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"Wer das Maul aufmacht, fliegt"

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Uwe Steimle  

"Wer das Maul aufmacht, fliegt"

01.07.2009, 15:34 Uhr | SKO / jho

Uwe Steimle (Foto: Imago)Uwe Steimle (Foto: Imago) Heute Abend löst Uwe Steimle als Kommissar Hinrichs seinen letzten Fall im "Polizeiruf 110". Ganz freiwillig war sein Ausstieg aus der erfolgreichen ARD-Krimireihe allerdings nicht. Daran lässt er auch in einem Interview mit "Bild am Sonntag" keinen Zweifel. Im Gegenteil, Steimle kritisiert darin heftig seine Bosse bei der ARD, insbesondere Programmdirektor Volker Herres: "Ein Jahr habe ich um ein Gespräch gebeten. Und? An dem Tag, als er ARD-Programmdirektor wurde, bin ich gegangen worden."
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Steimle als "Störenfried"?

Bei der ARD habe Steimle den Ruf eines "Störenfrieds", was er so kommentiert: "Wenn man etwas hinterfragt, wird das nicht gerne gesehen. Wer das Maul aufmacht, fliegt, das ist leider so." Schon als das Ende der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr publik wurde, witterte der 46-Jährige eine Verschwörung im Sender. "Ich glaube, dem neuen ARD-Programmdirektor Volker Herres passt meine politische Haltung nicht", beklagte sich Steimle damals in der "Bild am Sonntag". Thomas Schreiber, Leiter des NDR-Programmbereichs Fiktion und Unterhaltung entgegnete, die Unterstellung, der NDR erteile Steimle Berufsverbot, sei Unsinn. Eine Anstellung auf Lebenszeit könne der Sender nicht bieten. "Jede Generation steht für sich, das Rad der Zeit bleibt nicht stehen", schreibt der NDR in seiner Programmvorschau nun über den Wachwechsel. Der Augenblick sei gekommen, dass neue Gesichter für Mecklenburg-Vorpommern stehen. Ab 2010 werden Anneke Kim Sarnau als Profilerin Katrin König und Charly Hübner als Hauptkommissar Alexander Bukow in Rostock das Rad der Zeit für den "Polizeiruf" im Norden weiterdrehen.

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Darum geht es im heutigen "Polizeiruf 110"

Letzte "Polizeiruf"-Folge aus Schwerin (Foto: NDR/Stefan Erhard)Letzte "Polizeiruf"-Folge aus Schwerin (Foto: NDR/Stefan Erhard) In Schwerin verschwindet tonnenweise Buntmetall. In Rohbauten werden Wasserleitungen aus Wänden gebrochen, aus dem Gleisnetz der Bahn ganze Streckenabschnitte herausgeflext. Als Boris Schuldzeck ermordet wird, finden die von Uwe Steimle und Felix Eitner gespielten Kommissare Hinrichs und Tellheim heraus, dass er mit der osteuropäischen Mafia Geschäfte gemacht hat. Der Tote weist ihnen den Weg zu seinen Handlangern. Kurt Ratgaus (Lars Eidinger) ahnt nicht, dass sein elfjähriger Sohn Mika (Joel Eisenblätter) ihn in der Mordnacht am Tatort beobachtet hat. Erst als der Junge verschwindet, offenbart sich Ratgaus auf Drängen seiner Frau (Fritzi Haberlandt) der Polizei.

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Eleganter Abgang: Fehlanzeige

Ganz unsentimental lassen Steimle und Eitner die letzte Klappe in der ostdeutschen Provinz fallen, ein eleganter Abgang war in der Dramaturgie nicht vorgesehen. Der Film ist mehr ein Sozialdrama als ein Krimi, findet Regisseurin und Co-Drehbuchautorin Christine Hartmann, die schon die ersten beiden "Polizeiruf"-Folgen für Hinrichs und Tellheim inszeniert hat. Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine junge Familie aus Mecklenburg-Vorpommern, die am Existenzminimum lebt. Die Kinder müssen in der Suppenküche für Bedürftige essen, und an der Haustür klingelt der Gerichtsvollzieher. Der Familienvater sieht nur einen Ausweg: illegale Geschäfte.

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"Polizeiruf"-Folge ist mehr Sozialdrama als handfester Krimi (Foto: NDR/Stefan Erhard)"Polizeiruf"-Folge ist mehr Sozialdrama als handfester Krimi (Foto: NDR/Stefan Erhard)

Seit 15 Jahre auf Gangster-Jagd

Ein Krimineller als Opfer: "Diese Zwangslage, in die Menschen geraten können, war für mich das Interessante an dem Thema", sagt Hartmann. Am "Polizeiruf" reize sie, dass dort im Gegensatz zum "Tatort" die kleinen Geschichten erzählt würden, "Geschichten der Menschen, die von den Verbrechen betroffen sind". Uwe Steimle hat diese Sicht auf die Dinge maßgeblich mitgeprägt. Mit seinem 31. Fall verabschiedet sich der in Dresden geborene Schauspieler nun von der Ost-Krimireihe. 15 Jahre hat er in Schwerin ermittelt. Zunächst mit seinem Chef Kurt Groth (Kurt Böwe), später mit Holm Diekmann (Jürgen Schmidt), Tobias Törner (Henry Hübchen) und zuletzt mit Tellheim. Irgendwann wurde der bekennende "Ostalgiker" zum Auslaufmodell.
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