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"Das Supertalent": Rakete im Po – Supershow

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"Das Supertalent": Rakete im Po – Supershow

08.11.2010, 11:22 Uhr | bas, t-online.de

Es war die bereits achte Sendung von “Das Supertalent”. Und da sollte man doch annehmen, bereits alle Peinlichkeiten und Verrückte dieser Welt gesehen zu haben. Doch Dieter Bohlen und seine Juroren können tatsächlich immer wieder eins drauf setzen: In diesem Falle konnte der letzte Auftritt des Abends alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Chris Lynan aus Simbabwe zeigte im wahrsten Sinne des Wortes vollen Körpereinsatz und versetzte die Jury in absolutes Staunen. Zwischen den Pobacken des völlig entkleideten Selbstdarstellers sprühten Funken in riesigen Fontänen. Breit grinsend tänzelte Lynan dabei über die Bühne und genoss seinen Auftritt in vollen Zügen. Bei einem Teil des Publikums löste seine Darbietung eher Übelkeit und Entsetzen aus – Bruce Darnell schloss sich an, drehte sich einfach um und ignorierte das funkelnde Spektakel.

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Alte Bekannte

Doch nicht nur Freaks aus dem tiefsten Afrika fanden den Weg zum „Supertalent“. Auch altbekannte Gesichter aus dem TV und der Musikbranche kamen zu Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell. Casting-Ikone Mario Teuschl betrat voller Tatendrang und Überzeugung weiter zu kommen, die Bühne. „Dieter Bohlen ist mein bester Freund“, verkündete er im Interview und wedelte mit einem knallroten Sombrero. Der Pop-Titan sah das wohl etwas anders und  drückte den Buzzer, sobald er Mario erkannte. Super-Mario machte seinem schlechten Namen alle Ehre und hüpfte „Fiesta Mexicana“ brüllend über die Showbühne. „Du siehst aus wie Speedy Gonzales. 24 Mal Nein“, sagte Bohlen trocken und beförderte den Mann mit den unglaublichen Segelohren im Affentempo von der Bühne. Eine weitere Überraschung war eine 49-jährige Sängerin – keine andere als Kathy Kelly. Die leibhaftige Tochter der legendären Kelly-Family humpelte mit Krücken auf die Bühne und nahm mit leidvoller Miene auf einem Stuhl Platz

Ein Frage der Ehre

Man musste schon zwei Mal hinschauen, um noch erahnen zu können, wie Kathy Kelly einst mit ihrer sagenumwobenen Familie auf der Bühne die Welt begeisterte. Doch sie war es wirklich. Leider war sie kurz zuvor ausgerutscht und hatte sich das Knie verletzt – im ersten Moment dachte man dann doch das Schlimmste. Die 49-jährige Mutter kann nach ihrem Auftritt die Galerie „Was machen eigentlich die Kellys heute?“ erweitern: Vollzeit-Mama sucht nach Erwachsenwerden des Sohnes eine neue Aufgabe. Und so hatte sie sich das Comeback über „Das Supertalent“ ausgemalt. Mit gerade mal zwei „Ja“-Stimmen der Jury rutschte sie in die nächste Runde. Doch auch hier bleibt mal wieder die Frage offen: Wie fair ist es, einen Ex-Profi gegen unerfahrene und manchmal sehr junge Talente antreten zu lassen?

Ein "Ja" vom kleinen Dieter

Sie ist blond, jung, hat einen traumhaften Körper und hat Dieter Bohlen einfach vom Hocker gehauen. Nur selten fallen dem großen Pop-Titan die Augen aus dem Kopf. Aber bei der 27-jährigen Yevgenia war es an diesem Abend mal wieder soweit: In einem knappen Fitness-Outfit schlängelte sie sich um eine Stange herum, präsentierte ihren durchtrainierten Körper in allen vorteilhaften Positionen. Von Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart gab es große Komplimente. Und die schöne Fußballer-Frau bestand beim nächsten Auftritt auf tolle Highheels, falls Yevgenia in die nächste Runde kommen würde. Bohlen hatte ebenfalls nur ein Kompliment für die süße Blondine, zumindest sollte es wohl eins sein: „Du bestehst aus Muskeln und zwei kleinen Tittchen“. Er wollte auf Nummer sicher gehen, sie wiederzusehen und verkündete lauthals: „Vier Mal `Ja`, weil mein kleiner Dieter hat auch `Ja` gesagt“.

