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"Ich habe nichts zu bereuen"

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Reich-Ranicki über Fernsehschelte  

"Ich habe nichts zu bereuen"

16.10.2008, 14:26 Uhr | dpa/JW

Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der ZDF-Sendung "Aus gegebenem Anlass" (Foto: dpa)Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der ZDF-Sendung "Aus gegebenem Anlass" (Foto: dpa) In der bereits am Mittwoch im Kurhaus Wiesbaden aufgezeichneten Sondersendung "Aus gegebenem Anlass" hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki seine harsche Kritik am Fernsehen noch einmal bekräftigt. "Ich habe nichts zu bereuen, ich nehme nichts zurück", sagte er in dem Gespräch mit Moderator Thomas Gottschalk, das das ZDF an diesem Freitag um 22.30 Uhr ausstrahlt. Die gemeinsame Sendung hatte Gottschalk dem 88-Jährigen versprochen, nachdem dieser am Samstagabend in einer zornigen Rede das Fernsehen attackiert und die Entgegennahme des Deutschen Fernsehpreises abgelehnt hatte. Wie das ZDF am Donnerstag nach der Aufzeichnung weiter mitteilte, räumte Reich-Ranicki aber ein, dass es bei der Preisverleihung auch einige nicht ganz schlechte Momente gegeben habe. So lobte er ausdrücklich die preisgekrönte Dokumentation "Das Schweigen der Quandts", deren Qualität aber während der Gala-Veranstaltung nicht zum Vorschein gekommen sei.

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Reich-Ranicki verlangt mehr Niveau

"Das Fernsehen muss sich mehr Mühe geben", fasste Reich-Ranicki seine Kritik zusammen. Gottschalk hielt dem entgegen, dass gerade das Fernsehen den Literaturkritiker "als unterhaltsamen Menschen bekannt gemacht hat". Reich-Ranicki verlangte während der 30-minütigen Sendung, auch Unterhaltungsprogramme im Fernsehen müssten Niveau haben. Shakespeare, für ihn der größte Dichter, habe solche Unterhaltung geboten, dessen Stücke müssten verfilmt werden. Auch Bertolt Brecht, laut Reich-Ranicki "der größte Poet", sei der Richtige fürs Fernsehen. Streitpunkte im Gespräch waren die Arroganz der Intellektuellen und der Hochmut des Feuilletons gegenüber dem Fernsehen. Der Literaturkritiker betonte, er kenne die Theorie: "Alle, die das Fernsehen kritisieren, bekommen Zuspruch, aber keine Zuschauer." Doch es müsse einen Kompromiss geben. Über einen Punkt gab es allerdings keinen Meinungsstreit zwischen Gottschalk und Reich-Ranicki: Es bleibt beim "Du" zwischen beiden.

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Liefers unterstützt den Kritiker

Jan-Josef Liefers pflichtet Reich-Ranicki bei. (Foto: dpa)Jan-Josef Liefers pflichtet Reich-Ranicki bei. (Foto: dpa) Die Diskussion über Reich-Ranickis Fernsehschelte war auch noch Tage nach der Ausstrahlung nicht abgebrochen. Zuletzt hatte "Tatort"-Ermittler Jan Josef Liefers den 88-Jährigen in Schutz genommen. Gegenüber "Bild" erklärte er: "Er tat mir leid. Ich bin halb so alt wie er und mir tat der Arsch schon weh - unglaublich unbequemes Gestühl. Also ich kann ihn, was das angeht, verstehen." Allerdings ist der Schauspieler auch der Meinung, Reich-Ranickis Schelte sei geplant gewesen: "Ich glaube, dass er diesen Auftritt tierisch genossen hat. Das war 'angekündigter Krach', das ist bei ihm nicht erst während der Sendung entstanden." Auch Moderator Roger Willemsen pflichtet dem Literaturpapst laut der Nachrichtenagentur ddp bei und sagte, das Quoten- und Unterhaltungsdiktat im Fernsehen sei so stark geworden, dass "mit Recht Artenschutz für ein paar andere Interessen" angemeldet werden könnte.

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