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"Wetten, dass..?"-Unfall: ZDF will aus Wettunfall Konsequenzen ziehen

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ZDF will Konsequenzen aus Wettunfall ziehen

08.12.2010, 09:47 Uhr | dpa/dh, dpa, t-online.de

"Wetten, dass..?"-Unfall: ZDF will  aus Wettunfall Konsequenzen ziehen. ZDF will Konsequenzen aus Wettunfall ziehen. (Fotos: dpa)

ZDF will Konsequenzen aus Wettunfall ziehen. (Fotos: dpa)

Aus dem schweren Unfall bei "Wetten, dass..?" will das ZDF Konsequenzen ziehen. "Klar ist natürlich, dass wir bei 'Wetten, dass..?' nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut am Sonntag. "Wir müssen und wir werden bei der Auswahl der Wetten die Lehren aus dem Unfall ziehen." Bellut kündigte eine genaue Untersuchung des Unfalls durch das ZDF an. Gegenüber dem Rundfunksender NDR 1 Niedersachsen sagte er außerdem, dass die Show auch nach dem schweren Unfall fortgeführt werde, allerdings unter erhöhten Sicherheitsstandards. Unterdessen ist der Zustand des verunglückten Kandidaten Samuel Koch weiter kritisch. Die Verfassung des 23-Jährigen habe sich seit Sonntag nicht verändert, teilte eine Sprecherin der Düsseldorfer Uniklinik am Montagmorgen mit.

29 Jahre lang habe es bei "Wetten, dass..?" immer wieder sportive Wetten gegeben, sagte Bellut. "Und es ist nichts Schwerwiegendes passiert." Bei jeder Sendung sei ein Sicherheits-Ingenieur dabei. Auch diesmal habe es in den Proben keine Hinweise gegeben, dass die Wette nicht machbar oder zu gefährlich sei.

Keine Anhaltspunkte für eine mögliche Straftat

Der schwere Unfall zieht jedoch vorerst keine staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nach sich. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sagte am Montag der Nachrichtenagentur dapd, es gebe keine Anhaltspunkte für eine mögliche Straftat. Hinweise auf ein mögliches Fremdverschulden bei dem Unfall lägen bislang nicht vor. Sollte allerdings ein entsprechender Verdacht auftreten, werde die Staatsanwaltschaft tätig. Im Falle einer Anzeige wird die Ermittlungsbehörde nach Angaben des Sprechers ebenfalls ihre Arbeit aufnehmen. Dann werde geprüft, ob ein strafrechtliches Verhalten vorliege. Derzeit liege allerdings keine Anzeige vor, sagte der Sprecher.

"Der Kandidat war hoch motiviert"

Moderator Thomas Gottschalk äußerte sich gegenüber "bild.de" zu der Frage, ob die Wette von Samuel zu gefährlich war. "Wir hatten bereits wesentlich riskantere Aktionen im Programm: Hauswandkletterer, Fallschirmspringer und Extremsportler. Der Kandidat war hoch motiviert, aber auch extrem gut vorbereitet. Wir haben ihm mehrere Sicherheitsvorgaben gemacht, von denen wir ihn teilweise erst überzeugen mussten."

"Er hat die Autos immer sicher übersprungen"

Mit den Gerüchten, dass Kandidat Samuel bereits bei den Proben zwei mal schwer gestürzt sei, räumte Gottschalk auf. "Ich war bei allen offiziellen ZDF-Proben vor der Sendung dabei. Er hat die Autos immer sicher übersprungen und ist einmal nach der Landung kurz gestrauchelt und zu Boden gegangen, war aber sofort wieder auf den Beinen. Er hat da, gerade bei seiner Heimatzeitung, seiner Leistung vielleicht noch etwas Dramatik verleihen wollen. Umso schlimmer ist, dass er dann wirklich gestürzt ist."

"Die Wetten waren nicht riskanter als in vielen Sendungen davor"

Glaubt Thomas Gottschalk, dass die Wetten durch den Quotendruck der Fernsehsender riskanter geworden sind? Das kann ich ausschließen. "Die Wetten waren nicht riskanter als in vielen Sendungen davor, allerdings hatte ich ein besonders attraktives Programm mit hochkarätigen Gästen. Damit wollte ich die Konkurrenz schlagen", so der Moderator gegenüber "bild.de". Weiß er, wie es Samuel gerade geht? "Heute früh habe ich mich mit seinen Eltern und seinen Geschwistern getroffen. Samuel gehört jetzt in die Hand der Ärzte und braucht Ruhe. Ich und das ZDF tun alles, um Samuel und seiner Familie zur Seite zu stehen. Showlaufen gehört sicher nicht dazu.“

"Wie viel Risiko darf man eingehen?"

ZDF-Verwaltungsratschef Kurt Beck dagegen forderte eine Quotendebatte in dem öffentlich-rechtlichen Sender. Das ZDF dürfe gewissen Fragen nicht ausweichen. "Natürlich müssen wir über die Themen sprechen: Wann werden die Grenzen des Verantwortbaren überschritten? Wie viel Risiko darf man eingehen? Und natürlich müssen wir auch über die Themen Nervenkitzel, Waghalsigkeit und Quote reden", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident der Zeitung "Die Welt".

"Bestimmte Risikowetten sollten in Zukunft nicht mehr stattfinden"

Der medienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Dörner, forderte ein neues Konzept der Sendung. "Bestimmte Risikowetten sollten in Zukunft nicht mehr stattfinden", sagte Dörner der Zeitung "Ruhr Nachrichten" (Montag). Er sprach sich ebenfalls für eine neue Quotendebatte in den Medien aus und sagte: "Ich wäre sehr dafür, dass wir von der Sensationslust ein Stück weit wieder wegkommen."

Appell an das Verantwortungsbewusstsein der Fernsehmacher

Die Grünen-Medienpolitikerin Tabea Rößner warnte vor einem gefährlichen Buhlen um Fernsehzuschauer. Sie appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Fernsehmacher, "im Kampf um bessere Quoten das Maß nicht zu verlieren". Die Zuschauer müssten sich fragen, ob sie den Druck des Höher, Schneller, Weiter wollten.

"Ein gewisser Druck durch das Schielen auf Zuschauerquoten ist sicher da"

Der Medienexperte Christoph Neuberger warnte davor, nach dem Unfall von einer Tendenz zu immer spektakuläreren Eventshows zu sprechen. "Ein gewisser Druck durch das Schielen auf Zuschauerquoten ist sicher da. Aber pauschal würde ich auf keinen Fall eine Verschlimmerung in dieser Hinsicht bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in Konkurrenz zu den privaten behaupten", sagte der Kommunikationswissenschaftler der Universität Münster am Sonntag der dpa.

Kandidat liegt im künstlichen Koma

Kochs Zustand war am Sonntag nach Angaben der Klinik sehr kritisch, aber nicht lebensgefährlich. Er lag im künstlichen Koma. Er hatte laut Klinik eine komplexe Verletzung an der Halswirbelsäule erlitten und zeigte Lähmungserscheinungen.

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