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"Tatort": "Herz aus Eis" beladen mit Hollywoodklischees

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Tatort  

"Herz aus Eis": Stille Tage im Klischee

23.02.2009, 11:32 Uhr | bas

"Tatort: Herz aus Eis" (Foto. ARD)"Tatort: Herz aus Eis" (Foto. ARD) Wieder einmal waren die Bodensee-Kommissarin Klara Blum (Eva Mattes) und ihr Kollege Perlmann (Sebastian Bezzel) gefordert. In einem winterlichen Krimi "Tatort": "Herz aus Eis", in dem es nicht darum ging, wer die Täter waren, sondern darum, ob sie überführt werden. “Wenn die Ermittler nur nicht so langweilig wären”, stöhnt Meine Filmwelt-Kritiker Oliver Lysiak über den letzten Krimiausflug an den Bodensee. “Denn von der Kommissarin und ihrem Assistenten abgesehen, hat dieser Krimi durchaus Potential. Natürlich ist das Internat ein zu Stein geronnenes Klischee: So stellt sich Puttchen Brammel Elite-Zöglinge vor, man weiß ja, wie das da zugeht. Jede Figur ist ein zugespitztes Kondensat aus Vorurteilen: Das einsame Promisöhnchen ohne Freunde, die karrieregeile Tochter aus einfachen Verhältnissen, der gelangweilte Reichensohn, der nette Internats-Dealer und die kontaktsuchende Russentochter.


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Hollywoodklischee prallt auf Provinz

Das ganze Konstrukt, diese an Karikaturen grenzenden Figuren scheinen direkt aus einem Hollywoodfilm à la "Eiskalte Engel" zu stammen. Und in diesem Rahmen funktionieren sie erstaunlich gut. Wenn sich Nora von Waldstätten und Florian Bartholomäj als mörderisches Schüler-Duo beständig sinister-laszive Blicke zuwerfen, hat das durchaus hohen Gänsehaut-Wert. Dumm nur, dass die Ermittler mit Blume und Perlmann dann doch wieder bieder-deutsch daherkommen und Realismus verströmen sollen. Dort wo bei den Mörder-Teenies die Funken sprühen, tut sich zwischen Mattes und Bezzel so gar nix. Dieses Duo hat so gar keine Chemie und rumpelt gemächlich und wenig charismatisch durch die Geschichte – was in diesem Fall auch den Schauspielern anzulasten ist, die ihre Rollen mit immenser Müdigkeit herunterspulen.” Ermittelt wurde in einem Elite-Internat. Zwei der Eleven haben einen unliebsamen Mitschüler mit einem scheinbar perfekten Mord aus dem Weg geräumt. Nur durch Zufall finden die Kommissare heraus, dass es sich doch um Mord und nicht Selbstmord handelt und rätseln herum, wer den Jungen auf dem Gewissen hat.

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In Zukunft besser bodenständig bleiben

“So ganz finden die Klischee-Welt des Internats und die gemütlichen Ermittler nie zusammen. Wäre der Krimi durchweg realistisch, könnte die Kommissarin vielleicht auch früher drauf kommen, dass mit den beiden Schülern, die so übertrieben böse und berechnend aus der Wäsche schauen, irgendwas nicht stimmen kann. Aber Blume ist bis kurz vor Schluss ahnungslos, denn sie ist keine Hollywood-Ermittlerin und hat in dieser Geschichte im Grunde nichts verloren. So bleibt ein unhomogener Krimi, der schöne Bilder, sehr gute Jungdarsteller und ein recht ödes Ermittlerpaar unter einen Hut bringen will. Für das nächste Mal sollte sich das Bodensee-Team dann vielleicht doch wieder auf bodenständigere Fälle konzentrieren.” Alexander Kühn vom "STERN" bescheinigte großartige Darstellerleistungen, kam aber ebenso zu dem Fazit: “Dolle Idee, leider etwas verschenkt. Note 3+”


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Mörderische Eliteschüler

Katharina Gamer von der Expertenseite "Tatort-Fundus" hat deutliche inhaltliche Kritik anzubringen: “Gerne möchte man an dieser Stelle die Frage der Drehbuchautorin – was die sogenannte “Wohlstandsverwahrlosung” eigentlich über unsere Gesellschaft aussagt – aufgreifen. Die Antworten, die uns diese TATORT-Folge liefert, sind allerdings erschreckend. Denn demnach sind keinesfalls die tugendhaften “Eliten” vom Verfall der Werte betroffen, sondern es sind die “Emporkömmlinge”, die – von Neid und Ehrgeiz getrieben – längst über Leichen gehen. Sozialer Aufstieg schafft Verbrechen – ist das die Aussage, welche die Drehbuchautorin mit dieser TATORT-Folge treffen wollte?”


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