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Felipe IV. entzieht Schwester Christina den Adelstitel

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Infantin Cristina  

König Felipe nimmt seiner Schwester den Adelstitel weg

12.06.2015, 15:04 Uhr | dpa, AFP

Felipe IV. entzieht Schwester Christina den Adelstitel. König Felipe entzieht seiner Schwester den Titel der Herzogin von Palma de Mallorca. (Quelle: dpa)

König Felipe entzieht seiner Schwester den Titel der Herzogin von Palma de Mallorca. (Quelle: dpa)

Auf dieses "Geschenk" zu ihrem 50. Geburtstag am Samstag hätte die spanische Infantin Cristina sicherlich gerne verzichtet: Ihr Bruder, König Felipe, entzieht ihr den Adelstitel. Sie darf sich damit nicht länger Herzogin von Palma de Mallorca nennen.

Im spanischen Amtsblatt wurde ein entsprechender königlicher Erlass veröffentlicht. Die Aberkennung gilt auch für ihren Mann, der sich künftig nicht mehr Herzog von Palma de Mallorca nennen darf.

Der Titel war Cristina 1997 von ihrem Vater, dem damaligen König Juan Carlos, zu ihrer Hochzeit verliehen worden.

Infantin in Steuerbetrug verwickelt

Die Infantin ist wegen Beihilfe zum Steuerbetrug in zwei Fällen angeklagt. Sie ist das erste Mitglied des spanischen Königshauses, das vor Gericht gestellt wird. Den Hauptvorwurf der Geldwäsche gegen die Nummer sechs in der spanischen Thronfolge hatte der Ermittlungsrichter José Castro im vergangenen November fallen gelassen.

Hauptbeschuldigte in dem Fall sind Cristinas Mann Iñaki Urdangarín und sein Geschäftspartner. Der ehemalige Handball-Nationalspieler soll zusammen mit dem ehemaligen Kompagnon sechs Millionen Euro Spendengelder für die Wohltätigkeitsorganisation Nóos veruntreut haben, deren Vorsitzender er war. Cristina war Mitglied im Nóos-Vorstand. Sie beteuert, nichts von den mutmaßlichen Machenschaften gewusst und in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben.

Die Staatsanwaltschaft sah das ähnlich. Sie forderte für Urdangarin zwar fast 20 Jahre Haft, lehnte eine Anklage gegen Cristina aber ab. Der zuständige Richter entschied jedoch, dass auch der Infantin der Prozess gemacht wird.

Schwarzes Schaf der Familie

Die Infantin kann sich in Spanien inzwischen kaum noch in der Öffentlichkeit sehen lassen. Ihre Verwicklung in die Finanzaffäre um ihren Ehemann ließ sie zum schwarzen Schaf der königlichen Familie werden. Vor Auffliegen des Skandals war Cristina Federica Victoria Antonia de la Santísima Trinidad de Borbón y Grecia, wie sie mit vollständigem Namen heißt, aufgrund ihrer freundlichen und natürlichen Art als die "Infantin mit dem Lächeln" bekannt gewesen. Mit ihrem eigenständigen Charakter trug sie dazu bei, dem Königshaus zu einem Image der Modernität zu verhelfen. Als sie vor gut 25 Jahren ihr Examen in politischen Wissenschaften ablegte, wurde sie zum ersten weiblichen Mitglied des Königshauses, das einen Hochschulabschluss vorweisen konnte.

Felipe bemüht sich um Schadensbegrenzung

Für Felipe bedeutete die Anklageerhebung gegen seine Schwester und seinen Schwager einen schweren Schlag. Der Monarch will das Königshaus nach den Skandalen der vergangenen Jahre wieder zu einem moralischen Vorbild machen. Felipe traf daher Vorkehrungen, um zu verhindern, dass der Skandal das mühsam wiederhergerichtete Ansehen des Königshauses erneut ankratzt.

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Der König sorgte dafür, dass seine Schwester und ihr Mann offiziell nicht mehr dem Königshaus angehören und keine öffentlichen Termine wahrnehmen. Seit September wohnt die Infantin mit Urdangarin und ihren vier Kindern in Genf. Felipe vermeidet es, zusammen mit seiner Schwester und seinem Schwager abgelichtet zu werden. Bei der Feier zur Kommunion der Thronfolgerin Leonor (9) im Mai war Cristina überraschend unter den Gästen. Ihr Erscheinen sei "wie ein Staatsgeheimnis" behandelt worden, meinte die Zeitung "El Mundo".

Viele Spanier hätten es gerne gesehen, wenn die Infantin auf ihre Thronrechte verzichtet hätte. Das Königshaus erklärte, dies sei eine persönliche Entscheidung Cristinas. Ein solcher Verzicht wäre symbolischer Natur und hätte kaum praktische Konsequenzen. Die Infantin scheut jedoch davor zurück. In Medienberichten hieß es, sie befürchte, dass ein Verzicht ihr als ein Schuldeingeständnis ausgelegt würde.

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