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"Wetten, dass..?"-Unfall: Stuntman hält Wette für nicht zu riskant

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Stuntman zu "Wetten, dass..?": Wette war nicht zu riskant

07.12.2010, 14:04 Uhr | dpa/dapd/SKO, t-online.de

"Wetten, dass..?"-Unfall: Stuntman hält Wette für nicht zu riskant. Schwerer Unfall bei "Wetten, dass..?" (Foto: dpa, dpad)

Schwerer Unfall bei "Wetten, dass..?" (Foto: dpa, dpad)

Nach dem schweren Unfall bei der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?" am Samstagabend äußert der Geschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Stuntleute, René Lay, Verständnis dafür, dass der Sender die Wette ins Programm genommen hat. Auf die Frage, ob die Wette zu gefährlich gewesen sei, sagte er: "Es war eine sehr hohe Leistung, die der junge Mann da absolvieren wollte. Zwar nicht zu schwierig, aber eine Verkettung vieler Umstände. Es war nicht unmöglich, was er da vorhatte."

Den Machern von "Wetten, dass...?" bescheinigt er aus eigener Erfahrung als Kandidat in der Show einen verantwortungsvollen Umgang mit Wetten. "Vor zwei Jahren haben wir mal einen Feuer-Stunt gemacht. Die Kollegen von 'Wetten, dass..?' waren sehr verantwortlich und sehr skeptisch. Sie haben gefragt, können wir das in einer Live-Sendung machen, funktioniert das, schafft Ihr das, können wir dieses Risiko eingehen?" Sein Fazit: "Ich war sehr erstaunt, wie verantwortlich die Kollegen damit umgegangen sind und wie wenig sie auf Sensation aus sind. Im Gegenteil: Es soll die Leute unterhalten, aber es soll auf keinen Fall eine Gefahr für irgendjemanden sein."

"Kollegen an Seile hängen"

Danach gefragt, ob er den Stunt genauso gemacht hätte, räumt er allerdings ein: "Ich habe so etwas selbst noch nicht gemacht. Wir würden es vermutlich auch anders lösen. Wir würden den Kollegen an Seile hängen, damit wir nicht so ein großes Risiko eingehen müssen." Ansonsten könne man als 23-Jähriger durchaus soweit sein, so einen Stunt auszuführen: "Der Kandidat hat sich sehr gut vorbereitet, er hatte gute Protektoren, er hatte einen Helm auf. Er war sich bewusst, was alles passieren kann. Unfälle passieren immer wieder. Das ist etwas, das man immer in Kauf nehmen muss."

"Gefahr nicht so hoch"

In einem weiteren Interview mit dem hessischen Radiosender HR-info widerlegte Lay die Annahme, mit dem Wettkandidaten sei ein absoluter Laie an den Start gegangen. Seine Wette sei eine Kombination gewesen aus Laufen, Springen und einem Salto, "eine hohe artistische Leistung, eine sehr hohe Körperlichkeit". Der junge Mann habe einen gut vorbereiteten Eindruck gemacht, insofern sei die Gefahr "nach meiner Sicht nicht so hoch gewesen, dass man das nicht hätte riskieren können."

Unfallrisiko ist natürlicher Bestandteil

Auch der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator Wolfgang Lippert, der die Show Anfang der 90er Jahre neun Ausgaben lang moderierte, äußerte sich zu dem Unfall. Ihm zufolge ist das Unfallrisiko bei der Show ein natürlicher Bestandteil. Es gehe um Superlative, sagte er dem Sender MDR Info. Auch in der Vergangenheit habe es gefährliche Wetten gegeben, mit dem Risiko müsse man leben. Er gehe aber davon aus, dass die Verantwortlichen nach dem jetzigen Unfall vorsichtiger werden.

Schwere Verletzungen nach Sturz

Wettkandidat Samuel Koch hatte am Samstagabend in der Live-Sendung versucht, mit Sprungfedern unter den Füßen über fahrende Autos zu springen und war dabei schwer gestürzt. Er zog sich eine "komplexe Verletzung der Halswirbelsäule mit einhergehender Schwellung des Rückenmarks" zu, wie die behandelnden Ärzte der Düsseldorfer Uni-Klinik berichteten. Nach einer Operation wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Einer Klinik-Sprecherin zufolge sei sein Zustand weiter kritisch und habe sich seit Sonntag nicht verändert.

"Lehren aus dem Unfall ziehen"

Aus dem Unfall will das ZDF Konsequenzen ziehen. "Klar ist natürlich, dass wir bei 'Wetten, dass..?' nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut am Sonntag. "Wir müssen und wir werden bei der Auswahl der Wetten die Lehren aus dem Unfall ziehen." Bellut kündigte eine genaue Untersuchung des Unfalls durch das ZDF an. Gegenüber dem Rundfunksender NDR 1 Niedersachsen sagte er außerdem, dass die Show auch nach dem schweren Unfall fortgeführt werde, allerdings unter erhöhten Sicherheitsstandards.

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