Sie sind hier: Home > Unterhaltung > TV & Kino >

"Tagesschau" feiert heute großes Jubiläum

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Heute feiert die "Tagesschau" großes Jubiläum

21.01.2011, 14:32 Uhr | dpa/SKO, dpa

"Tagesschau" feiert heute großes Jubiläum. "Tagesschau"-Team im Jahr 1976 (Foto: dpa)

"Tagesschau"-Team im Jahr 1976 (Foto: dpa)

Für Millionen ist es jeden Abend um Punkt 20 Uhr Pflichtprogramm: Gonggg - "Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der 'Tagesschau'". Am Silvesterabend ertönte diese Kombination für die Hauptausgabe der bekanntesten deutschen TV-Nachrichten zum 20.000. Mal. Heimat des Fernsehklassikers ist der NDR. Dessen Intendant, Lutz Marmor, sagt zum Jubiläum: "'Die 'Tagesschau' ist die Mutter aller Nachrichtensendungen - ein Klassiker, der bis heute Maßstäbe setzt."

In der Tat wird Deutschland als Fernsehvolk von dieser Sendung wie von kaum einer anderen geprägt. Als "beste Sendezeit" gilt hierzulande die etwas schräge Uhrzeit 20.15 Uhr nach der Haupt-"Tagesschau". Für Generationen von Zuschauern ist die Sendung eine Instanz. Die Tradition, um 20 Uhr erst Nachrichten und dann Shows oder Filme präsentiert zu bekommen, hat sich so fest in den Köpfen vieler Deutscher eingeprägt, dass die Zuschauer alle Versuche anderer Sender, dies zu durchbrechen, abstraften.

Treue Fan-Gemeinde

Zwar verfolgen wegen einer höheren Zahl von TV-Sendern längst nicht mehr so viele Zuschauer wie in den 60er oder 70er Jahren die ARD-Nachrichten, doch noch immer sehen viele Millionen Menschen jeden Abend zu. Selbst an Tagen wie an Heiligabend, an denen kaum jemand die Glotze einschaltet, kann die "Tagesschau" auf ihre treue Fan-Gemeinde zählen und versammelt allein in der ARD rund fünf Millionen Menschen vor dem Bildschirm - die dritten Programme nicht mitgezählt.

Regierungssprecher in altbackenen Räumen

Früher schalteten das öffentlich-rechtliche Flaggschiff, das in Hamburg und nicht etwa regierungsnah in der Hauptstadt produziert wird, weit mehr als die Hälfte aller TV-Haushalte ein. Mancher hielt die Vorleser der "Tagesschau" für amtliche Regierungssprecher. Doch die Sendung und das Volk sind lockerer geworden, auch wenn das Studio noch immer recht altbacken gestaltet ist - im Vergleich etwa zum modernen ZDF-"heute"-Nachrichtenstudio oder den verspielten News-Bühnen, die sich US-Sender oder die deutschen Privatkanäle eingerichtet haben.

Liebgewonnenes Ritual

"Die 'Tagesschau' ist keine Sendung, sondern pure Gewohnheit. Die kann man auch in Latein verlesen", lästerte einst der frühere RTL-Chef Helmut Thoma. Die Nachrichtensendung ist gerade für viele ältere Menschen ein liebgewonnenes Ritual im Wohnzimmer. Ihre Premiere erlebte sie zu Weihnachten vor 58 Jahren - am 26. Dezember 1952. Zunächst wurde sie dreimal pro Woche gesendet und bestand aus dem Restmaterial der Kino-"Wochenschau"-Ausgaben. Gründervater Martin S. Svoboda und seine Mitarbeiter schnitten die Berichte in einem Keller unter der "Wochenschau"-Redaktion zusammen.

Direkt aus er Sprecherkabine

Gestartet wurde das Projekt vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), aus dem später der NDR und der WDR hervorgingen. 1954 stießen die weiteren ARD-Sender dazu. Es wurden spektakuläre Beiträge über Unfälle, Katastrophen und Kurioses aus aller Welt gezeigt. Ab Oktober 1956 kam die "Tagesschau" sechsmal in der Woche, ab 1961 auch sonntags. Vieles aus der Anfangszeit ist weit entfernt von der heutigen Ausstattung des weltweit vernetzten 24-Stunden-Betriebs und Internet-Abrufs.

Ab 1970 alles schön bunt

So hatte die Sendung anfangs keinen sichtbaren Sprecher. Cay Dietrich Voss präsentierte sie aus der Sprecherkabine. Der 1995 gestorbene Hanns Joachim Friedrichs, einst "Tagesschau"-Korrespondent und später "Tagesthemen"-Moderator, schrieb in seinem Buch "Journalistenleben": "In dem Moment, in dem das erste Filmbild auf dem Schirm erschien, klopfte der Redakteur dem ganz auf sein Blatt fixierten Voss auf die Schultern und der begann zu lesen... ." Mit Karl-Heinz Köpcke erhielt die Sendung ab März 1959 schließlich ein Gesicht. Der Mann, der bis 1987 Chefsprecher war, wurde zur Ikone der TV-Nachrichten und fortan avancierten die Sprecher zu den prominenten Köpfen der Republik. Die erste "Tagesschau" in Farbe flimmerte am 29. März 1970 über den Bildschirm.

Hohes Interesse an Gesichtern der Sendung

Von den Frisuren Dagmar Berghoffs, die 1976 als erste Frau die "Männerbastion" der "Tagesschau"-Sprecher knackte, bis hin zu den Hollywood-Plänen Susan Stahnkes oder den umstrittenen Thesen von Eva Herman - das Medieninteresse an den Gesichtern der Sendung war immer groß. Die Stimmen und helmartigen Haare von vertrauenswürdigen Sprechern wie Werner Veigel, Wilhelm Wieben oder Joachim Brauner sind unvergessen. Heutzutage gehören Jan Hofer oder Jens Riewa zu den bekanntesten Aushängeschildern der "Tagesschau". Zuweilen schaffen die Sprecher den Sprung vom Nachrichtenstudio auf die Showbühne: Judith Rakers, die seit 2008 zur 20-Uhr-Sprecherriege gehört, präsentiert im Mai das Finale des Eurovision Song Contests in Düsseldorf, neben Stefan Raab und Anke Engelke.

3D-Elemente ab Ende 2012

Die alte Tante "Tagesschau" hat sich stets verändert - nie radikal, sondern immer vorsichtig. Design und Präsentation wurden nur allmählich dem Zeitgeschmack angepasst. Und so soll es auch in Zukunft laufen. So wurde zuletzt gemeldet, dass "Tagesthemen" und das "Nachtmagazin" schon bald mit Moderatorentischen samt Touchscreens ausgestattet werden sollen. Derweil bleibt bei der "Tagesschau" erst einmal alles beim Alten. Schließlich gab es hier erst vor rund zwei Jahren Neuerungen wie einen modernen Telepromter, der die Zettelwirtschaft ablöste. 2012 steht aber dennoch eine Neuerung ins Haus. Denn dann sollen nach NDR-Plänen sogar 3D-Elemente in der "Tagesschau" zu bestaunen sein.

Sind Sie bei Facebook? Werden Sie ein Fan von t-online.de!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Die Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Unterhaltung von A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017