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70. Filmfestival Locarno mit Glamour eröffnet

02.08.2017, 21:46 Uhr | dpa

Film: 70. Filmfestival Locarno mit Glamour eröffnet. Lange Tradition: das Filmfestival im schweizerischen Locarno (1946).

Lange Tradition: das Filmfestival im schweizerischen Locarno (1946). Foto: Locarno Festival. (Quelle: dpa)

Locarno (dpa) - Mit einem französischen Drama ist das 70. Internationale Filmfestival Locarno am Mittwochabend eröffnet worden. Zum Auftakt wurde die sensible Mutter-Tochter-Saga "Morgen und alle anderen Tage" von Regisseurin Noémie Lvovsky gezeigt.

Etwa 8000 Zuschauer kamen zur Gala unter freiem Sternenhimmel auf die Piazza Grande der schweizerischen Stadt.

Zu den Premierengästen gehörte die überwiegend in Frankreich arbeitende Schauspiel-Ikone Nastassja Kinski (56, "Paris, Texas"). Die Tochter von Klaus Kinski wird anlässlich des Festivaljubiläums mit einer Hommage geehrt. Auch ihre Kollegin Birgit Minichmayr ("Alle anderen") kam. Die Österreicherin gehört zu der von dem französischen Regisseur Olivier Assayas ("Carlos - Der Schakal") geleiteten fünfköpfigen Jury, die über die Vergabe der Hauptpreise entscheidet. Die wichtigste Auszeichnung ist dabei der Goldene Leopard.

Im Hauptwettbewerb, dem "Concorso Internazionale", sind 18 Filme zu sehen. Aus Deutschland bewirbt sich Regisseur Jan Speckenbach mit dem formal ungewöhnlichen Spielfilm "Freiheit" um die Gunst der Jury. Er und seine Hauptdarstellerin Johanna Wokalek werden den Film persönlich in Locarno vorstellen.

Zwei weitere deutsche Spielfilme haben Chancen, den begehrten Publikumspreis zu gewinnen. Dieser geht an einen der außerhalb aller Wettbewerbe laufenden Filme, die in abendlichen Freiluftaufführungen auf der Piazza Grande zu sehen sind. Hier sind aus Deutschland dabei: "Iceman" ("Der Mann aus dem Eis") mit Jürgen Vogel (Regie: Felix Randau) und "Drei Zinnen" mit Alexander Fehling (Regie: Jan Zabeil). Die Regisseure und ihre Protagonisten werden zu den Uraufführungen ihrer Filme am Lago Maggiore erwartet.

Gerade im Piazza-Programm ist die Konkurrenz besonders stark. Die beiden deutschen Produktionen müssen sich zum Beispiel gegen das US-amerikanische Action-Spektakel "Atomic Blonde" mit Charlize Theron und die französische Psycho-Studie "Lola Pater" mit Fanny Ardent behaupten. Der Goldene Leopard, der Publikumspreis und die anderen Auszeichnungen werden am 12. August vergeben.

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