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Skandal im britischen TV: Gesang der "X-Factor"-Kandidaten heimlich manipuliert

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Gesang der "X Factor"-Kandidaten heimlich manipuliert

25.08.2010, 11:30 Uhr | mth, t-online.de

Skandal im britischen TV: Gesang der "X-Factor"-Kandidaten heimlich manipuliert. "X-Factor"-Erfinder Simon Cowell (Fotos: ITV, imago)

"X-Factor"-Erfinder Simon Cowell (Fotos: ITV, imago)

Bei Casting-Shows beeindrucken die großen Gesangs-Talente und die peinlichen Ausrutscher das Publikum am meisten. Beim britischen Original des jetzt auch in Deutschland stattfindenden Formats "X Factor" (Vox, dienstags, 20:15 Uhr) hat man hier aber nachgeholfen. Britische Medien berichteten, dass die Stimmen der Kandidaten mit technischen Hilfsmitteln, sogenannter Autotune-Software, zum Teil extrem manipuliert wurden, so dass sie wesentlich besser, oder auch schlechter geklungen haben. Das bestätigte nun ein ehemaliger Mitarbeiter des Produktions-Teams von "X Factor" dem englischen "Mirror". Man habe dies getan, um eine unterhaltsamere Show anzubieten, bei der "einige Sänger unglaublich schlecht klangen und ständig die Noten nicht trafen, und andere dagegen richtig glänzten."

Aufgedeckt wurden die Manipulationen durch Zuschauer, die bemerkt hatten, dass Musik und Gesang in der Show unnatürlich klangen. Das bestätigt die Quelle des "Mirror": "Bei einigen Gelegenheiten waren die Veränderungen so extrem, dass bei dem Versuch, die Kandidaten die richtigen Note treffen zu lassen, die Musik im Hintergrund völlig falsch klang."

Keine Manipulation bei deutschem "X Factor"

Mittlerweile hat sich auch "X Factor"-Erfinder und Jury-Mitglied Simon Cowell in die Diskussion eingeschaltet. Er habe von den Manipulationen nichts gewusst und setze sich nun dafür ein, die technischen Veränderungen zu unterlassen. Bei der deutschen Version von "X Factor" komme allerdings keine Autotune-Software zum Einsatz, versicherte Vox-Presseredakteurin Katrin Tracks gegenüber "Bild.de": Die Kandidaten sängen bei den Castings live zu Musik, die für alle sichtbar von Band käme. Dann erfolge "eine Tonmischung im Rahmen der Postproduktion, jedoch keine Nachbearbeitung der Stimmen."

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