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"Wie eine beleidigte Leberwurst"

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Thomas Gottschalk über Elke Heidenreich  

"Wie eine beleidigte Leberwurst"

20.10.2008, 07:55 Uhr | jho / dpa

Thomas Gottschalk kritisiert Elke Heidenreich. (Foto: dpa)Thomas Gottschalk kritisiert Elke Heidenreich. (Foto: dpa)Elke Heidenreichs Kritik am ZDF und an Thomas Gottschalks Moderation des Deutschen Fernsehpreises schlägt immer noch hohe Wellen. Nachdem Gottschalk am Freitag erst im ZDF mit Marcel Reich-Ranicki über die Qualität des Fernsehens diskutierte, äußert er sich nun im "Spiegel"-Gespräch auch zu Heidenreich: "Dass eine so kluge Frau aus der Hochkulturabteilung sich zu so einem polternden Ausbruch gekränkter Eitelkeit hinreißen ließ, nur weil sie nicht die Laudatio auf Reich-Ranicki halten durfte, wirkte auf mich höchst krampflösend." Auch Reich-Ranickis Ansichten kann Gottschalk nicht ganz teilen. Unterdessen bekräftigte Elke Heidenreich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ihre Kritik am ZDF.


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Verhalten nicht nachvollziehbar

Elke Heidenreich (Foto: Allstar)Elke Heidenreich (Foto: Allstar) Elke Heidenreich hatte Gottschalk nach der Fernsehpreis-Verleihung attackiert, seine Moderationen seien ihrer Meinung nach einem intelligenten Mann wie Reich-Ranicki nicht zuzumuten. Gottschalk habe "ein paar lächerliche, banale und demütigende Sätze" über den 88-Jährigen gesagt. Gottschalk wiederum erklärte gegenüber dem "Spiegel", dass ihm diese Attacke nicht weh tue, allerdings habe ihn "das Gekeife in dieser Schrillheit dann doch überrascht". Heidenreich habe sich "verhalten wie eine beleidigte Leberwurst".


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Reich-Ranicki taugt nicht zur Galionsfigur

Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der ZDF-Sendung "Aus gegebenem Anlass" (Foto: dpa)Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der ZDF-Sendung "Aus gegebenem Anlass" (Foto: dpa) Auch Marcel Reich-Ranickis Verhalten sieht Thomas Gottschalk kritisch: "Jemand wie er darf uns jederzeit die Leviten lesen, die Totalabrechnung war allerdings überzogen", so Gottschalk zum "Spiegel". Reich-Ranicki tauge nicht zur "Galionsfigur im Kampf um mehr Niveau im Fernsehen". Zudem habe er früher "widerspruchslos 'Bambi' und 'Goldene Kamera' angenommen". Allerdings könne es der Moderator auch verstehen, dass "etliche Programmteile" des Fernsehpreis-Abends den 88-Jährigen "irritieren bis entsetzen mussten". Darüber hinaus beklagte Gottschalk im "Spiegel"-Gespräch, dass sich "intellektuelle Elite" und "Bildungs-Prekariat" immer weiter auseinander entwickeln würden und immer weniger miteinander zu tun haben wollten. Er selbst suche den Ausgleich in der Mitte und ärgere sich über "die generalistische Ablehnung derer, die sich für so was für zu intelligent halten. Die sollen ihren Schopenhauer lesen und mich in Ruhe lassen!"


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Heidenreich: "Jetzt brennt es"

Währenddessen spitzt sich der Streit Heidenreichs mit ihrem Sender zu. ZDF-Intendant Markus Schächter warf der Literaturexpertin in einem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegenden Brief Aggressivität vor und legte ihr nahe, ihre Zusammenarbeit mit dem ZDF zu überdenken. Allenthalben herrsche "die Auffassung, dass diejenige, die sich für das ZDF schämt, nicht gezwungen werden sollte, für dieses weiter zu arbeiten, erst recht nicht als privilegierte, exponierte Moderatorin einer Büchersendung", zitierte die FAZ aus dem Schreiben. Das gewachsene Vertrauen zwischen dem Sender und Heidenreich habe Schaden genommen, heißt es weiter. Gegenüber der Internetausgabe der FAZ vom Samstag konterte Heidenreich: "Ich gebe zu, das war scharf, aber es war auch nötig, denn wo keine Funken fliegen, brennt nichts. Jetzt brennt es." Mit Blick auf ihre eigene Sendung "Lesen!", die von Dienstag 22.15 Uhr auf Freitag 22.30 Uhr verlegt worden war, warf Heidenreich dem ZDF vor: "Sie hungern uns aus, und das seit langem vor dem Eklat." Sie forderte, die "Quoten endlich mal kompetent zu hinterfragen" und kündigte an: "Ich mache auf jeden Fall die letzten beiden Sendungen am 31.10. und am 5.12., und dann wird sich zeigen, ob ein besserer Termin zur Verfügung steht oder nun gar keiner mehr." Wenn es nach diesen beiden Sendungen scheitern sollte, dann "entweder an Inkompetenz oder Rachsucht der Verantwortlichen, bestimmt nicht an mir. Ich bin vergnügt an Bord!"


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