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"Marienhof"-Aus: Fan-Proteste werden laut

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Fanproteste nach "Marienhof"-Aus

28.12.2010, 14:16 Uhr | dapd

 "Marienhof"-Aus: Fan-Proteste werden laut. Die Serie "Marienhof" wird eingestellt. (Foto: ARD)

Die Serie "Marienhof" wird eingestellt. (Foto: ARD)

Die "Marienhof"-Fans wollen mit einer Demonstration und einer Kampagne im Internet gegen das Aus der ARD-Soap protestieren. "Anfang Januar, wenn wieder gedreht wird, müssen wir vor den Bavaria-Studios demonstrieren", sagte der Fanclub-Vorsitzende Grischa Baumeister. Zudem wolle er im Internet eine Kampagne für den Erhalt starten. Die ARD hatte das Ende der Serie verkündet.

Er sei schockiert und empört, dass die Serie nicht weiterlaufen solle, sagte Baumeister. Es könne nicht sein, dass nach so vielen Jahren und nach so vielen guten Vorzeichen die zweitlängste Serie der ARD keine vernünftige Chance bekomme. Gut könne er sie sich auch auf einem anderen Sendeplatz und bei einem anderen Sender vorstellen. "WDR und Bayerischer Rundfunk kommen infrage", sagte er. Beide Sender hätten sich bei der ARD-Abstimmung für den Erhalt ausgesprochen. Die Serie könnte in den dritten Programmen weiterentwickelt werden und dann nach einem Jahr wieder ins ARD-Hauptprogramm wechseln, schlug der 28-Jährige vor.

Eine Art Krankenhausserie

Er räumte ein, das Niveau der Soap sei gesunken. Derzeit präsentiere sich der "Marienhof" als eine Art Krankenhausserie. "Das will niemand täglich sehen, weil es deprimiert." Vielmehr müssten alltägliche Geschichten präsentiert werden, müsse es Läden und Galerien geben, in denen sich Menschen träfen und miteinander redeten. Aktuelle Themen wie Demonstrationen gegen Atomtransporte oder die Problematik bei Aids müssten wie bei der "Lindenstraße" in die Soap integriert werden.

Zahl der Fanclubs gesunken

Ähnlich wie die Quoten sei die Zahl der Fanclubs geschrumpft, sagte Baumeister. Seien es in den 90er Jahren noch über 20 gewesen, seien es derzeit nur noch drei mit rund 140 Mitgliedern. Baumeister befürchtet, viele der "Marienhof"-Schauspieler würden arbeitslos. Vor allem diejenigen, die lange dabei seien, seien auf die Soap festgelegt und könnten in anderen Produktionen nicht mehr eingesetzt werden. "Die kriegen keinen anderen Job mehr, weil sie festgelegt sind."

Trauer im Forum

Traurig über das bevorstehende Ende sind auch andere Fans, wie im "Marienhof"-Forum nachzulesen ist: "Marienhof" gehöre zur ARD wie der Schnee zur Arktis, meint einer. Und ein anderer schreibt: "Unterm Strich finde ich es einfach nur traurig und sehr arm, dass es die ARD nicht geschafft hat, dieses alte Markenzeichen über die Krise zu retten. Es werde aber auch weiterhin viel passieren - im eigenen Leben, erklärt er und spielt auf den Text der Titelmelodie der Soap an.


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