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"Rock am Ring" wird abgebrochen: Festival wegen Unwetter beendet

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Mehr als 70 Verletzte  

Unwetter bescheren "Rock am Ring" ein vorzeitiges Ende

05.06.2016, 16:26 Uhr | dpa

"Rock am Ring" wird abgebrochen: Festival wegen Unwetter beendet. Irgendwann machte es keinen Spaß mehr: "Rock am Ring versinkt im Schlamm und muss vor Wetterrisiko kapitulieren.  (Quelle: AP/dpa)

Irgendwann machte es keinen Spaß mehr: "Rock am Ring versinkt im Schlamm und muss vor Wetterrisiko kapitulieren. (Quelle: AP/dpa)

Unwetter haben am Wochenende erneut über Teilen Deutschlands gewütet. Nach Blitzeinschlägen mit mehr als 70 Verletzten brachen Behörden das Festival "Rock am Ring" mit rund 90.000 Besuchern ab.

Rock am Ring - bei der Abreise half nur noch gemeinsames Schieben.  (Quelle: dpa)Rock am Ring - bei der Abreise half nur noch gemeinsames Schieben. (Quelle: dpa)

Bei "Rock am Ring" auf völlig verschlammtem Gelände hatte es am Samstagabend nach zwischenzeitlicher Unterbrechung noch Konzerte der US-Band Red Hot Chili Peppers und der Band The BossHoss gegeben. Am Sonntagvormittag machten sich die Besucher dann auf den Heimweg. Traktoren mussten Wohnmobile aus dem Gelände ziehen.

Veranstalter: "Höhere Gewalt"

Konzertveranstalter Marek Lieberberg sprach von einem Fall "höherer Gewalt". Man habe sich der Anordnung gebeugt, auch wenn man das Festival gerne am Sonntag zum Abschluss gebracht hätte. Dem Innenminister von Rheinland-Pfalz warf er vor, die Verantwortung für die Absage auf die Gemeinde abgeschoben zu haben.

Ausgerockt: Die Naturgewalt war zu stark und das Risiko für die Besucher zu groß (Quelle: imago/Reichwein)Ausgerockt: Die Naturgewalt war zu stark und das Risiko für die Besucher zu groß. (Quelle: imago/Reichwein)

Sicherheit geht vor

Das gab es in 30 Jahren "Rock am Ring" noch nie: Die katastrophale Wetterlage zwang den Veranstalter zunächst zu einer siebenstündigen Unterbrechung des Spektakels, dann zum vorzeitigen Abbruch. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD), der nach den Blitzeinschlägen nach Mendig geeilt war, sagte: "Ich weiß, mit welcher Freude die Besucher hier dabei sind und wie viel ihnen das Festival bedeutet." Aber die Sicherheit gehe vor.

"Es kam ganz plötzlich"

Es passierte am Freitagabend beim Auftritt des Comedy-Rocker-Duos Tenacious D: Mit dem nahenden Unwetter wurden die Besucher über Lautsprecher aufgerufen, von Metallzäunen zurückzutreten und ihre Zelte aufzusuchen. "Es kam ganz plötzlich, so etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Besucherin Dani. Blitze schlugen ein und verletzten junge Besucher, Krankenwagen brausten heran, Blaulicht zuckte durch die Nacht, ein Rettungshubschrauber landete.

Füße knöcheltief im Morast

Der Starkregen zerstörte auch viele Zelte. Die Rockfans bargen ihre Schlafsäcke und Grills, halfen sich gegenseitig und trösteten sich mit in Planschbecken gekühltem Bier. Und sie tanzten - in Gummistiefeln oder barfuß, in kurzen Hosen und Regenjacken. Die Wiesen waren völlig verschlammt, die Füße sanken knöcheltief in den Morast ein, manche Pfützen waren groß wie Teiche. 

Gähnende Leere herrschte am Samstagnachmittag im abgesperrten Bereich vor den Bühnen. Ein zweites Gewitter brach über das Gelände herein, für kurze Zeit war der Strom weg. Als Tobias schon unterwegs war, gab es erneut Lautsprecherdurchsagen mit der Aufforderung, sich in die Zelte zu begeben. Aber dann geschah ein kleines Wunder. Das weitere Unwetter zog vorbei. Die Lautsprecherboxen vor den Bühnen wurden hochgehievt, und die Security-Leute gaben die Eingänge frei. Zehntausende strömten vor die beiden Bühnen. 

"Was habt ihr alle durchgemacht"

Die beiden letzten Bands, die das Festival vorzeitig beendeten, gingen auf das Unwetter ein. Benjamin Kowalewicz, Sänger des kanadischen Rock-Quartetts Billy Talent, widmete einen Song den Verletzten des Blitzeinschlags. Und die weit nach Mitternacht auftretende Berliner Country-Rock-Band The BossHoss bekundete den im Schlamm stehenden Besuchern ihren Respekt: "Was habt ihr alle durchgemacht, und trotzdem seid ihr noch hier!"

"Rock am Ring" forever!

Am Morgen danach ergriff eine bleierne Stille den "Rock am Ring". Bei diesigem Wetter packten die Rockfans ihre Rucksäcke, stellten sich an den Haltestellen für die Busse nach Koblenz an. Lisa will nächstes Jahr wiederkommen, dann zum fünften Mal: "Egal ob Regen, Hagel, Sonnenbrand - "Rock am Ring" forever!"

Rock am Ring: Nach den Gewittern kam die Hitze und die Kreislaufkollapse - die Helfer hatten alle Hände voll zu tun.   (Quelle: dpa)Rock am Ring: Nach den Gewittern kam die Hitze und die Kreislaufkollapse - die Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Wasser war oft die erste Hilfe - als ob es nicht schon genug Wasser von oben gegeben hätte. (Quelle: dpa)

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