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Elke Heidenreich lästert weiter übers ZDF

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Elke Heidenreich  

"Der Rausschmiss war idiotisch"

02.12.2008, 10:49 Uhr | dpa/mth

Elke Heidenreich (Foto: dpa)Elke Heidenreich (Foto: dpa) Auf einer Pressekonferenz am Freitag in Köln äußerte sich Elke Heidenreich noch einmal zu ihrem Rauswurf beim ZDF. Ihre Kritik am Mainzer Sender sei "vielleicht zugegeben etwas zu krass" gewesen, sie bedaure aber nichts. Insgesamt sei sie erleichtert, dass der ständige Ärger mit dem ZDF nun vorbei sei. "Das ZDF ist einfach ein Sender mit ganz festgefahrenen Strukturen, wo seit Jahren dieselben Sachen zu denselben Zeiten laufen", bemängelte sie. Die Zusammenarbeit war beendet worden, nachdem Heidenreich gesagt hatte, sie schäme sich, für den Sender zu arbeiten. Ihre Sendung "Lesen!" will sie künftig einmal im Monat bei litCOLONY.de im Internet präsentieren.

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Laut Heidenreich habe der Ärger mit dem ZDF schon vor ihren kritischen Äußerungen begonnen. So habe sie seit längerem einen besseren Sendeplatz für "Lesen!" gefordert. "Anfang Oktober bin ich explodiert und habe gesagt: 'Dann hör ich am Jahresende auf.'" Es seien also sowieso nur noch zwei Sendungen geplant gewesen. "Dann kam der Rausschmiss, den ich völlig idiotisch fand." Zu Marcel Reich-Ranicki, dessen skandalumwitterter Auftritt bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises der Anlass für Heidenreichs Aussagen war und der sich im Nachhinein aber von der Form ihrer Kritik am ZDF und auch an Thomas Gottschalk distanziert hatte, sagte sie: "Über Marcel Reich-Ranicki ist gar kein Wort mehr zu verlieren, dieses Nachtreten, das müssen wir jetzt nicht mehr kommentieren."

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"Mit dem Fernsehen bin ich fertig"

Nach dem Rauswurf habe sie mehrere Angebote bekommen, auch von öffentlich-rechtlichen Sendern. "Das Schweizer Fernsehen hat mir eine Literatursendung angeboten." Mit dem Fernsehen sei sie nun aber irgendwie fertig. Auf die Idee, ihre Sendung ins Internet zu verlegen, habe sie anfangs skeptisch reagiert. Jetzt sei sie aber voll überzeugt, denn das Internet sei "das Medium der Zukunft". Jeder könne sich "Lesen!" nun anschauen, wann er wolle. litCOLONY sei außerdem sehr professionell gemacht. Die Betreiber haben nach eigenen Angaben bis zum Start eine halbe Million Euro investiert.

"Lesen!" aus der Stammkneipe

Das Konzept, der Name und sogar die Musik von "Lesen!" blieben gleich, weil alle Rechte bei ihr lägen, sagte Heidenreich. Der einzige Unterschied sei, dass die Sendung nun in ihrer Stammkneipe "Backes" in der Kölner Südstadt aufgezeichnet werde. Immer in der ersten Woche eines Monats soll die neue Ausgabe freigeschaltet werden. Gute Literatur zu empfehlen, sei ihr einfach ein Bedürfnis: "Ich will nicht um jeden Preis ein öffentlicher Mensch sein, aber ich will die Menschen ans Lesen bringen."

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