Das "Super-Irrenhaus"

An irgendeinem Punkt dieser Berichterstattung müssen natürlich auch die peinlichen Highlights des „Supertalent“-Abends erwähnt werden: Da wäre zum einen der 53-jährige Harald Edmund Fritz, der bereits im vergangenen Jahr die Jury nicht von sich überzeugen konnte. „Ich bin wieder da“, sagte er. Mit neuem Mut und der Gewissheit, dieses Mal mit seinem Gesang zu verzaubern, ging Fritz selbstbewusst auf die Bühne. Das ging allerdings voll daneben, denn er traf nicht einen Ton – es war nicht einmal zu identifizieren, um welchen Song es sich eigentlich handeln sollte. Ähnlich schlimm erging es den Zuschauern mit Jürgen Kröning, der sich großkotzig den Künstlernamen „Danny Dorengo“ verpasst hatte. Aber auch der 51-jährige blamierte sich bis auf die Knochen. Es stellt sich die Frage, woher diese Menschen ihre absolut falsche Selbsteinschätzung nehmen – und vor allem: Wieso lässt RTL sie überhaupt auftreten? Denn es ist zu vermuten, dass diese Menschen in ihrem Umfeld nur noch Hohn und Spott ausgesetzt sein werden.

Die obligatorischen Kids

Was in keiner "Supertalent"-Sendung fehlen darf, sind die hochtalentierten oder einfach nur süßen Kids. In Folge acht nahm die Rolle des niedlichen Kindes die neunjährige Rebecca ein. Die kleine Halbbrasilianerin hat einen großen Traum: Model werden. Und da ist sie bei Bruce Darnell natürlich genau richtig. Nach ihrem Catwalk durfte Rebecca tatsächlich noch mit ihrem Idol Darnell auf den Laufsteg. Hand in Hand trippelte sie an seiner Seite und freute sich wie eine Schneekönigin. Allerdings half ihr das nichts, denn am Ende flossen die Tränchen, als ihr die Jury mitteilte, dass sie leider nicht in die nächste Runde kommen würde. Wunderkind Nummer zwei war Fabienne Rothe, die 14-jährige Sängerin, der die Nervosität eindeutig anzumerken war. Aber sie patzte nicht, sondern brachte mit ihrer Stimme das Publikum zum Kochen. Bohlen lobte, ermahnte das junge Talent aber auch: „Das Paket stimmt. Du siehst gut aus und hast eine gute Stimme. Doch wir haben hier so viele gute Sängerinnen, da musst Du noch ein bisschen was aufbauen“.

"Supertalente" in der Verlängerung

Das ZDF ging am Samstagabend mit Gottschalk und „Wetten, dass..?“ ins Rennen – da mussten Bohlen und Co. natürlich mithalten und suchten bis 23 Uhr nach neuen Talenten. Einige tolle Darbietungen, die es geschafft haben, seien hier noch kurz genannt: Die großartigen Akrobatik-Mädchen Sophia Müller und Janina Hiller, die sich verbiegen konnten wie Gummipuppen. Der 25-jährige Thomas Lohse brachte Darnell mit seinem Klavierspiel den Tränen nah und hatte so hart an sich gearbeitet. Von der Lernbehinderten-Schule hatte er es bis zum Abitur gebracht – beeindruckend, der junge Mann in seinem Konfirmanden-Anzug. Ein weiteres musikalisches Highlight war Rudy Esterez, der mit seiner klassischen Darbietung ebenfalls eine Runde weiter kam. Doch langsam ist es an der Zeit, in die nächste Ebene des „Supertalents“ einzutauchen. Wer ist weiter, wer hat wirklich noch mehr zu bieten und könnte „Das Supertalent“ werden? Zeit, die peinlichen Dramen auf er Bühne zu beenden und wirklich zur Sache zu kommen.

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