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Lafer und Piel melden sich zu Wort: Großes Echo auf Reich-Ranickis Fernsehschelte

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Grosses Echo auf Reich-Ranickis Fernsehschelte  

Lafer und Piel melden sich zu Wort

14.10.2008, 13:36 Uhr | AFP/dpa/JW/CK

TV-Koch Lafer findet Reich-Ranickis TV-Kritik deplaziert. (Foto: ddp) Mit seiner TV-Schelte und der damit verbundenen Ablehnung des deutschen Fernsehpreises hat Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki ein gewaltiges Echo ausgelöst. Ganz Fernsehdeutschland fühlt sich berufen, Stellung zu nehmen: Nachdem Elke Heidenreich am Sonntag Reich-Ranickis scharfer Kritik beipflichtete, meldet sich nun TV-Koch Johann Lafer ebenso zu Wort wie WDR-Intendantin Monika Piel im Namen der ARD. Lafer verteidigt das nicht immer hohe Niveau des deutschen Fernsehens, da es im Sinne des Zuschauers sei: "Die Leute wollen nun einmal nicht immer nur Hochgeistiges sehen." Reich-Ranickis Kritik gehe deshalb am Publikum vorbei: "Sie wollen ihren Spaß, sie wollen unterhalten werden", sagte der 51-Jährige der "Neuen Presse", auch in Rechtfertigung seiner eigenen Kochshow "Lafer! Lichter! Lecker!". Generell sei das Bedürfnis nach leichterer Unterhaltung nicht nur im Fernsehen zu beobachten, sondern auch in Schauspiel- und Opernhäusern. Reich-Ranicki hätte deshalb mehr Einfühlungsvermögen zeigen und "den Preis annehmen sollen", so Lafer.

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ARD schießt gegen die Privaten

Marcel Reich-Ranicki sorgt mit seiner TV-Kritik für viel Diskussion. (Foto: ddp) WDR-Intendantin Monika Piel hingegen, die Reich-Ranicki selbst für den Ehrenpreis vorgeschlagen hatte, fühlt sich nicht von der Medienschelte betroffen. Ihrer Meinung nach zielt diese nicht auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen ab: "Über unsere Qualitätsprodukte, die ausgezeichnet wurden, kann man sich nicht aufregen", so Piel in der "Westfälischen Rundschau". Stattdessen attackiert die Intendantin RTL und ProSiebenSat.1: Sie wünsche sich, dass "die Kommerziellen diese Diskussion auch mal in ihren eigenen Reihen führen". Dort vermisse sie die Qualitätsdebatte, die bei den Öffentlich-Rechtlichen "ständig" geführt werde, so Piel gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Doch die Privaten weisen die Vorwürfe von sich. Auch sie fühlen sich über jede Kritik erhaben: "Ich sehe keinen Handlungsbedarf. Wir bieten genügend Qualität und genügend Populäres", sagt Andreas Bartl, Programmvorstand von ProSiebenSat.1. Er sehe keinen Grund, der angestoßenen Debatte zu folgen und findet Reich-Ranickis Kritik "überzogen und arrogant".

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Heidenreich schämt sich für ZDF

Elke Heidenreich wettert ebenfalls gegen das ZDF. (Foto: dpa)Elke Heidenreich wettert ebenfalls gegen das ZDF. (Foto: dpa) Bereits am Sonntag hatte sich Elke Heidenreich, Moderatorin der ZDF-Literatursendung "Lesen!" zur TV-Schelte Reich-Ranickis geäußert und das ZDF scharf angegriffen. Sie schrieb am Sonntagnachmittag bei "faz.net": "...Ich dachte, was für eine Zumutung diese armselige, grottendumme Veranstaltung für ihn (Reich-Ranicki, Anm. d. Red.) sein müsse." Die nominierten Filme und Serien seien in der Mehrzahl "jämmerlich" gewesen. Weiterhin nannte sie die Programmdirektoren und Intendanten der Sender "verknöcherte Bürokarrieristen, die das Spontane längst verlernt haben, das Menschliche auch, Kultur schon sowieso". Heidenreich spielte zudem mit ihrem TV-Job beim ZDF, indem sie sagte: "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde." Und weiter: "Ich schäme mich, ich entschuldige mich stellvertretend für alle Leidenden an diesen Zuständen, und derer sind auch in diesen verlotterten Sendern noch viele, bei Marcel Reich-Ranicki für diesen unwürdigen Abend."

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Gottschalk zeigt Verständnis

Diplomatische Geste von Gottschalk nach Eklat. (Foto: ddp) Entertainer Thomas Gottschalk zeigte ebenfalls Verständnis für das Verhalten des Literaturkritikers. Der Moderator der Gala nannte Reich-Ranickis Verhalten gegenüber "bild.de" "absolut nachvollziehbar". "Nach einer Viertelstunde mit Richterin Salesch, zwei Köchen, denen man dumme Texte geschrieben hatte, abgehauenen Kindern in einem Reality-Format und Atze Schröder in Paradeuniform musste der Mann verzweifeln." Der 88-Jährige hatte sich auf der Bühne des Coloneums geweigert, den Ehrenpreis anzunehmen und die Veranstaltung als "Blödsinn" bezeichnet. Gottschalk hatte auf die Kritik diplomatisch-elegant reagiert: Er bot an, dass die Stifter des Deutschen Fernsehpreises (ARD, ZDF, RTL und Sat.1) Reich-Ranicki eine einstündige Sendung einräumen, um über die Qualität des Fernsehens zu reden. Diese wird am Freitag im ZDF ausgestrahlt werden, allerdings inzwischen gekürzt auf 30 Minuten. In der Sendung "Aus gegebenem Anlass" wird Thomas Gottschalk ab 22.30 Uhr mit dem Literaturkritiker über Qualität im deutschen TV diskutieren. Auf die Teilnahme der Senderchefs müssen die beiden verzichten, da diese sich in der Kürze der Zeit nicht zusammenbringen ließen, wie Monika Piel dem "Kölner Stadtanzeiger" sagte.

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