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Crazy Competition - Mülltonnenrennen für die Tonne

02.07.2010, 10:10 Uhr | LS

"Crazy Competition" - Mülltonnenrennen für die Tonne. Mülltonnenrennen bei "Crazy Competition" (Foto: ProSieben)

Mülltonnenrennen bei "Crazy Competition" (Foto: ProSieben)

Sommerlochbefüllung nach ProSieben-Art: Die neue Show „Crazy Competition“ lässt angeblich verfeindete Dörfer aus der deutschen Pampa zu irren Duellen antreten. Ob Frauentragen, Riesenlebkuchenhäuser bauen oder Mülltonnenrennen – kein Wettkampf scheint so abwegig zu sein, als dass er nicht zum provinziellen Remmidemmi reicht. Den Auftakt machten am Donnerstagabend die beiden Vulkaneifelorte Wassenach und Glees. Als Paten unterstützt von Jumbo Schreiner und der unvermeidlichen Sonya Kraus. Sieben weitere Duelle sollen folgen.

Eine Woche haben die Dorfbewohner Zeit, sich auf die Wettkämpfe vorzubereiten. Anders als bei der RTL-Schmonzette "Bauer sucht Frau" widersprechen sie dabei aber jedem Klischee vom tumben Landmann. Echte Bauern sucht man bei "Crazy Competition" vergebens. Die junge, dynamische Landbevölkerung aus Wassenach und Glees ist von Beruf IT-Techniker, Bauingenieur oder bei der Polizei. Entsprechend organisiert geht man ans Werk, so dass ProSieben beim Zusammenschnitt der Aktionswoche auf eine Sendezeit von zwei Stunden und 15 Minuten der Spannung dramaturgisch nachhelfen muss.

Klare Rollenverteilung

So sind die Rollen, das gehört  bei einem solchen Spektakel natürlich dazu, sind von Anfang an klar verteilt. Das größere, reichere und irgendwie auch clevere Wassenach – angetrieben durch die martialischen Sprüche des  XXL-Mannes Jumbo Schreiner gegen das kleine, arme und ein bisschen tollpatschige Glees – bemuttert von der ständig Bussi verteilenden Sonya Kraus. „Beide Dörfer haben nur darauf gewartet, es dem anderen mal so richtig zu zeigen“, wird die Stimmung aus dem Off angeheizt und mit dramatischen Songs wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder bedeutungsschwangeren Titeln wie „Thriller“ untermalt. Allein, die Dörfler spielen die von ProSieben erdachte Dramaturgie nicht konsequent mit.

Ein überdimensionales Lebkuchenhaus

Zwar ist da Bundeswehrsoldat Lars aus Wassenach, der sofort das Kommando übernimmt und sein Team zu Höchstleistungen drillt. Doch genützt hat es nichts. Der Außenseiter aus Glees gewinnt den ersten Wettstreit im Frauentragen. Für den Wassenacher Bürgermeister und Self-Made-Millionär Manfred noch lange kein Grund, am Gesamtsieg zu zweifeln. Schließlich hat er den Konkurrenten den Deal mit einer Großbäckerei zu seinen Gunsten abgeluchst, die nun für den selbsternannten Favoriten eine Tonne Lebkuchenteig produziert. Folgerichtig gewinnen seine Bürger den zweiten Wettkampf, das Errichten eines überdimensionalen Lebkuchenhauses. Doch für die unterlegenen Gleeser zeigen sie echtes Mitgefühl, als deren Haus kurz vor der Vollendung einstürzt.

Echter Humor blieb auf der Strecke

Spannend ist das alles wenig. Auch wenn die unmittelbaren Entscheidungen im Frauentragen und Mülltonnenrennen einen nicht zu leugnenden Unterhaltungswert haben, so wird dieser durch die meist völlig unlustigen und langatmigen Szenen der jeweiligen Vorbereitungsphase zunichte gemacht. Ganz schlimm wird es, wenn der Sender inszenierend eingreift. So wie bei Sonya Kraus‘ Spionageversuch beim gegnerischen Team, der nichts als Fremdschämgefühle schürte. Dazu kommt, dass weder die aufgekratzte und stets tief dekolletierte Kraus, noch Jumbo Schreiner und schon gar nicht der Off-Kommentator witzig sind. Kalauer wie: „Sie haben den Sieg nach Hause getragen“, nach dem Frauentragen, sprechen da Bände. Dagegen bekommt die Aussage eines Wassenachers, sie hätten „leichte Mädchen“, eine geradezu unfreiwillige Subtilität.

"Stein der Schande" aufgestellt

Sieger der ersten deutschen Dorffestspiele im TV wurden dann doch die Bewohner aus Glees. Sie gewannen das entscheidende Mülltonnenrennen und dürfen sich nun über 10.000 Euro für die Gemeindekasse freuen. In Wassenach wurde dagegen der „Stein der Schande“ aufgestellt – ein pinkfarbener Monolith, der ein Jahr lang stehen bleiben muss. Die Verlierergemeinde kann das jedoch gelassen sehen. Da die „Crazy Competition“ bereits vergangenen Sommer gedreht wurde, dürfte der Stein mittlerweile verschwunden, die Schmach somit getilgt sein. Sollte das trashige ProSieben-Dörferduell ein Flop werden, der Sender also Verlierer im Quotenkampf sein, könnte der Schandstein neue Verwendung in der Senderzentrale finden.

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