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Nicole hofft immer noch auf ein bisschen Frieden

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"Der Wunsch nach Frieden bleibt im Herzen der Menschen"  

Nicole hofft immer noch auf ein bisschen Frieden

11.04.2016, 12:01 Uhr | Ricarda Heil, t-online.de

Nicole hofft immer noch auf ein bisschen Frieden. Isst seit 30 Jahren keine Süßigkeiten mehr: Nicole. (Quelle: Imago Star Media)

Isst seit 30 Jahren keine Süßigkeiten mehr: Nicole. (Quelle: Imago Star Media)

Hoffen, Träumen und Frieden - Nicole (51) ist auch 34 Jahre nach ihrem Sieg mit "Ein bisschen Frieden" beim ESC ihren Themen treu geblieben. Das beweist ihr neues Album "Traumfänger". Im Interview mit t-online.de lobt sie Deutschlands diesjährige ESC-Hoffnung Jamie-Lee Kriewitz, erzählt, dass sie seit 30 Jahren keinen Kuchen mehr isst und verrät ihre größte Schwäche.

t-online.de: Was können Ihre Fans von Ihrem neuen Album erwarten?

Nicole: "Traumfänger" ist ein authentisches, ehrliches und aufrichtiges Album mit Themen, die mir nicht egal sind. Themen, die den Zeitgeist treffen. In der Welt gibt es so viel Krieg, Elend und Unheil. Das ist einfach typisch Nicole, dass ich diese Themen aufgreife, weil sie gerade jetzt aktueller denn je sind. Der Wunsch nach Frieden bleibt im Herzen der Menschen. Dieses Album handelt von Hoffnung und Träumen. Ich träume davon, dass wir eines Tages in Frieden miteinander leben können. Bei manchen Songs lasse ich die Menschen schon sehr sehr tief in meine Seele blicken.

Immer wieder werden Sie mit dem ESC in Verbindung gebracht. Sind Sie schon genervt?

Nein, wenn man beim Grand Prix teilnimmt und gewinnt, muss man damit rechnen, dass man jedes Jahr darauf angesprochen wird. Ich bin unendlich dankbar für dieses Lied. So ein Lied passiert einem nur einmal im Leben. Lieber werde ich mit "Ein bisschen Frieden" identifiziert, als mit irgendeinem "Hau Ruck"-Song. Es war einfach die Geschichte: Das unschuldige Mädchen, das sich den Frieden auf Erden wünscht, ganz aufrichtig.

Sie waren noch unheimlich jung. Mit 16 wurden Sie entdeckt, mit 17 haben sie den ESC gewonnen. Wie war das für Sie?

Mit 16 wurde ich auf einem Liederfestival entdeckt. Ich habe mich einfach mit meiner Gitarre in einen Innenhof gesetzt und habe angefangen zu singen. Dazu gehört viel Mut, aber ich hätte es auch nicht gemacht, wenn die Freundin meines Opas nicht nach dem dritten Glas Wein gesagt hätte: "Wir sind so weit gefahren, jetzt singst du auch." Ich hatte gar keine andere Wahl. Und dann wurde ich von Robert Jung angesprochen. Und der hatte für mich dieses Lied in der berühmten Schublade, das auf mich gewartet hatte: "Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund". So kam eins zum anderen. Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Würden Sie sagen, es ist heutzutage schwieriger sich als junge Sängerin zu etablieren?

Wir haben heutzutage keine Sendungen mehr wie den "Talentschuppen" oder Musiksendungen, in denen man Newcomer vorstellen kann. Viele Shows scheuen sich Newcomer zu nehmen, sie gehen lieber auf Nummer sicher und nehmen etablierte Künstler. Dafür gibt es jetzt die ganzen Castingshows, wie DSDS, "The Voice of Germany". Und wenn man gut ist, dann schafft man es auch. Das ist eine einmalige Chance. Anders ist es heute fast schon unmöglich.

Jamie Lee hat "The Voice of Germany" gewonnen und wird jetzt für Deutschland beim ESC antreten. Denken Sie, sie hat gute Chancen?

Jamie Lee und ich haben einiges gemeinsam. Sie ist 18. Ich war auch erst 17 Jahre alt. Sie ist eine Type, authentisch und echt. Das ist schon die halbe Miete. Sie spielt das nicht. Sie ist frisch und frei und singt dann auch noch gut. Bei ihr habe ich gar keine Bedenken. Sie hat schon bei "The Voice of Germany" und beim ESC-Vorentscheid bewiesen, dass sie einen guten Auftritt hinlegen und gut singen wird.

