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Angelina Jolie: Krebs-Experte rät zur Eierstock-Entfernung

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Krebs-Experte rät Angelina Jolie, auch die Eierstöcke zu entfernen

14.05.2013, 15:55 Uhr | jho / LS, AFP

Angelina Jolie: Krebs-Experte rät zur Eierstock-Entfernung. Angelina Jolie: Aus Angst vor Brustkrebs ließ sie sich die Brüste amputieren. (Quelle: Reuters)

Angelina Jolie: Aus Angst vor Brustkrebs ließ sie sich die Brüste amputieren. (Quelle: Reuters)

Es war eine überraschende und erschütternde Meldung: Angelina Jolie hat sich aus Angst vor Krebs vorsorglich beide Brüste abnehmen lassen. "Ist das nicht übertrieben?", werden sicherlich viele fragen. "Nein", sagt der renommierte Schweizer Krebsspezialist Franco Cavalli und erklärt, warum der Hollywood-Star sich richtig entschieden hat und auch die Eierstöcke herausnehmen lassen sollte: "Wenn sie radikal sein will, muss sie sich die Eierstöcke ebenfalls entfernen."

Ein Gentest hatte ergeben, dass Angelina Jolie ein mutiertes BRCA-Gen in sich trägt, das ihr Brust- und Eierstockkrebsrisiko deutlich erhöhe. Bei Brustkrebs auf 87 Prozent. "Diese Gentests sind extrem zuverlässig. In den USA ist diese Methode zudem sehr verbreitet. Dort entfernt man sogar schon Mädchen im Alter von 18, 19 Jahren die Brüste, wenn der Gentest positiv ausgefallen ist", so der Onkologe gegenüber der Onlineausgabe der "Aargauer Zeitung".

Ein Restrisiko bleibt

Ganz ist das Brustkrebsrisiko damit aber immer noch nicht gebannt. Laut Franco Cavalli besteht ein Restrisiko von fünf bis zehn Prozent. "Gerade die erbliche Form von Brustkrebs ist sehr aggressiv. Auch wenn die Brüste entfernt wurden, können sich später in den Eierstöcken noch Krebszellen bilden. Auch das Restgewebe in den Achselhöhlen und am Brustkorb kann noch metastasieren."

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Angelina Jolie hatte ihre Brustentfernung in einem Beitrag für die "New York Times" veröffentlicht. "Meine Mutter hat den Krebs fast ein Jahrzehnt lang bekämpft und ist mit 56 Jahren gestorben", schreibt die 37-Jährige in dem Beitrag "My Medical Choice" ("Meine medizinische Entscheidung"). Ihre ersten Enkelkinder habe sie noch erlebt, "aber meine anderen Kinder werden nie die Chance haben, sie kennenzulernen und zu erfahren, wie liebevoll und gütig sie war", so Jolie.

Behandlung Ende April abgeschlossen

"Als ich mich der Realität gestellt habe, habe ich entschieden, proaktiv zu sein und das Risiko so weit es geht zu minimieren. Ich habe mich zu einer vorsorglichen doppelten Mastektomie entschieden", erklärt Jolie ihren Schritt. Sie habe mit den Brüsten begonnen, weil das Krebsrisiko dort höher sei als an den Eierstöcken. Zudem sei die Operation schwieriger.

Die medizinische Behandlung, die die Amputationen mit einschloss, habe Anfang Februar begonnen und wurde Ende April mit der Rekonstruktion der Brüste mittels Implantaten abgeschlossen.

Offen berichtet sie von den Eingriffen. So dauerte die Hauptoperation, bei der Brustgewebe entfernt und temporäre Füller eingesetzt wurden, acht Stunden. "Du wachst auf mit Ablassschläuchen und Expandern in der Brust. Es fühlt sich an, wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film", erinnert sich Angelina Jolie. "Aber einige Tage nach dem Eingriff, kannst du zu deinem normalen Leben zurückkehren."

Neun Wochen nach dieser OP fand der finale Eingriff statt, bei dem die Brüste mit Implantaten rekonstruiert wurden. Dank vieler Fortschritte in den vergangenen Jahren kann das Resultat wunderschön aussehen, so die Schauspielerin: "Ich fühle mich nicht weniger als Frau."

Jolie: andere Frauen sollen von Erfahrungen profitieren

Bislang habe sie dies alles geheim halten wollen. Nun gehe sie aber an die Öffentlichkeit, damit andere Frauen von ihren Erfahrungen profitieren könnten. "Heutzutage kannst du durch einen Bluttest herausfinden, ob du besonders anfällig für Brust- oder Eierstockkrebs bist und entsprechend handeln."

Die Entscheidung, sich die Brüste amputieren zu lassen, sei ihr nicht leicht gefallen, so Angelina Jolie. Aber sie sei glücklich, sie getroffen zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, liege nun bei fünf Prozent. "Ich kann meinen Kindern jetzt sagen, dass sie keine Angst haben müssen, mich durch Brustkrebs zu verlieren".

Mehr als ein paar kleine Narben seien nicht zurückgeblieben, so Jolie. Und sie fühle sich auch nicht weniger als Frau. Ganz im Gegenteil: "Ich fühle mich bestärkt dadurch, dass ich eine starke Wahl getroffen habe, die in keiner Weise meine Weiblichkeit verringert."

Angelina Jolie und ihr Lebensgefährte Brad Pitt haben drei adoptierte und drei gemeinsame Kinder. Sie sei glücklich, einen Partner wie Pitt zu haben, der so liebevoll sei und sie unterstütze, schreibt die 37-Jährige in ihrem Zeitungs-Beitrag. Er sei während jeder Minute ihrer Behandlungen in der Klinik gewesen. "Wir wussten, dass es das Richtige für unsere Familie war und dass es uns näher zusammenbringen würde. Und das hat es."


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