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Oliver Pocher: ARD-Programmchef verteidigt Parodie auf Tom Cruise

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Stauffenberg-Parodie  

ARD-Programmchef verteidigt Pocher

26.01.2009, 17:40 Uhr | dpa/AE

Oliver Pocher als Stauffenberg (Foto: dpa)Oliver Pocher als Stauffenberg (Foto: dpa) An Oliver Pocher scheiden sich die Geister. Das zeigt auch die neueste Debatte, die der Comedian durch seine Stauffenberg-Parodie ausgelöst hat. Während der Landesrundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) mehr als empört über den Auftritt war und davor warnte, Pocher noch länger bei der ARD zu beschäftigen, hält dessen Programmchef Volker Herres vehement dagegen. "Ich kann die Aufregung nicht verstehen. Es muss ja nicht jedem alles gefallen", wird Herres vom Nachrichtenmagazin "Spiegel Online" zitiert. Seine Haltung zu Comedy, Humor und Satire sei zutiefst liberal und "wer es denn ernst meint, jüngere Zuschauer noch erreichen zu wollen, der muss auch aushalten können, was ihm selbst nicht zusagt", sagte Herres weiter.

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Parodie auf Tom Cruise

Pocher war zuvor in die Kritik geraten, weil er in der Late-Night-Show "Schmidt und Pocher" am 22. Januar den Hollywoodschauspieler Tom Cruise parodiert hatte, der aktuell den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Film "Operation Walküre" darstellt. Der Fernsehausschuss des SWR hatte dies als misslungen empfunden. "Die überwiegende Mehrheit von uns, bestimmt 80 bis 90 Prozent, ist der Meinung, dass Herr Pocher der ARD nicht gut tut", hatte Volker Stich, der Vorsitzende des SWR-Landesrundfunkrates, nach Pochers Auftritt gesagt und damit einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" bestätigt.

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"Unzufrieden mit dem Format"

Late-Night-Talker Harald Schmidt und Oliver Pocher (Foto: ddp) Bei der nächsten Rundfunkratssitzung am 27. März soll das Thema mit ARD-Programmchef Volker Herres erörtert werden, sagte Stich weiter. Herres hatte angekündigt, er wolle mit Pocher verhandeln, um ihn in der ARD zu halten. Stich hingegen sei froh über das Ende der Late-Night-Show "Schmidt und Pocher", die im April dieses Jahres eingestellt wird. "Wir sind absolut unzufrieden mit dem Format."

Unmut über Pochers Auftritte

Das Gremium wolle sich nun um eine Korrektur der ARD-Pläne bemühen. Es sei nicht der Meinung, dass Pocher um jeden Preis gehalten werden müsse. "Wir müssen etwas anderes anbieten als nur verbale Entgleisungen. Diesen Weg sollten wir nicht gehen - das können wir den Privaten überlassen", meinte Stich. In der Vergangenheit hatte es mehrfach aus SWR-Kreisen deutlichen Unmut über Pochers Auftritte in der Late-Night-Show gegeben. Einmal ging es um das sogenannte Nazometer, bei dem Begriffe aus der Nazizeit getestet wurden. Ein anderes Mal sorgte ein Dialog von Pocher mit Rapperin Lady Ray Bitch für Aufsehen.

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