Würden Sie noch einmal beim ESC antreten?

Nein! Ich kann mich ja nicht verbessern. Dieses Lied ist einfach nicht zu toppen. Selbst wenn ich noch einmal gewinnen sollte, könnte man das in keinster Weise mit dem Sieg von damals vergleichen. Ich habe da ein ganz ungutes Gefühl. Mein Bauch sagt mir einfach: Lass es!

Ralph Siegel versucht es jedes Jahr aufs Neue.

Ja, das ist einfach sein Baby. Er sagt ja auch immer: "Lasst mir den Spaß, ich habe doch sonst nichts!" Der Grand Prix ist einfach sein Leben. Manchmal wird er zwar belächelt, aber ganz ehrlich, was tut der Mensch denn böses? Gar nichts. Er macht Musik und versucht den Menschen Freude zu bereiten. Das ist sein Kick. Er heißt nicht umsonst "Mr. Grand Prix". Er hat den ESC mitgeprägt, wie kein anderer.

Wann haben Sie das letzte Mal "Ein bisschen Frieden" gesungen?

Ende März auf einem Konzert in Hamburg in der Arena vor 8500 Menschen. Das war irre. Wann auch immer ich auf der Bühne stehe und "Ein bisschen Frieden" anstimme, passiert etwas mit den Leuten. Die Feuerzeuge gehen an, sie nehmen sich an die Hand und fangen an zu heulen. Da krieg ich selbst nach so vielen Jahren noch Pipi in die Augen, wenn so viele Menschen vor dir stehen und eins mit dir sind. Da spielt es keine Rolle wie alt du bist, ob du Männlein oder Weiblein bist - die ganze Halle ist eins miteinander.

Sie sind seit über 30 Jahren mit ihrem Mann liiert. Verraten Sie mir Ihr Liebesgeheimnis?

Wenn es dafür ein Rezept geben würde, dann hätten wir es alle in der Tasche und würden zur nächsten Apotheke rennen. Ich kann nur für uns beide sprechen: Ja, es ist wirklich eine Seltenheit, vor allem in dieser Branche. Wir sind einfach gleich gestrickt. Wir haben die gleichen Hobbys, die gleichen Interessen. Wir reden über Gott und die Welt und haben meistens auch die gleichen Ansichten. Wir sind nicht immer einer Meinung. Da wird auch schon mal heftig diskutiert und gestritten, aber immer auf hohem Niveau. Es fallen keine bösen Wörter, die man vielleicht später bereut. Irgendwie war das gesucht, gefunden, für gut empfunden, Gütesiegel drauf und fertig.

Sie sehen mit 51 Jahren besser aus als manch eine Frau in ihren 30ern. Wie machen sie das?

Ich esse keine Süßigkeiten. Seit 30 Jahren esse ich keinen Kuchen, keine Schokolade, keinen Zucker, kein Fett. Dafür liebe ich Salat in allen Variationen und Garnelen. Ich esse sehr eiweißreich und keine Kohlenhydrate. Ich bin sehr diszipliniert was die Ernährung angeht. Ich habe aber auch die guten Gene von der Mama. Trotzdem muss ich drei Mal die Woche in die Folterkammer - mein Fitnessstudio.

30 Jahre kein Stück Kuchen! Wie steht man das durch?

Nach der Geburt meiner ersten Tochter habe ich 18 Kilo zugenommen. Da habe ich Panik bekommen. Ich dachte, die kriege ich nie wieder runter. Ich erinnere mich sogar noch an mein letztes Stück Kuchen: Kirschstreusel. Von da an habe ich gesagt, ich esse nie wieder Kuchen und das ist jetzt 30 Jahre her. Man kann mir ein Stück Kuchen unter die Nase reiben, da tut sich bei mir nichts.

Aber für irgendetwas müssen Sie doch eine Schwäche haben?

Ich trinke sehr gerne ein gutes Glas Wein - aber trocken, weil im süßen Wein ja wieder Zucker ist. Es gibt nichts Schöneres als einen gemütlichen Abend mit meinem Mann und einem edlen Tropfen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Ricarda Heil.

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