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ZDF trennt sich von Elke Heidenreich

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Nach Kritik an Gottschalk und dem ZDF  

Das ZDF trennt sich von Elke Heidenreich

23.10.2008, 16:52 Uhr | jho/dpa/dh/SaWo

Elke Heidenreich (Foto: ZDF)Elke Heidenreich (Foto: ZDF)Nach der Kritik von Elke Heidenreich am ZDF beendet der Sender die Zusammenarbeit mit der 65-Jährigen mit sofortiger Wirkung. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben von "Lesen!" werden nicht mehr produziert, wie der Sender mitteilte. Anstelle der geplanten Sendungen wird nun das Kulturmagazin "aspekte" am 31. Oktober und 5. Dezember ausgestrahlt.


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Vertrauensverhältnis zerstört

Programmdirektor Thomas Bellut sagte: "Mit ihren Äußerungen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hat Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem ZDF und Frau Heidenreich wurde dadurch so nachhaltig zerstört, dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist. Ich bedauere es, dass unsere jahrelange Zusammenarbeit so beendet werden muss. Auch nach dem Abschied von Frau Heidenreich wird es eine Literatursendung im ZDF geben. An einem Nachfolgekonzept für 2009 wird gearbeitet."


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"Von mir aus schmeißt mich jetzt raus"

Heidenreich hatte über die Verleihung des Ehrenpreises an Reich- Ranicki geschrieben: "Ich dachte, was für eine Zumutung diese armselige, grottendumme Veranstaltung für ihn sein müsse." Die nominierten Filme und Serien seien in der Mehrzahl "jämmerlich". "Wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich". Und weiter: "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde." Sie entschuldige sich "stellvertretend für alle Leidenden an diesen Zuständen bei Reich- Ranicki für diesen unwürdigen Abend".

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Heidenreich: "Jetzt brennt es"

ZDF-Intendant Markus Schächter hatte der Literaturexpertin daraufhin in einem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegenden Brief Aggressivität vorgeworfen und ihr nahegelegt, ihre Zusammenarbeit mit dem ZDF zu überdenken. Allenthalben herrsche "die Auffassung, dass diejenige, die sich für das ZDF schämt, nicht gezwungen werden sollte, für dieses weiter zu arbeiten, erst recht nicht als privilegierte, exponierte Moderatorin einer Büchersendung", zitierte die FAZ aus dem Schreiben. Das gewachsene Vertrauen zwischen dem Sender und Heidenreich habe Schaden genommen, hieß es weiter. Gegenüber der Internetausgabe der FAZ hatte Heidenreich daraufhin am Wochenende gekontert: "Ich gebe zu, das war scharf, aber es war auch nötig, denn wo keine Funken fliegen, brennt nichts. Jetzt brennt es." Mit Blick auf ihre eigene Sendung "Lesen!", die von Dienstag 22.15 Uhr auf Freitag 22.30 Uhr verlegt worden war, warf Heidenreich dem ZDF vor: "Sie hungern uns aus, und das seit langem vor dem Eklat." Sie forderte, die "Quoten endlich mal kompetent zu hinterfragen" und kündigte an: "Ich mache auf jeden Fall die letzten beiden Sendungen am 31.10. und am 5.12., und dann wird sich zeigen, ob ein besserer Termin zur Verfügung steht oder nun gar keiner mehr." Wenn es nach diesen beiden Sendungen scheitern sollte, dann "entweder an Inkompetenz oder Rachsucht der Verantwortlichen, bestimmt nicht an mir. Ich bin vergnügt an Bord!"


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