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Gottschalk fühlt sich für "Wetten, dass..."-Unfall mitverantwortlich

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Gottschalk fühlt sich für Unfall mitverantwortlich

13.12.2010, 09:42 Uhr | AP/ dapd

Gottschalk fühlt sich für "Wetten, dass..."-Unfall mitverantwortlich. Thomas Gottschalk fühlt sich mitverantwortlich. (Foto: dpa)

Thomas Gottschalk fühlt sich mitverantwortlich. (Foto: dpa)

Thomas Gottschalk fühlt sich für den Unfall des "Wetten, dass..?-Kandidaten Samuel Koch mitverantwortlich. "Ich empfinde Verantwortung, weil der Unfall in einer Show passiert ist, für die ich seit Jahrzehnten stehe", sagte der Moderator dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut einer Vorabmeldung von Samstag. Alles geschehe auch unter seiner Verantwortung, obwohl er sich natürlich auf die Redaktion und die technischen Fachleute verlassen müsse. "Wenn ich gedanklich alle 'Wetten, dass..?'-Sendungen durchgehe, die ich in 23 Jahren moderiert habe, bestand womöglich in mehr Fällen Lebensgefahr, als es mir aus heutiger Sicht lieb sein kann", fügte Gottschalk hinzu.

Bei seinen eigenen beiden Söhnen hätte der Moderator "alles versucht", so eine waghalsige Aktion zu verhindern. Er wisse aber auch, "wie schwierig es ist, jungen Leuten zwischen 20 und 30 etwas auszureden, was die sich in den Kopf gesetzt haben", sagte er dem Magazin weiter. Gottschalk rechnet nach dem Unglück mit Konsequenzen für sich und die ZDF-Show. Aber was immer dabei herauskomme, es treffe ihn zu einem Zeitpunkt seiner Entertainer-Karriere, an dem er es mit Fassung tragen könne. "Wir können keine vorschnellen Entscheidungen treffen, die wir in einigen Wochen vielleicht wieder revidieren müssten", sagte er weiter.

Samuels Vater spricht im ZDF-Jahresrückblick

An diesem Sonntag wird Thomas Gottschalk den ZDF-Jahresrückblick moderieren, der bereits am Freitagabend aufgezeichnet wurde. Vor der Aufzeichnung der Sendung habe er sich noch mit dem Vater des verletzten Wettkandidaten Samuel Koch unterhalten, betonte Gottschalk. Das Gespräch sei aufgezeichnet worden. Gezeigt werde es allerdings erst bei der Ausstrahlung der Sendung am Sonntagabend. Die rund 800 Zuschauer bei der Aufzeichnung bekamen das Gespräch zwischen Gottschalk und Samuel Kochs Vater daher nicht zu sehen. Er habe mit dem Vater vereinbart, dass dieser das Gespräch am Samstag noch mal anschauen dürfe, bevor es ausgestrahlt werde.

"Begründete Hoffnung"

Am Freitagabend sagte Gottschalk, für Samuel Koch gebe es "begründete Hoffnung". "Mehr möchte ich dazu nicht sagen", betonte Gottschalk. Samuel Kochs Vater habe Gottschalk gegenüber gesagt: "Du musst nicht die ganze Zeit Trauerflor tragen." Trotzdem wirkte der Moderator während der Sendung nicht immer gelöst. Mit seinen Gästen sprach er über sportliche Höhepunkte im Jahr 2010, über Katastrophen und über viele menschliche Schicksale.

"Das ist heute nicht Tagesordnung"

Im Vorfeld betonte das TV-Urgestein: "Das ist heute nicht Tagesordnung. Wenn das eine Spiel- oder Spaßshow gewesen wäre, dann würde ich heute nicht hier stehen." Bei dem Jahresrückblick handle es sich aber um eine journalistisch aufbereitete Sendung, in der es um Menschen und deren Schicksale gehe, betonte der Moderator. Dabei war nach der "Wetten, dass..?"-Sendung einige Tage lang unklar, ob Gottschalk den Jahresrückblick präsentiert. Das ZDF hatte am Mittwoch schließlich mitgeteilt, dass Moderator, Programmdirektor Thomas Bellut und ZDF-Showchef Manfred Teubner sich verständigt hätten, dass Gottschalk die Sendung wie geplant moderiert.

Etwas angespannte Stimmung

Richtig gelöst wirkte der Moderator über weite Strecken der Sendung nicht. Sprüche, mit denen er in seiner "Wetten, dass..?"-Show das Publikum regelmäßig zum Lachen bringt, waren beim Jahresrückblick eher die Seltenheit. Lediglich gegen Ende der Sendung fand der Moderator zu seiner alten Form zurück. "Ich hätte nie gedacht, dass Du so einen langen Satz sagen kannst", sagte Gottschalk zu Extorwart Oliver Kahn, der Gast in der Sendung war. Damit hatte der Moderator die Lacher des Publikums sicher.

Weitere Gäste

Gäste in der Sendung waren unter anderem Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sowie die Schauspieler Mario Adorf und Iris Berben.

ZDF zahlt Behandlungskosten

Unterdessen gab das ZDF an, die Behandlungskosten für Samuel Koch zu übernehmen. Der Sender habe bereits Zahlungen für die Behandlung geleistet und werde dies auch weiterhin tun. Programmchef Thomas Bellut sagte: "Wir lassen weder ihn noch seine Familie allein."



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