner Stimme zart intonierte Folkpop-Songs wie "Black Flies". Am stärksten nach dem unerreichbaren Vorbild klingt Lindeman in den nachdenklichen, mit feinen Streicher-Arrangements verzierten Balladen "I Don't Know What To Say" und "The Most Dangerous Thing About You".

Wie man sich vor der leider schon lange verstummten Joni Mitchell verbeugen und zugleich von ihr emanzipieren kann, beweist seit einiger Zeit auch eine jungen Britin, die manchmal in Ätherische abdriftende Laura Marling. Lindemans Sound ist handfester, robuster und insgesamt auch zugänglicher.

Beide Künstlerinnen erweisen Mitchell sehr eindrucksvoll die Ehre, und beide tun es ohne devote Gesten. "The Weather Station" kann mit Marlings im März erschienenen, hochgelobten Werk "Semper Femina" jedenfalls locker mithalten, und das sagt schon einiges über die Qualität dieser elf Songs aus.

Live präsentiert Lindeman ihr Album am 29. Oktober im Berliner Club "Monarch", im Vorprogramm spielt der ebenfalls herausragende US-Songwriter Will Stratton. Eine Top-Kombination - und ein Pflichttermin für Folk-Fans.

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