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"Lesen!" war zu billig

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Reich-Ranicki stänkert gegen Heidenreich  

"Lesen!" war zu billig

20.11.2008, 11:19 Uhr | demo

Marcel Reich-Ranicki (Foto: imago)Marcel Reich-Ranicki (Foto: imago) Die Diskussion um Elke Heidenreich und ihren Rauswurf beim ZDF will einfach kein Ende nehmen. Nun meldet sich - mal wieder - Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki in gewohnt harscher Manier zu Wort und wirft seiner ehemaligen Kritikerkollegin, der er lange in Freundschaft verbunden war, Niveaulosigkeit vor. In einem Interview der Dezemberausgabe des Magazins "Cicero" erklärt er: "Die Methode der Elke Heidenreich gefällt zwar vielen Zuschauern, aber ich kann es nicht ertragen, wenn jemand sagt: 'Kauft dieses Buch! Nicht morgen, besser heute noch!", mäkelte der 88-Jährige und fügte hinzu: "Diese Reklame für Bücher erscheint mir etwas billig." Eine, wenn auch nicht gerade charmante, Erklärung hat der Kritiker sogleich auch noch parat. "Lesen!" sei eben eine Sendung für Frauen gewesen.
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Eher eine Sendung für Frauen

Elke Heidenreich (Foto: ZDF)Elke Heidenreich (Foto: ZDF)"Das, was wir damals im 'Literarischen Quartett' gemacht haben, fand auf einem anderen intellektuellen Niveau statt als die Heidenreich-Sendung", so Reich-Ranicki. "Lesen!" sei eher eine Sendung für die weibliche Leserschaft, die einfach mehr Muße für Literatur hätte, erklärte er. Frauen würden grundsätzlich mehr lesen als Männer, da die Herren mehr arbeiten müssten und daher keine Zeit haben, sich den schöngeistigen Dingen des Lebens hinzugeben. Denn wenn Männer mal zur Lektüre greifen, "müssen sie Zeitungen lesen, vielleicht auch Zeitschriften". Für Heidenreichs Nachfolge beim ZDF könnte sich Reich-Ranicki jemanden von der Wochenzeitung "Die Zeit" vorstellen. Seine ehemalige "Quartett"-Kollegin Sigrid Löffler werde es allerdings auf keinen Fall werden, "denn überall, wo sie ist, wird sie ja letztlich rausgeschmissen, weil sie sich mit niemandem einigen kann."


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Rundumschlag

Im Zuge dieses klassischen verbalen Rundumschlages schippte Reich-Ranicki gleich auch noch ein paar Kohlen ins Feuer seiner viel und hitzig diskutierten Fernsehschelte: "Die Intellektuellen werden vom Fernsehen ignoriert, bagatellisiert, vernachlässigt, deshalb ist das Programm so schlecht." Auch die Fernsehkritik selbst befinde sich auf unterstem Niveau, da sie kein rechtes Echo finde. Und genau dieser Umstand habe dazu geführt, "dass die Fernsehkritik immer häufiger von Hospitanten und Volontären verfasst wird." Bekanntermaßen ist es nicht das erste Mal, dass Reich-Ranicki ziemlich unschmeichelhafte Worte an Elke Heidenreich richtet, die ihm nach seiner Ablehnung des Deutschen Fernsehpreises eigentlich inhaltlich beispringen wollte. Nach Heidenreichs Rauswurf beim ZDF erklärte Reich-Ranicki: "Es war naheliegend. Sie hat gesagt: 'Ich schäme mich, dass ich für diesen Sender arbeite'. Aber dann musste man ihr sagen: 'Adieu, Sie brauchen sich nicht mehr zu schämen.'"

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"Von mir aus schmeißt mich jetzt raus"

Heidenreich hatte über die Verleihung des Ehrenpreises an Reich- Ranicki geschrieben: "Ich dachte, was für eine Zumutung diese armselige, grottendumme Veranstaltung für ihn sein müsse." Die nominierten Filme und Serien seien in der Mehrzahl "jämmerlich". "Wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich". Und weiter: "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde." Sie entschuldige sich "stellvertretend für alle Leidenden an diesen Zuständen bei Reich- Ranicki für diesen unwürdigen Abend".
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