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Ulrich Tukur: Debüt als Ermittler zum "Tatort"-Jubiläum

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Ulrich Tukur: Debüt als Ermittler zum "Tatort"-Jubiläum

29.11.2010, 10:08 Uhr | dapd/dpa/SKO

Ulrich Tukur: Debüt als Ermittler zum "Tatort"-Jubiläum. Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot im "Tatort: Wie einst Lilly" (Foto: ARD)

Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot im "Tatort: Wie einst Lilly" (Foto: ARD)

Die Leiche am Anfang - der Mörder am Schluss. Diesem Leitsatz des "Tatort"-Erfinders Gunther Witte folgt auch der neueste Fall der beliebtesten deutschen TV-Krimireihe. Davon abgesehen ist in der Jubiläumsfolge "Wie einst Lilly" (ARD, 20.15 Uhr) nur wenig so, wie man es aus den vergangenen Jahrzehnten vom "Tatort" gewohnt ist. 40 Jahre nach der Premiere mit "Taxi nach Leipzig" feiert der gebürtige Hesse Ulrich Tukur ("Das Leben der anderen") zum heutigen "Tatort"-Jubiläum seinen Einstand als Wiesbadener Ermittler Felix Murot. Zwar hatte der Schauspieler die Rolle zunächst abgelehnt. Schließlich nahm er aber doch an - und erklärte gegenüber dem "Spiegel": "Es waren die Zähigkeit und der Charme zweier Redakteure vom Hessischen Rundfunk plus die Wirkung dreier hervorragender Flaschen Rotweins, derentwegen ich schließlich einknickte."

Morgen können Sie an gleicher Stelle bei unserer "Tatort"-Kritik darüber mitdiskutieren, wie Ihnen Ulrich Tukurs Ermittler-Debüt gefallen hat. Wir sind auf Ihr Statement gespannt!

"Mindestens so interessant wie der Fall"

Murot sollte "ein etwas anderer Ermittler" werden, sagt Tukur, "einer, der mindestens genauso interessant ist, wie der Fall". Als neuer "Tatort"-Kommissar versprüht der 53-Jährige den Charme längst vergangener Epochen: Musik der 20er bis 40er Jahre, der immer gleiche Anzug und ein schräges Oldtimer-Auto bilden das Drumherum seiner Rolle. So scheint der LKA-Beamte ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein. Was ihn zudem von den meisten anderen "Tatort"-Kommissaren unterscheidet, ist, dass er alleine arbeitet, ihm lediglich seine Sekretärin Magda (Barbara Phillip) zur Seite steht.

Ein Tumor namens Lilly

In düster-melancholischen Bildern erzählt "Wie einst Lilly" von einem Kommissar, der durch seine potenziell tödliche Krankheit mit seinen Urängsten konfrontiert wird. Mit Humor und Selbstironie versucht er nach seiner Diagnose, der neuen Situation irgendwie zu begegnen. So spricht er mit seinem Tumor und tauft ihn nach seiner verlorenen Jugendliebe Lilly. Der Kriminalfall selbst handelt von einem Journalisten, der an einer brisanten Story aus dem Umfeld der RAF gearbeitet hat und der tot in einem Ruderboot auf dem Edersee aufgefunden wird. Während die Polizei einen Selbstmord vermutet, wittert Murot einen Mord und geht dem Fall nach. Wie es heißt, sei der Krimi an reale Attentate der RAF angelehnt, was auch durch die Einspielung nachgestellter Anschlags-Szenen zum Ausdruck kommt.

Liefers und Prahl obenauf

Der heutige Fall ist bereits der 781. in der Geschichte des "Tatorts". Im laufenden Jahr hat die Reihe laut Media Control mit durchschnittlich rund 8,53 Millionen Zuschauern ihre absolute Spitzenquote erzielt. Die beliebtesten Teams sind die Münsteraner Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Frank Thiel (Axel Prahl), gefolgt vom Kölner Duo Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär). An dritter Stelle der nach Einschaltquoten gestaffelten Beliebtheitsskala rangiert die Hannoveraner Hauptkommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler).

Männerdomäne aufgemischt

Die "Männerfront" beim "Tatort" bekam allerdings erst recht spät ihr weibliches Gegenstück. Gingen Nicole Heesters (ab 1977), Karin Anselm (ab 1981) und Hannelore Elsner (ab 1997) nur gelegentlich auf Ganovenjagd, rückte die nächste Generation weiblicher Ermittler den Tätern mit verstärkter Präsenz auf die Pelle: Die "Dienstälteste" Ulrike Folkerts (ab 1989) sowie Maria Furtwängler (ab 2002), Eva Mattes (ab 2002), Sabine Postel (1997) und Simone Thomalla (ab 2008) stehen mit ihren männlichen Kollegen mittlerweile voll auf Augenhöhe. Erst im Oktober feierte "Gegen die Wand"-Darstellerin Sibel Kekilli als Kommissarin Sarah Brandt an der Seite von Axel Milberg im Kieler "Tatort" ihren Einstand und trat damit die Nachfolge von Maren Eggert an.

"Moral-Debatten um 'Reifezeugnis'"

Hätte Schauspieler Walter Richter als Ermittler Paul Trimmel seinerzeit geahnt, welche Lawine er mit "Taxi nach Leipzig" vom 29. November 1970 lostritt, hätte er sich darauf bestimmt noch eine dicke Zigarre und einen Cognac im Dienst gegönnt. Mittlerweile ist der "Tatort" aus den deutschen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken. "Taxi nach Leipzig" gilt längst als unvergessener Klassiker. Doch weitere "Tatort"-Highlights folgten. Dazu zählt vor allem der Krimi "Reifezeugnis" von 1977, in dem Nastassja Kinski als 16-jährige Schülerin ein Verhältnis mit ihrem Gymnasiallehrer hat und was in ganz Deutschland Moral-Debatten auslöste.

"50. 'Tatort'-Geburtstag ist sicher"

Seit Jahrzehnten ist der "Tatort" ein äußerst lohnenswertes Geschäft für das Erste. Wie erfolgreich die Krimireihe ist, wird auch dadurch belegt, dass sie in nicht weniger als 50 Ländern vertrieben wird. Entsprechend dürfte "Tatort"-Erfinder Witte mit seiner vor rund zehn Jahren geäußerten Prophezeiung Recht behalten: "Walter Riester plant seine Rentenreform fürs nächste Jahrtausend - Unwägbarkeiten eingeschlossen. Dagegen erscheint der 50. 'Tatort"'-Geburtstag als sicher."

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